Bobic hielt an Dardai fest Hertha-Sportboss mit knallhartem Satz über Trainer

Fredi Bobic, Arne Friedrich und Pal Dardai stehen vor dem Spiel auf dem Platz.

Fredi Bobic, Arne Friedrich und Pal Dardai (von links) am 8. August 2021 vor dem DFB-Pokalspiel beim SV Meppen.

Hertha BSC startete mit drei Niederlagen in die Saison, Trainer Pal Dardai bot danach indirekt seinen Rücktritt an. Fredi Bobic hielt aber an ihm fest und verrät nun, warum.

Berlin. Hertha BSC startete unter Trainer Pal Dardai (45) mit drei Niederlagen in die Bundesliga-Saison, hat sich aber mittlerweile gefangen.

Nach der 0:5-Pleite am dritten Spieltag beim FC Bayern sagte Dardai noch: „Ich hänge nicht an meinem Sitz! Ich helfe aus! Ich will hier keine Last sein.“

Fredi Bobic über Pal Dardai: „Wir brauchen Ruhe und Stabilität“

Nach zehn Spieltagen steht Hertha BSC mit zwölf Punkten auf Platz zwölf. Am Donnerstag (4. November 2021) äußerte sich auch Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic (50) noch einmal zu den brisanten Dardai-Aussagen von vor zwei Monaten.

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Der Ex-Frankfurter sagte auf DAZN, einen knallharten Satz über den Trainer: „Pal hat gemerkt: Er hätte nach drei Niederlagen und seinem emotionalen Fehler eigentlich fliegen müssen“, sagte der 50-Jährige, „das habe ich aber nicht gemacht, weil ich ihm und dem Verein zeigen wollte: Wir brauchen Ruhe und Stabilität.“

Fredi Bobic: „Wir haben die launischen Spieler aussortiert“

Zugleich erklärte der frühere Nationalspieler Bobic, dass Ausbrüche Dardais „in Zukunft nicht zu oft passieren“ dürfen, um das Klima innerhalb der Mannschaft nicht zu stören. Die Mentalität innerhalb des Teams werde nämlich immer wichtiger.

Der Geschäftsführer Sport hat sich deshalb auch nicht gescheut, Spieler wie Matheus Cunha (22, jetzt Atletico Madrid) oder Dodi Lukebakio (24, jetzt VfL Wolfsburg) abzugeben. „Deswegen haben wir im Sommer die launischen Spieler aussortiert und Jungs geholt, die wissen, was ihre Aufgabe ist, und die für Qualität und Mentalität stehen“, sagte Bobic, der weitere Veränderungen für die nächsten Transferperioden ankündigte.

Für den früheren Stürmer passt deshalb auch die Verpflichtung des bereits 34-jährigen Kevin-Prince Boateng. „Der Verein braucht ihn als Persönlichkeit, die nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben die Hertha vertritt“, sagte Bobic und betonte zugleich, dass die Anstellung „keine PR-Geschichte“ sei: „Denn er kann auch noch richtig gut Fußball spielen, wenn vielleicht auch nicht mehr wie ein 18-Jähriger. Aber er spielt eine Rolle, und die spielt er perfekt.“ (dpa)

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