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Degradierung für Ex-BVB-Star? Torloser United-Flop Sancho jetzt schon als Verteidiger eingeplant

Jadon Sancho hält den Ball im Spiel von Manchester United in der Hand.

Jadon Sancho, hier am 20. Oktober im Spiel von Manchester United gegen Atalanta Bergamo in der Champions League, sucht aktuell nach seiner Form.

Der schwache Saisonstart von Jadon Sancho bei Manchester United könnte überraschende Konsequenzen mit sich bringen. Dem Offensiv-Star droht eine Rückversetzung auf der rechten Außenbahn.

Manchester. Diese Pläne klingen wie blanker Hohn für einen der besten Bundesliga-Scorer der vergangenen Jahre: Jadon Sancho (21) könnte wegen seiner Offensiv-Flaute bei Manchester United künftig als Defensivspieler getestet werden.

Auch nach 13 Pflichtspielen und knapp 600 Einsatzminuten hat der englische Nationalspieler noch keine einzige Torbeteiligung auf dem Konto. Dabei hatte United im Sommer die satte Ablöse von 85 Millionen Euro doch vor allem wegen Sanchos Qualitäten in der Offensive an Borussia Dortmund überwiesen.

Jadon Sancho vor Rückversetzung bei Manchester United

Das englische Sport-Portal „The Athletic“ bezeichnet Sanchos Situation als „Kollateralschaden“ der sportlichen Krise bei United, die Trainer Ole Gunnar Solskjear (48) in den vergangenen Spielen zur Umstellung auf eine Formation mit Dreierkette und ohne klassische Flügelstürmer bewegte.

Um Sancho dabei irgendwie in der Startelf unterzubringen, gebe es demnach erste Gedankenspiele, ihn auf der Position des Schienenspielers auf der rechten Außenbahn im 3-5-2-System einzusetzen. Dort wäre er zwar offensiver als ein klassischer Rechtsverteidiger in der Vierer-Abwehrkette aufgestellt, hätte aber dennoch deutlich größere defensive Pflichten im Vergleich zur Position als Rechtsaußen.

Sancho wäre die offensivere Variante anstelle von Platzhirsch Aaron Wan-Bissaka (23), der zuletzt unter anderem von Vereinslegende Paul Scholes (46) im „Mirror“ scharf kritisiert worden war. „Wan-Bissaka ist mit dem Ball nicht zu gebrauchen – ein brillanter Verteidiger, aber nutzlos in der Offensive als Rechtsverteidiger“, sagte der Ex-Nationalspieler, der seinem früheren Klub die falschen Spielertypen für das neue System attestierte.

Blüht Jadon Sancho als Rechtsverteidiger bei Manchester United auf?

Zwei Wochen haben die „Red Devils“ nun Zeit, um Sancho in neuer Rolle zu testen. Nach dem schwachen Saisonstart in der Premier League strich ihn Nationalcoach Gareth Southgate (51) aus dem Kader für die anstehenden Spiele in der WM-Qualifikation. So kann der Ex-Dortmunder in Abwesenheit der Nationalspieler in Manchester um seinen Stammplatz kämpfen.

Immerhin: Sancho wäre nicht der erste hochtalentierte Offensivspieler, dem die Rückversetzung zu neuem Schwung verhilft. Alphonso Davies (21) etwa war im Januar 2019 als Linksaußen aus Kanada zum FC Bayern München gewechselt, setzte sich dort aber erst als Linksverteidiger durch. Inzwischen gilt er als einer der besten Spieler auf seiner Position. Im Nationalteam läuft Davies dagegen weiter regelmäßig in offensiver Rolle auf und steht bereits bei zehn Treffern in 28 Länderspielen. 

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