Trump stellt dem Iran ein Ultimatum – droht ein Krieg?
„Nichts mehr übrig bleiben“US-Präsident Trump droht dem Iran mit der Wiederaufnahme des Krieges

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Die Führung im Iran kontert Trumps verbale Drohungen.
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran offen mit einem erneuten Waffengang und setzt ein Ultimatum. Auf der Plattform Truth Social schrieb er unmissverständlich: „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.“ Er fügte hinzu: „DIE ZEIT DRÄNGT!“

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Trump droht dem Iran erneut mit Zerstörung.
Auch in einem Telefoninterview mit dem US-Nachrichtenportal „Axios“ legte Trump nach. Sollte die Führung in Teheran keinen besseren Vorschlag für ein Kriegsende vorlegen, werde der Iran „viel härter“ als zuvor getroffen. „Wir wollen ein Abkommen schließen. Sie sind noch nicht da, wo wir sie haben wollen. Sie müssen dorthin gelangen, sonst werden sie hart getroffen, und das wollen sie nicht“, so der US-Präsident.
Trump will über Militärschläge beraten
Die Drohungen werden offenbar bereits konkret. Laut „Axios“ wird erwartet, dass Trump am Dienstag mit seinem nationalen Sicherheitsteam im „Situation Room“, dem Krisenzentrum des Weißen Hauses, zusammenkommt. Dort sollen Optionen für militärische Maßnahmen wieder auf dem Tisch liegen.
Der Iran reagierte prompt. Ein Militärsprecher warnte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, jede neue „Torheit“ der USA werde „noch vernichtendere und schwerere Schläge“ zur Folge haben. Washington werde mit „neuen offensiven und überraschenden Szenarien“ konfrontiert.
Israel bereitet sich auf Angriffe vor
Auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bereitet sich auf eine Eskalation vor. Laut der „Times of Israel“ erörterte er am Sonntagabend mit Trump die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Krieges. „Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran“, hatte Netanjahu zuvor gesagt. Die Zeitung „Jediot Achronot“ schrieb, Israel warte auf eine Entscheidung Trumps.
Die Verbündeten hatten den Krieg gegen den Iran Ende Februar begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die US-verbündeten Golfstaaten. Seit Anfang April gilt eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe, die er selbst vor einer Woche als hauchdünn bezeichnete: Sie hänge „nur noch am seidenen Faden“.

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Netanjahu sprach laut Medien mit Trump über eine mögliche Wiederaufnahme des Krieges. (Archivbild)
Drohnen-Alarm in der Golfregion
Die Spannungen in der Region sind bereits wieder brandgefährlich. Saudi-Arabien meldete am Sonntagmorgen den Abschuss von drei Drohnen, die aus dem irakischen Luftraum eingedrungen waren. Zuvor hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Drohnenangriffe gemeldet. Eine davon traf einen Stromgenerator außerhalb des Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka.
G7-Treffen: Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen
Vor dem Treffen der G7-Finanzminister in Paris warnte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Er sprach von einer „ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft“. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Auswirkungen einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus.

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Die Lage in der Straße von Hormus steht heute auf der Agenda der G7-Finanzminister in Paris.
Irans Streitkräfte hatten die für den weltweiten Öl- und Gashandel entscheidende Meerenge kurz nach Kriegsbeginn unter ihre Kontrolle gebracht. Die Folge waren explodierende Energie- und Kraftstoffpreise. Laut dem Iran ist die Meerenge inzwischen vermint. Teheran betont, die Straße sei nur für Irans Feinde gesperrt. Reedereien müssen sich mit iranischen Stellen abstimmen, hohe Gebühren zahlen und dürfen nur einen schmalen Korridor passieren.
Ein diplomatischer Durchbruch scheint in weiter Ferne. Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf der Plattform X: „Die Gräben zwischen beiden Seiten sind weiterhin tief und in vielerlei Hinsicht kaum zu überbrücken.“ Irans Prioritäten seien klar: die Beendigung der Wirtschaftsblockade und Verhandlungen über ein Ende des Konflikts – erst danach könne über das Atomprogramm gesprochen werden. (dpa/red)
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