„Damit ihr euch nicht erschreckt“ Erster Auftritt nach Unfall: Frankfurt-Coach schwer gezeichnet

Oliver Glasner trainiert Eintracht Frankfurt gegen den FSV Mainz 05.

Da war noch alles okay: Oliver Glasner bei Eintracht Frankfurts Sieg gegen den FSV Mainz 05 am 17. Spieltag (18. Dezember 2021)

Eintracht Frankfurts Chefcoach Oliver Glasner ist nach seinem Neujahrs-Unfall schwer gezeichnet. Gegen Borussia Dortmund steht er Samstag mit blauem Auge an der Linie.

Im Hinrunden-Finale gehörte Eintracht Frankfurt mit drei Siegen zu den Überfliegern der Liga – neben dem Platz legte Trainer Oliver Glasner (47) dagegen eine Bruchlandung hin. Der Österreicher stürzte an Neujahr in der Frankfurter Innenstadt mit einem E-Scooter, musste aufgrund eines Jochbein-Bruchs sogar operiert werden.

Vor dem Rückrunden-Start gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund am Samstag (8. Januar 2022, 18.30 Uhr, Sky) ist Glasner weiterhin schwer gezeichnet, seine Gesichts-Schrammen sind nicht zu übersehen.

Bei der virtuellen Pressekonferenz am Donnerstag (6. Januar), seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Unfall, scherzte er: „Wir haben gesagt, wir stellen das Bild unscharf, damit ihr euch nicht erschreckt wegen meines blauen Auges.“

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Oliver Glasner: „Das hat mich nicht erschüttert“

Glasner ergänzte gelassen: „Es geht mir wirklich gut. Ich bin seit Dienstag wieder bei der Mannschaft, habe also nichts versäumt. Ein bisschen dick ist die Backe noch und das Auge blau. Das hat mich nicht erschüttert, ich habe mich nur über meine Unachtsamkeit geärgert.“

Oliver Glasner gibt bei Eintracht Frankfurt eine Pressekonferenz.

Blaues Augen und weitere Schrammen im Gesicht: Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner, hier am 6. Januar 2022 bei der Pressekonferenz vor dem Rückrunden-Start, hatte einen E-Scooter-Unfall.

Vom Rückblick auf den erfolgreichen Endspurt in der Hinrunde hält Glasner indes nichts. „2021 ist vorbei. Wir dürfen uns nicht in den alten Erfolgen suhlen, sondern müssen uns neu beweisen“, betonte er. „Wir haben den Jungs aufgezeigt, was sie für den Erfolg investiert haben. Es gibt Dinge, die wir verbessern möchten. Der Blick geht nach vorne.“

Es gelte, nach der dreiwöchigen Weihnachtspause die zuletzt gezeigte Leistungssteigerung zu bestätigen und es besser zu machen als Mitte August beim 2:5 in Dortmund. „Wir freuen uns, dass wir uns mit Dortmund wieder messen und zeigen können, dass wir näher dran sind als im letzten Spiel“, sagte Glasner.

Eintracht Frankfurt mit Personalsorgen

Die Eintracht hatte sich mit drei Siegen in Serie in die Winterpause verabschiedet, während der BVB nur eine der vergangenen vier Liga-Begegnungen gewinnen konnte. Dennoch verbuchten die Dortmunder mit 34 Punkten die beste Hinrunden-Ausbeute seit dem Herbstmeistertitel in der Saison 2018/19.

Allerdings hat Glasner nach zwei weiteren Corona-Fällen – Jesper Lindström und Danny da Costa fallen nach positiven Tests aus – Personalsorgen. „Wir sind es gewohnt, mal wieder zu improvisieren“, meinte er demonstrativ entspannt. Da beide Spieler im kritischen Zeitraum keinen Kontakt zu den Mannschaftskollegen hatten, wie der Klub mitteilte, drohen zumindest keine weiteren Corona bedingten Ausfälle.

Vielmehr konnten Goncalo Paciencia, Kristijan Jakic und Jens Grahl nach negativen PCR-Tests die Vorbereitung auf den Rückrundenauftakt wieder aufnehmen. Der Portugiese Paciencia dürfte die besten Chancen haben, die Rolle des zuletzt so erfolgreichen Lindström in der Offensive zu übernehmen. 

Trotz der kniffligen Aufgabe gegen den Bayern-Verfolger hofft Glasner auf einen Sieg, baut aber auch vor. „Es ist immer schön mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten. In der Hinrunde war es anders“, sagte er. „Gut anfangen und dann absacken ist auch nicht richtig.“ (mze/dpa)

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