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Es war nicht Boateng Lob bei Magath-Abrechnung: Ein Profi rettete Hertha fast im Alleingang

Felix Magath steht neben der Trainerbank von Hertha BSC

Felix Magath, hier im Relegations-Hinspiel am 19. Mai 2022, schrieb die Rettung bei Hertha BSC vor allem einem Profi zu.

Harte Abrechnung mit Hertha BSC: Felix Magath hat sich mit klaren Worten über seine Zeit in Berlin geäußert und dabei die Zustände beim Hauptstadt-Klub scharf kritisiert.

Das Chaos bei Hertha BSC geht auch nach der dramatischen Relegations-Rettung weiter – und ausgerechnet Feuerwehrmann Felix Magath (68) gießt wenige Tage nach dem geglückten Klassenerhalt jetzt noch einmal ordentlich Öl ins Feuer.

Nachdem die Rettungs-Mission erfüllt ist, gehen die Berliner und ihr Interims-Trainer zur neuen Saison wieder getrennte Wege. Geht es nach Magath, dann sind die Bedingungen für eine erfolgreichere Spielzeit in der Hauptstadt nur bedingt gegeben. Von seiner scharfen Kritik nahm er nur wenige Akteure und Verantwortliche aus.

Hertha BSC: Felix Magath kritisiert Chaos hinter den Kulissen

In einem Interview mit dem „Kicker“ holte er am Donnerstag (26. Mai 2022) zum Rundumschlag aus. „In der Breite hatte ich nie das Gefühl, dass sich der Klub gegen den Abstieg wehrt“, sagte der Coach und fügte an: „Es gab kein größtes Problem. Es gab nur Probleme.“

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Dass im Verein in der entscheidenden Phase der volle Fokus auf dem Bundesliga-Verbleib gelegen habe, habe er nicht gespürt, so Magath weiter. „Ich hatte in den neun Wochen das Gefühl, keine Hilfe zu haben“, sagte er über seine Zeit als Interims-Coach bei der Hertha: „Die Stimmung war eher: Paragraf eins – jeder macht seins.“

Felix Magath hebt Schlüssel für die Hertha-Rettung hervor

Gleichzeitig machte der frühere Meistercoach deutlich: Der vielfach kritisierte Kader habe sich auf Messers Schneide doch noch zusammengerauft und sich den Klassenerhalt damit verdient. Neben der Bedeutung von Routinier Kevin-Prince Boateng (35) machte Magath besonders einen Akteur für die Rettung verantwortlich: „Aber am meisten beigetragen hat zum Ligaverbleib Marvin Plattenhardt“.

Der Linksverteidiger und Standard-Spezialist habe „wegen seiner gesamten Person“ gewaltigen Anteil am Klassenerhalt: „Er stellte sich immer zur Verfügung. Mit seinen Standards und seiner Effizienz hat uns Plattenhardt in der Bundesliga gehalten“, lobte Magath. In sieben Partien unter seiner Leitung waren ihm vier Scorerpunkte gelungen.

Der Trainer-Routinier brachte den Ex-Nationalspieler (sieben Auftritte) nach seinem entscheidenden Freistoß-Tor in Hamburg auch gleich noch einmal für die DFB-Auswahl ins Gespräch: „Wenn er wirklich den Winkel anvisiert hat, ziehe ich meinen Hut – und sage unabhängig davon: Das ist einer für Hansi Flick.“

Hertha BSC schon lange im Chaos versunken

Von der Kritik ausgenommen: Geschäftsführer Fredi Bobic (50) der in seiner Premieren-Saison bei Hertha BSC ein Horror-Jahr mit zwei entlassenen Trainern und vielen sportlichen Enttäuschungen erlebte, während Ex-Klub Eintracht Frankfurt in der Europa League nach den Sternen griff.

„Er hat Probleme übernommen, die nicht erst seit letzter Woche da sind. Dieser Verein war jetzt das dritte Jahr hintereinander in der Nähe des Abstiegs. Das kam nicht plötzlich, sondern muss ein strukturelles Problem sein“, folgerte Magath. Er deutete damit auch an, dass ohne einen radikalen Kurswandel auch das kommende Jahr prekär werden könnte.

Kurz vor der Mitgliederversammlung der Berliner am Sonntag (29. Mai) spitzt sich die Lage rund um das Olympiastadion damit weiter zu. Präsident Werner Gegenbauer (71), schon lange im Clinch mit Investor Lars Windhorst (45), hatte am Dienstag (24. April) seinen Rücktritt nach 14 Jahren im Amt erklärt.

Am Folgetag beklagte er, Windhorst habe den „Verein angezündet“. Aus den tiefen Gräben im Inneren des Klubs machte auch Gegenbauer keinen Hehl: Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin müssten die entstandene „Spaltung rückgängig machen“ erklärte er dem „Tagesspiegel“. (bc)

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