Oster-Kracher in 2. Bundesliga Hattrick und Doppelpacker-Show in Darmstadt, Werders Joker-Tor reicht nicht

Marius Bülter jubelt mit ausgebreiteten Armen nach seinem Hattrick.

Marius Bülter jubelt nach seinem dritten Tor gegen den SV Darmstadt am Ostersonntag (17. April 2022).

Der Ostersonntag war ein echter Feiertag für Fans der 2. Bundesliga. Im Aufstiegsduell SV Darmstadt 98 gegen den FC Schalke 04 sorgten drei Stürmer für eine irre Hattrick- und Doppelpacker-Show.

Doppelter Aufstiegs-Kracher am Ostersonntag! Die Top Fünf der 2. Bundesliga gaben sich am Ostersonntag quasi die Klinke in die Hand – mit Ausnahme des FC St. Pauli, der bereits am Samstag in Sandhausen Punkte ließ (1:1). Nun versprachen tags darauf zwei direkte Aufstiegskracher Hochspannung am Sonntagnachmittag (17. April 2022). Der SV Darmstadt 98 hatte Tabellenführer FC Schalke 04 zu Gast. Parallel traf Werder Bremen auf den formstarken 1. FC Nürnberg.

Die Zuschauer am Böllenfalltor in Darmstadt sahen eine furiose erste Halbzeit im Duell ihres Teams mit den Schalkern – inklusive einer irren Doppelpacker-Show der beiden Top-Stürmer! Innerhalb von drei Minuten trafen die „Neuner“ Phillip Tietz (24) und Simon Terodde (34) auf beiden Seiten. Erst war Tietz für die Lillien erfolgreich (elfte Minute), dann Terodde im direkten Gegenstoß für Schalke (14.).

Das intensive Duell hatte jedoch Konsequenzen für Schalke-Kapitän Danny Latza (32). Den Mittelfeldmann erwischte es nach einem Zweikampf der beiden Kapitäne am Sprunggelenk. Er musste mit einer Trage abtransportiert werden (24.).

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Doppelpacker-Show und Latza-Schock: Fünf Tore in einer Halbzeit

Eine turbulente erste halbe Stunde krönte dann abermals Schalkes Tormaschine Terodde, der nach dem Latza-Schock aus dem Nichts mit dem Kopf zur Stelle war und zur 2:1-Führung einköpfte (29.). Doch auch Tietz zeigte, dass er Doppelpack kann! Nur fünf Minuten nach dem zweiten Terodde-Treffer sorgte auch der Darmstädter Neuner mit einem Kopfballtreffer für den umjubelten 2:2 Ausgleich – der wieder nur wenige Minuten Bestand hatte.

Denn die Knappen zeigten sich gnadenlos effektiv: Vor der Halbzeitpause war es Schalkes Marius Bülter (29), der im Sechzehner mit einem Haken nach innen zog, und mit links zur 3:2 Pausenführung traf (43.). Noch nie gab es in der Saison mehr Tore, als in der ersten Halbzeit dieses Top-Spiels der 2. Bundesliga.

Schalke 04 gegen SV Darmstadt: Marius Bülter erzielt Hattrick

In der zweiten Halbzeit legte Bülter dann nach – mit einem kuriosen Treffer! Nach einer Schalker Bogenlampe verschätzte sich Darmstadts Patric Pfeiffer (22), sodass Bülter den Ball nur noch annehmen und zum 4:2 für den FC Schalke einnetzen musste.

Doch damit nicht genug! Bülter machte Ostersonntag zu seinem eigenen Feiertag. Nach einer Kopfballverlängerung von Terodde kam der Stürmer rechts am Strafraum an den Ball, ließ Pfeiffer erneut stehen und schloss zu seinem dritten Treffer des Nachmittags ab. Mit dem furiosen 5:2 für den FC Schalke 04 festigten die Königsblauen ihre knappe Tabellenführung vor Werder Bremen.

Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg: Joker Weiser sticht sofort

Auch in Bremen sahen die Fans zeitgleich im ausverkauften Weserstadion ein munteres Top-Spiel. Nach einem Nürnberger Konter ließ Lino Tempelmann (23) in der 22. Minute vier Grün-Weiße im Sechzehner stehen und wurde dann von Veljkovic abgeräumt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nikola Dovedan (27) sicher zum 1:0 für den 1. FC Nürnberg (24.).

Während Werder das Spiel machte, setzte Nürnberg in der ersten Hälfte immer wieder gefährliche Nadelstiche und ging mit der knappen Führung in die Pause. Auch die zweite Halbzeit an der Weser begann munter. Erst zwang Werder-Stürmer Marvin Ducksch (28) Club-Torhüter Christian Mathenia (30) zu einer Parade, dann scheiterte Lukas Schleimer (22) am starken Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka (30).

Marvin Ducksch behauptet den Ball im Duell mit Christopher Schindler

Der SV Werder Bremen mit Torjäger Marvin Ducksch (l.) kam im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg um Christopher Schindler am Sonntag (17. April 2022) nicht über ein 1:1-Remis hinaus.

Werder-Trainer Ole Werner (33) bewies in der Folge das richtige Näschen, als er Mitchell Weiser für Felix Agu (22) brachte. Der 27-Jährige traf nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zum umjubelten Ausgleich. In der Folge drängten die Bremer auf die Führung. Kurz vor Schluss traf Torjäger Ducksch jedoch nur die Latte (87.). Obwohl Werder alles probierte, blieb es beim 1:1-Unentschieden. Bremen steht damit hinter Schalke auf dem zweiten Platz.

2. Bundesliga: Rote Karte für Hansa Rostock nach Faustschlag

In den weiteren Partien gewann Erzgebirge Aue beim 1. FC Heidenheim (2:0), Ingolstadt verlor zu Hause gegen Paderborn (0:1) und Rostock und Regensburg trennten sich 1:1. Für den Aufreger des Spiels sorgte eine Rote Karte von Rostocks Danylo Sikan (21), der sich kur vor Schluss zu einem Faustschlag hinreißen hatte lassen. (mn)

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