Unfall-Drama in Köln Auto fährt in Rhein: Schifffahrt ist eingestellt

„Mich wollte keiner“ Mitchell Weiser mit überraschenden Worten nach Bremen-Wechsel

Mitchell Weiser beim Freundschaftsspiel zwischen Werder Bremen und Heracles Almelo.

Mitchell Weiser, hier am 1. September 2021, wagt nach seinem Weggang von Bayer Leverkusen einen Neuanfang bei Werder Bremen.

Am Dienstagvormittag trainierte Mitchell Weiser noch bei Bayer Leverkusen, am selben Abend unterschrieb er einen Leih-Vertrag bei Werder Bremen. Nun sprach der 27-Jährige über seine schwierige Zeit.

Bremen. Es war ein Last-Second-Deal: Als Mitchell Weiser (27) am Dienstagmorgen aufstand, hatte er noch nicht geahnt, dass er am selben Tag noch zum SV Werder Bremen wechseln würde.

Zuvor hatte der Rechtsverteidiger bei Bayer Leverkusen mit Aussagen wie „wenn nicht mehr meine Leistung darüber entscheidet, ob ich spiele, ist es Zeit zu gehen. Für beide Seiten ist es sicher das Beste, das Kapitel zu beenden“ für mächtig Aufsehen gesorgt.

Mitchell Weiser: „2. Liga war nicht mein Ziel“

Bei der Werder-Pressekonferenz am Donnerstag (2. September 2021) sprach Weiser über die Suche nach einem neuen Klub in diesem Sommer – und wählte dafür überraschend deutliche Worte. „Es wollte mich keiner, es gab keine anderen Angebote. Mit einem Wechsel hatte ich schon abgeschlossen und Bremen kam dann aus dem Nichts“, so der 27-Jährige, der gleichzeitig zugab: „Die 2. Liga war nicht mein Ziel, aber Bremen ist für mich kein Zweitligist.“

Weiser hat bereits viele Jahre in der Bundesliga hinter sich, lief beim 1. FC Köln, dem FC Bayern München, Hertha BSC und Bayer Leverkusen insgesamt 140 Mal im deutschen Oberhaus auf. Eine Stammplatzgarantie in Bremen bedeutet diese Vita jedoch nicht. „Ich habe hier die Option, zu spielen, aber er (der Trainer, Anm. d. Red.) hat mir keinen Stammplatz versprochen. Ich muss mich reinarbeiten. Er will Fußball spielen, sein System macht sehr viel Spaß. Man hat viel den Ball, das kommt mir entgegen“, erzählt Weiser über Werder-Trainer Markus Anfang (47). Er fühle sich fit, allerdings fehle dem gebürtigen Troisdorfer derzeit die Spielpraxis.

Bei Werder spielt Weiser unter anderem mit Leonardo Bittencourt (27) zusammen. Die beiden verbindet eine lange Freundschaft: „Leo ist ein sehr guter Freund aus Köln und gehört zu einer Gruppe, in der wir uns regelmäßig treffen. Außerdem sind wir zeitgleich Väter geworden.“ Die erste Chance auf einen Einsatz hat Weiser am 6. Spieltag der 2. Bundesliga (Samstag, 11. September, 13.30 Uhr), dann tritt der SV Werder Bremen auswärts beim FC Ingolstadt an. (nb)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.