Eintracht Frankfurt muss sich schon nach 14 Spielen wieder einen neuen Trainer suchen. Albert Riera verlässt den Verein und hinterlässt nach dem kurzen Bundesliga-Intermezzo viel verbrannte Erde.
Trennung beschlossenGescheiterter Trainer als „Bundesliga-Trump“ gefürchtet
14 Spiele lang dauerte das gewagteste Experiment der abgelaufenen Bundesliga-Saison, seit Sonntag (17. Mai 2026) ist klar: Eintracht Frankfurt ist mit der Risiko-Variante Albert Riera (44) krachend gescheitert.
Der impulsive Spanier sollte als Nachfolger von Dino Toppmöller (45) im letzten Saisondrittel das internationale Geschäft sichern, stattdessen verscherzte es sich der Ex-Nationalspieler erst mit der Mannschaft und dann den Fans. Nach dem ernüchternden Saisonfinale mit Platz acht in der Endabrechnung beendete die SGE das Missverständnis wieder.
Nach nur 14 Spielen ist für Riera Schluss in Frankfurt
„Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt“, äußerte sich Sport-Vorstand Markus Krösche (45) nur deshalb so positiv, weil der spektakuläre Fehlgriff komplett auf seine Kappe geht.
Als Riera Anfang Februar in die Bundesliga kam, eilte ihm bereits der Ruf des schwierigen Charakters voraus. Wie viel verbrannte Erde er bei der SGE aber in derart kurzer Zeit hinterlassen würde, hatte kaum jemand geahnt.
In einem Kommentar des Hessischen Rundfunks zum Riera-Intermezzo am Main hieß es gar: „Die Art und Weise seiner Kommunikation erinnert an das Verhalten des Mannes im Oval Office. Dass Riera intern den Spitznamen ,Bundesliga-Trump‘ hat, kommt nicht von ungefähr.“
Wie verächtlich innerhalb des Vereins über den Trainer gesprochen wurde, macht bereits deutlich: In dieser Konstellation und bei dieser Stimmungslage konnte es mit Riera und der Eintracht gar nicht funktionieren. „Die Diskrepanz zwischen dem breitbeinigen und großspurigen Auftreten Rieras und seinen Leistungen war frappierend“, so die „Hessenschau“-Einschätzung.
Neben sportlichen Defiziten wurden dem Exzentriker interne Unstimmigkeiten zur Last gelegt. Zuletzt vor allem mit Stürmer Jonathan Burkardt (25). Auch mit den Medienvertretern legt sich der Ex-Profi an. Unter anderem fiel Riera bei einer bizarren Pressekonferenz mit einer Wutrede auf.
Immer wieder appellierte er zwar an die Anhänger, der Verein müsse zusammenhalten. Doch im Saisonfinale hatten die Fans ausgedrückt, was sie von ihrem Trainer hielten. Erst schallten laute Pfiffe durch das Stadion, als Rieras Name bei der Mannschaftsaufstellung ertönte, dann präsentierte die Fankurve ein eindeutiges Plakat. „Nada de gracias, Alberto“ (sinngemäß: „Danke für nichts, Alberto“) stand darauf. (bc/sid)

