Startrekord Wächst mit Jaissle der nächste deutsche Star-Trainer ran?

RB Salzburgs Trainer Matthias Jaissle

Red Bull Salzburg Trainer Matthias Jaissle beim 7:1-Sieg über den SV Ried am 01. August 2021

10 Siege aus 10 Spielen: Ex-Hoffenheim Spieler Matthias Jaissle stellt einen neuen Startrekord bei Red Bull Salzburg auf und begibt sich damit auf die Spuren von Trainern wie Marco Rose oder Adi Hütter.

Salzburg. Dass der FC Red Bull Salzburg nach dem 7. Spieltag der österreichischen Bundesliga auf Rang 1 thront, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit geworden. Mit welcher Dominanz der 15-fache Meister aber aktuell Fußball spielt, ist alles andere als selbstverständlich. Aus den bislang 10 Spielen hat die Mannschaft von Matthias Jaissle (33) alle 10 gewonnen - Startrekord! Kein Wunder also, dass viele Experten den ehemaligen Hoffenheimer schon jetzt als neuen aufsteigenden Stern am Trainerhimmel sehen. Es wird spannend zu sehen sein, wie der Deutsche sein Team am Dienstag gegen den FC Sevilla in der Champions League einstellt.

Auf den Spuren von Rose, Marsch & Co

Das System Red Bull scheint erneut einen Trainer aus dem Nichts in das Scheinwerferlicht der Fußballwelt zu katapultieren. Wie schon bei Jaissles Vorgängern Rose (45), Marsch (47) oder Hütter (51) dürften seine starken Leistungen nicht unbemerkt geblieben sein. Und wie auch seine Vorgänger durchlief der Jungtrainer während seiner Trainerausbildung verschiedene RB-Stationen.

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Anfang 2014 beendete Jaissle nach vielen Verletzungen seine Karriere verfrüht bei der TSG Hoffenheim. Wenige Monate später begann der damals 26-Jährige seine Trainerkarriere als Co-Trainer von Sebastian Hoeneß (39) in der RB Leipzig Jugend. Nach zwei Jahren stiegen beide in die U17 auf, bei der sie aber nur ein Jahr blieben. Während Hoeneß zu der U19 der Bayern wechselte, schloss sich Jaissle Bröndby IF für zwei Jahre an. Danach ging es zurück in den RB-Kosmos. Über die U18 von RB Salzburg zog es den Deutschen als Nachfolger von Bo Svensson (42) zum Farmteam, dem FC Liefering in die österreichische 2. Liga. Sechs Monate später gab es dann die nächste Beförderung.

Angesprochen auf ein mögliches Engagement in der Bundesliga, ließen den ehemaligen Innenverteidiger aber kalt. „Darüber habe ich mir wirklich noch keine Gedanken gemacht“, erklärte Jaissle und fügte an: „Außerdem bin ich generell nicht der Typ, der irgendeinen Karriereplan verfolgt. Ich lebe im Hier und Jetzt.“

Vor dem Spiel gegen die Spanier blieb der Jungtrainer aber insgesamt gewohnt bescheiden: „Am Ende geht es aber nicht darum, dass wir nach zehn Pflichtspielen einen Rekord haben, sondern dass wir eine gute Saison spielen. Und die ist noch lang“. Neben dem FC Sevilla treffen die Österreicher in der Gruppe G noch auf den VfL Wolfsburg und den französischen Meister, den LOSC Lille. In der Königsklasse sieht der ehemalige Hoffenheimer vor allem eine große Chance. „Für uns wird die Champions League eine tolle Herausforderung. Wir haben zwar die jüngste Mannschaft aller Teilnehmer und gehen die Sache mit Respekt an – aber ohne Angst“, betonte Jaissle.

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