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,,Ich will hier keine Last sein‘‘ Herthas Trainer Dardai bietet seinen Abschied an

Pal Dardai steht mit einem Mikro unter einem Regenschirm.

Herthas Trainer Pal Dardai nach der Niederlage beim FC Bayern München am 28. August.

Hertha BSC ist das Schlusslicht de Bundesliga. Nach der 0:5-Niederlage beim FC Bayern bietet Hertha-Trainer Pal Dardai seinen Abschied an.

Berlin. Bei Hertha läuft es nicht. Der Hauptstadtklub steht nach dem dritten Spieltag auf dem letzten Platz. Mit null Punkten und einer Tordifferenz von minus acht. Gegen die Bayern gab es am Samstagabend (28. August) eine herbe 0:5-Klatsche. Dabei sollte doch in dieser Saison eigentlich alles besser werden.

Pal Dardai: „Ich hänge nicht an meinem Sitz“

Investor Lars Windhorst (44) stieg im Sommer 2019 bei Hertha ein, hatte die Vision, einen Big City Club zu formen. Zwei Jahre später ist davon noch immer wenig zu sehen, die ausgegebenen Ziele liegen in weiter Ferne. In der Saison 2019/2020 belegte Hertha BSC den zehnten Tabellenplatz, in der vergangenen Saison war es Platz 14. Bis zum Ende musste der Verein um den Klassenerhalt bangen.

Pal Dardai fleht seinen Spieler Matheus Cunha an, der mittlerweile bei Atlético Madrid spielt.

Pal Dardai fleht seinen Spieler Matheus Cunha am 13. Februar 2021 an. Nun ist der Brasilianer nicht mehr bei Hertha.

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Anfang dieses Jahres übernahm erneut Pal Dardai (45) den Trainerposten bei der Alten Dame – aus Pflichtgefühl, wie Dardai am Sonntag klarstellte. Er folgte auf Bruno Labbadia, der den Vorstellungen der Verantwortlichen um Windhorst nicht gerecht wurde. Nach der Niederlage in der Allianz-Arena am vergangenen Samstag zeigte sich der Ungar überraschend ehrlich: ,,Ich hänge nicht an meinem Sitz! Ich helfe aus‘‘, erklärte er im Presseraum von Hertha.

Dardai: „Pal ist ein kleiner Trainer“

,,Ich will hier keine Last sein‘‘, sagte er weiter und ergänzte: ‚'Hertha sucht seit langem schon einen großen Trainer, Pal ist ein kleiner Trainer.‘' Ob der Grund für die Talfahrt der Berliner alleinig bei Trainer Dardai zu suchen ist, darf aber bezweifelt werden.

Mit Matheus Cunha (22) musste der Verein in diesem Sommer einen wichtigen Hoffnungsträger verkaufen. Der brasilianische Olympiasieger ging für 30 Millionen Euro zu Atlético Madrid. Als Ersatz holte der BSC Ishak Belfodil (29) aus Hoffenheim.

Kevin-Prince Boateng mit geöffnetem Mund im Olympiastadion.

Kevin-Prince Boateng bei der Niederlage gegen Wolfsburg am 21. August.

Vor dieser Saison verpflichtete der neue Geschäftsführer Fredi Bobic (49) den Allrounder Kevin-Prince Boateng (34), der in der Jugend der Berliner ausgebildet worden war und zwischen 2005 und 2007 für Hertha in der Bundesliga spielte. Er sollte seine Erfahrung einbringen, das Team mit seiner Mentalität führen. In der Vergangenheit spielte er für Tottenham, den AC Mailand und auch den FC Barcelona. Bisher konnte er diese Führungsrolle noch nicht ausfüllen – gegen Bayern fehlte er aufgrund von Rückenbeschwerden.

Arne Friedrich garantiert Besserung

Jetzt steht die Länderspielpause an. Sportdirektor Arne Friedrich (42) ließ bei Social Media verkünden, dass Hertha die nun anstehende „Länderspielpause nutzen“ wolle, um sich neu auszurichten.

Gleichsam verkündete er, dass sich ein Spiel wie gegen Bayern nicht wiederholen dürfe und dies auch nicht passieren wird. Am 12. September muss der selbsternannte Big City Club zum Auswärtsspiel beim VfL Bochum, danach ist Greuther Fürth zu Gast im Olympiastadion.

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