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„Passt perfekt ins Profil“ Baumgart-Vertrauter wird Sportdirektor beim VfB Stuttgart

Steffen Baumgart und Fabian Wohlgemuth unterhalten sich vor einem Zweitliga-Spiel.

Steffen Baumgart (damals noch Paderborn-Trainer) im Gespräch mit Fabian Wohlgemuth. Die Aufnahme entstand am 26. Februar 2021.

Wenige Tage nach dem Aus von Sven Mislintat hat der VfB Stuttgart einen neuen Sportdirektor präsentiert. Fabian Wohlgemuth kommt vom SC Paderborn. Auf den neuen Mann wartet direkt eine große Aufgabe.

Die erste von zwei großen Personalentscheidungen beim VfB Stuttgart ist gefallen. Die Trainerfrage bleibt zwar vorerst noch unbeantwortet, in Fabian Wohlgemuth hat der Fußball-Bundesligist aber einen neuen Sportdirektor gefunden.

Wenige Tage nach dem Aus seines Vorgängers Sven Mislintat (50) verkündete sein neuer Klub am Samstag die Verpflichtung des 43-Jährigen. Zuletzt arbeitete Wohlgemuth, der einen Vertrag bis 30. Juni 2025 unterschrieb, als Geschäftsführer Sport beim Zweitligisten SC Paderborn.

VfB Stuttgart zahlt Ablöse für Fabian Wohlgemuth

Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle (47) hatte zuletzt immer wieder betont, sich bei der Entscheidung nicht hetzen lassen zu wollen. Eine schnelle Lösung deutete sich aber schon am Freitag an, nachdem SCP-Präsident Thomas Sagel (59) einen Anruf aus Stuttgart bestätigt hatte. Im Raum steht nach „Kicker“-Informationen eine Ablöse von rund 600.000 Euro.

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„Mit der Neubesetzung auf der Position des Sportdirektors wollen wir sowohl einen neuen Impuls als auch ein Zeichen für Kontinuität auf unserem Weg setzen“, sagte Wehrle. „Fabian Wohlgemuth passt perfekt in unser Profil. Er hat bewiesen, dass er auch mit überschaubaren Mitteln einen werthaltigen Kader zusammenstellen kann, der offensiven, leidenschaftlichen Fußball spielt.“

Fabian Wohlgemuth arbeitete in Paderborn mit FC-Trainer Steffen Baumgart

Zudem schätzt Wehrle an Wohlgemuth, dass dieser Erfahrung im Nachwuchsbereich vorweisen kann. Denn der gebürtige Berliner arbeitete als Jugend-Scout beim Hamburger SV, leitete später die Nachwuchsabteilung des VfL Wolfsburg, ehe er zu Holstein Kiel wechselte.

In Paderborn formte er eine Mannschaft, die inzwischen wieder zu den Aufstiegskandidaten in der 2. Bundesliga gehört. Zunächst noch gemeinsam mit dem 2021 zum 1. FC Köln abgewanderten Erfolgstrainer Steffen Baumgart (50), anschließend mit dessen Nachfolger Lukas Kwasniok (41).

„Er hat in Paderborn sehr gute Arbeit geleistet und die sportliche Entwicklung unseres Vereins stark geprägt“, sagte Sagel. „Dabei haben sich die sportlichen Ergebnisse und die Kaderqualität kontinuierlich verbessert. Es gehört zur DNA unseres Vereins, Spielern und Mitarbeitenden den nächsten Karriereschritt zu ermöglichen. Auch weil der Wechsel zum VfB entsprechend honoriert worden ist, gehen wir mit einem guten Gefühl auseinander.“

Und mit einem guten Gefühl geht Wohlgemuth auch die neue Aufgabe beim 16. der Tabelle an. „Der VfB hat in der deutschen Fußballgeschichte sportliche Maßstäbe gesetzt“, sagte er. „Er ist ein lebendiger Verein mit einer großartigen Fankultur, einer spannenden Mannschaft und unglaublichem Potenzial.“

Für Wohlgemuth geht es nun direkt darum, eine wichtige Entscheidung zu treffen. Denn bis zum Trainingsauftakt am 12. Dezember soll auch die Trainerfrage beantwortet werden. Eine Beförderung von Michael Wimmer vom Interimstrainer zum Chefcoach ist nach dem Aus von Mislintat unwahrscheinlicher geworden.

Top-Kandidat soll Medienberichten zufolge Bruno Labbadia sein, der schon zwischen 2010 und 2013 für den VfB tätig war. „Falls das stimmt, wäre das natürlich keine innovative Lösung“, sagte Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. „Aber wenn er sechs Spiele in Folge gewinnt, dann war es die richtige Wahl.“ Nach Wohlgemuths Zusage kann beim VfB nun der nächste Schritt in Angriff genommen werden. (dpa)

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