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„Das gehört sich nicht“Ex-Fortuna-Coach Koschinat kontert Island-Schönling mit Stil

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Uwe Koschinat (M.) und Rurik Gislason (r.) im März 2019.

von Markus Krücken (krue)

Sandhausen – Heftige Kritik zum Abschied! In der kommenden Saison geht Rurik Gislason (32) nicht mehr für den SV Sandhausen auf Torejagd, sein Vertrag ist zum 30. Juni ausgelaufen.

Nun tritt er gegen seinen alten Arbeitgeber nach. Vor allem Trainer Uwe Koschinat (48) bekommt von ihm sein Fett weg. Der reagiert gelassen.

Rurik Gislason kritisiert Uwe Koschinat

Nach dem Neustart im Mai stand Gislason kein einziges Mal im Kader des Zweitligisten. Offensichtlich aufgrund von mangelnder Fitness. Der Stürmer selbst sieht das allerdings anders: „Ich habe den Trainer mehrfach in den Medien gesehen, wie er sagt, ich würde in Island Urlaub machen und ich wäre nicht so fit wie die anderen Spieler, weil ich nicht trainieren würde. All das ist Bullshit“, schimpfte der Offensivspieler bei „Radio Regenbogen“.

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„Das ist mir wichtig, dass die Menschen das wissen. Es zeigt den verdorbenen Charakter, wenn man zur Presse geht und über seine eigenen Spieler lügt. In schwierigen Zeiten sollte man lieber seine Spieler unterstützen, statt die Medien anzulügen.“

Uwe Koschinat: Das gehört sich nicht

Uwe Koschinat selbst reagiert auf EXPRESS-Nachfrage gelassen auf die Vorwürfe: „Verstehen Sie, dass ich mich zu so etwas nicht äußern möchte. Es gehört sich nicht. Es st eine Einzelmeinung und wer mich nach so vielen Jahren im Geschäft kennt, der weiß das auch, dass das eine infame Lüge ist. Ich muss mich da nicht reinwaschen.“

Auch einen öffentlichen Streit möchte er vermeiden: „Man muss sich nicht permanent hin und her battlen Wir wollen uns im Verein zusammensetzen, und dann eventuell dazu etwas veröffentlichen. Wahr ist: Ich habe nie über ihn schlecht geredet. Wir haben dem Spieler gegenüber alles getan, um ihn zu unterstützen.“

Rurik Gislason vom Mannschaftstraining ausgeschlossen

Im April war Gislason nach Informationen des „Kicker“ nach Island geflogen, weil seine Mutter schwer erkrankt war. Nach seiner Rückkehr durfte er nicht einmal mit der Mannschaft trainieren: „Rurik kam in einer desolaten körperlichen Verfassung aus Island zurück“, erklärte SVS-Präsident Jürgen Machmeier (59). „Hätten wir ihn mit der Mannschaft trainieren lassen, wäre die Verletzungsgefahr groß gewesen.“

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Auch in Gehaltsfragen hatte es zuletzt zwischen Spieler und Verein geknirscht. Mikayil Kabaca (43), sportlicher Leiter des SV Sandhausen, erklärte gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“, Gislason habe sich geweigert wegen der Corona-Krise auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten. Das dementiert der Spieler selbst, er hätte das Geld lieber für wohltätige Zwecke spenden wollen. In der Folge habe ihm der SVS verboten am Mannschaftstraining teilzunehmen.

Rurik Gislason denkt an ein Karriereende

In Sandhausen stößt die Kritik auf Unverständnis: „Wer eine Saison wie Rurik hinter sich hat, sollte besser in sich gehen, als auf diese Weise noch mal gegen seinen Ex-Verein nachzutreten“, so Kabaca. Nach seinem Aus bei Sandhausen ist Gislason vereinslos, er soll bereits über ein Karriereende nachdenken.

Während der WM 2018 war der Blondschopf zum Instagram-Star avanciert. Dort begeistert er mittlerweile 819.000 Abonnenten mit seinen Bildern – für ein zweites finanzielles Standbein wäre also schon einmal gesorgt. 

Koschinat plant derweil die Vorbereitung auf die neue Saison und schaut nach vorne – ohne Stürmer Gislason.