Zweiter Anlauf im Keller VfB findet Feuerwehrmann nach langer Suche: Labbadia übernimmt erneut

Bruno Labbadia steht nach seinem bislang letzten Bundesligaspiel als Trainer im Berliner Olympiastadion zum TV-Interview bereit. Jetzt übernimmt er als Feuerwehrmann beim VfB Stuttgart.

Bruno Labbadia am 23. Januar 2021, seinem bislang letzten Bundesligaspiel als Trainer, im Berliner Olympiastadion. Jetzt übernimmt er als Feuerwehrmann beim VfB Stuttgart.

Der VfB Stuttgart hat seinen Feuerwehrmann für die Mission Bundesliga-Klassenerhalt: Bruno Labbadia trainiert die Schwaben zum zweiten Mal und wurde als Nachfolger von Interims-Coach Michael Wimmer vorgestellt.

Bruno Labbadia (56) übernimmt zum zweiten Mal in seiner Trainer-Karriere beim VfB Stuttgart und soll die Schwaben aus dem Tabellenkeller noch zum Klassenerhalt führen.

Nach knapp zwei Jahren ohne Job wurde der frühere Zweitliga-Torschützenkönig am Montag (5. Dezember 2022) beim VfB vorgestellt und unterzeichnete einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025.

Bruno Labbadia soll den VfB Stuttgart in der Bundesliga halten

Der VfB Stuttgart hatte sich am 10. Oktober nach fast drei Jahren von Coach Pellegrino Matarazzo (45) getrennt. Seither hatte der Co-Trainer des Italoamerikaners, Michael Wimmer (42), das Team betreut.

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In den sechs Bundesliga-Spielen unter seiner Regie feierte der VfB drei Heimsiege und kassierte auswärts drei Niederlagen. Für die zweite Saisonhälfte suchte Stuttgart nach einer erfahreneren Lösung.

Labbadia sagte zu seiner neuen Herausforderung nach Bundesliga-Stationen bei Bayer Leverkusen, dem HSV (zweimal), dem VfL Wolfsburg und Hertha BSC: „Der VfB ist bekanntermaßen nicht irgendein Club für mich. In Stuttgart habe ich über fast drei Jahre eine sehr wichtige Phase meiner Trainerkarriere verbracht und möchte nun dazu beitragen, dass der VfB in der Bundesliga bleibt. Wir werden sofort mit der Arbeit beginnen und alles für den Trainingsauftakt am 12. Dezember vorbereiten. Ich ziehe schon am Mittwoch nach Stuttgart. Dann werden wir uns schnell einen Überblick über den Leistungsstand der Mannschaft verschaffen und jeden Tag hart und mit großer Freude arbeiten, um voranzukommen.“

In Stuttgart arbeitete er bereits von Dezember 2010 bis 2013, stand in 119 Pflichtspielen an der Seitenlinie – so viele wie bei keiner anderen Station in seiner Vita. Nach drei Niederlagen zum Start in die Bundesliga-Saison 2013/2014 war er von seinen Aufgaben entbunden worden.

Bruno Labbadia und Fabian Wohlgemuth neu beim VfB Stuttgart

Damit ist beim VfB auch die zweite zentrale Personalfrage vor dem Trainingsauftakt am 12. Dezember beantwortet. Das war auch das Ziel von Vorstandschef Alexander Wehrle (47), der stets betont hatte, „zeitnah“ eine Entscheidung zu fällen.

„Bruno ist ein erfahrener Trainer, der die Bundesliga kennt und auf allen Stationen nachgewiesen hat, dass er Mannschaften stabilisieren und verbessern kann. Wir befinden uns sportlich mit Platz 16 in einer sehr schwierigen Situation, in der wir genau diese Fähigkeiten dringend benötigen. Bruno bringt zudem große Leidenschaft und Begeisterung für den VfB mit, den er sehr gut kennt. In seiner ersten Zeit als VfB-Cheftrainer führte er den VfB erst zum Klassenerhalt und dann zu zwei Europapokal-Teilnahmen und dem DFB-Pokalfinale. Eine solche Bilanz hat seitdem kein VfB-Trainer mehr erreicht. Wir freuen uns sehr, dass er sich entschieden hat, zum VfB zurückzukehren“, kommentierte Wehrle die Personalie.

Vergangene Woche war bereits der Wechsel von Sportdirektor Fabian Wohlgemuth (43) verkündet worden. Er wechselt für rund 600.000 Euro Ablöse vom SC Paderborn an den Neckar und folgt auf den kurz zuvor freigestellten Sven Misintat (50). (bc/dpa)

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