Nächste Pleite gegen Heidenheim So würgt sich Fortuna in die 3. Liga

Torwart Raphael Wolf, Matthias Zimmermann und Christoph Klarer sind enttäuscht nach dem Gegentreffer gegen Heidenheim

Wieder mal geschlagen: Fortuna-Torwart Raphael Wolf (li.), Matthias Zimmermann und Christoph Klarer.

Fortuna Düsseldorf rauscht weiter Richtung Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Am Freitagabend verloren die Düsseldorfer 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim.

Düsseldorf. Wieder einmal hat Fortuna ihre Fans auf ganzer Linie enttäuscht! Die Düsseldorfer  würgten sich am Freitagabend (26. November 2021) gegen den 1. FC Heidenheim über lange Strecken einen zurecht. Als alles nach einem langweiligen 0:0 aussah, schlugen die Gäste in der Nachspielzeit zu.

Damit rutscht die Elf von Christian Preußer (37) noch näher an die Abstiegsränge der 2. Bundesliga. Der Trainer flüchtet sich in Durchhalteparolen und vermisst Beistand von oben.

Fortunda Düsseldorf: Uwe Klein forderte mehr Zweikampfhärte

Uwe Klein (51) brachte kurz vor der Partie noch einmal kurz und knapp die aktuelle Lage für Fortuna auf den Punkt: „Wir haben eine Phase, die uns nicht gefällt. Wir müssen heute den Bock umstoßen, die Zweikämpfe gewinnen und das Tor erzwingen“, sagte der Sportvorstand bei Sky.

Davon war aber leider wenig bis nix zu sehen: Zur Halbzeit hatte Fortuna nur 44 Prozent ihrer Zweikämpfe gewonnen, am Ende waren es 49. Da stand dann auch die dritte Heimniederlage im siebten Spiel fest. Es gab nur einen Sieg. Das ist Vereins-Negativrekord! Fortuna ist zu Hause nur noch ein Schatten ihrer selbst. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr war sie noch zweitstärkste Heimmannschaft der Liga.

Nach der Partie gab es auch die ersten zaghaften „Preußer raus!“-Rufe und ein gellendes Pfeifkonzert. Fortuna war vor nur noch knapp 14.000 Zuschauern gar nicht so schlecht in die Partie gekommen. Nach sechs Minuten prüfte der in den Anfangsminuten sehr agile Kristoffer Peterson mal Kevin Müller. Doch das war es dann eigentlich auch schon für den Heidenheimer Keeper in den ersten 45 Minuten. Einen Kopfball von Rouwen Hennings hielt er noch fest, der Treffer hätte aufgrund einer Abseitsstellung aber ohnehin nicht gezählt.

Die wohl beste Halbchance hatte Emmanuel Iyoha, der aber Probleme hatte, den Ball richtig zu kontrollieren, sonst hätte er freie Bahn aufs Tor gehabt. Und da Heidenheim ebenso wenig wirklich Gefährliches zustande brachte, war es auch eine relativ ruhige Halbzeit für Raphael Wolf, der für den an Corona erkrankten Florian Kastenmeier das Tor hütete.

Auch nach der Pause bauten die Düsseldorfer ein ganz kleines bisschen Druck auf. Doch: Nach einem Kopfball von Christoph Klarer und einem Distanzschuss von Peterson ebbte diese kurze Phase auch schnell wieder ab.

Robert Leipertz sorgt für K.o. von Fortuna Düsseldorf

Fortuna fehlten erneut jegliche Mittel, um den Gegner mal wirklich in Bedrängnis zu bringen. Wieder segelte Halbfeldflanke nach Halbfeldflanke in den Strafraum. Gefahr? Fehlanzeige! Und wieder einmal gab es kein strukturiertes Angriffsspiel durchs Zentrum. Die Düsseldorfer waren erneut viel zu einfach ausrechenbar. Am Ende war es ein Konter der Heidenheimer, der durch den eingewechselten Robert Leipertz (90.+2) den Last-Minute-K.o. brachte.

Der Fußballgott ist nicht auf unserer Seite
Christian Preußer

Preußer will aber wohl weiter nicht Klartext sprechen, sondern hat eine ganz eigene Sicht auf die Dinge: „Ich habe einen ordentlichen Heimauftritt gesehen. Wir hätten in Führung gehen können. Es ist uns jetzt schon mehrmals passiert, dass wir in der Nachspielzeit Punkte abgegeben haben. Das ist schmerzhaft. Wir haben einen richtigen Nackenschlag erlebt. Der Fußballgott ist nicht auf unserer Seite.“

Besorgniserregend: Fortuna hat aus den vergangenen Spielen von möglichen zwölf Punkten nur einen geholt. Je nachdem, wie die anderen Partien heute und morgen enden, kann der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz auf einen Punkt schmelzen.

Klaus Allofs muss sich an Job-Garantie messen lassen

Vorstand Klaus Allofs (64) hatte Preußer auch im Falle einer Heidenheim-Niederlage eine Job-Garantie ausgestellt. Daran wird er sich messen lassen müssen. Eines ist aber auch klar: Viele dieser Spiele kann sich Preußer nicht mehr leisten! Weiter geht es am kommenden Freitag (3. Dezember 2021) beim Tabellendritten Darmstadt.

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