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Schalke im Pokal abgeschossenWaren das die letzten Kramer-Szenen? Sport-Boss gibt Statement ab

Frank Kramer steht beim Pokal-Aus bei der TSG Hoffenheim ratlos vor der Schalker Bank.

Frank Kramer steht beim Pokal-Aus bei der TSG Hoffenheim ratlos vor der Bank von Schalke 04.

War es das Aus mit wehenden Fahnen für Schalke-Trainer Frank Kramer? Das 1:5 bei der TSG Hoffenheim im DFB-Pokal dürfte die Abschiedsvorstellung des Wackel-Trainers bei S04 gewesen sein.

von Béla Csányi (bc)

Trainer Frank Kramer (50) tigerte ratlos durch seine Coaching-Zone, Lizenzbereich-Leiter Gerald Asamoah (44) hielt hinter ihm fassungslos die Hände vors Gesicht: Schon in der 43. Minute des Schalker Pokal-Desasters bei der TSG Hoffenheim war klar, dass das zwölfte Kramer-Spiel als Schalke-Trainer gleichzeitig das letzte gewesen sein dürfte.

0:3 lag S04 am Dienstag (18. Oktober 2022) zu diesem Zeitpunkt bereits hinten, 0:2 hieß es schon nach der Anfangsviertelstunde. Das 1:5 nach 90 Minuten dürfte Kramer, der sich nach dem Bundesliga-Debakel gegen denselben Gegner am Freitag noch im Amt hatte halten können, auf Schalke kaum noch überstehen.

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Im Bundesliga-Duell der zweiten Pokalrunde war Königsblau erneut vollkommen überfordert, durch die zwei frühen Gegentore schon nach der Anfangsviertelstunde praktisch ausgeschieden. Am Ende sorgte die Pleite bei der TSG um Ex-S04-Coach André Breitenreiter (49) nicht gerade für Eigenwerbung von Wackel-Coach Kramer.

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„Wir haben in keinster Weise das Gesicht, die Tugenden gezeigt, die wir zeigen wollten. Das macht mich fast sprachlos“, sagte Kramer: „Die Wehrlosigkeit ist mir fast ein Rätsel. Wir haben alle den Verein im Stich gelassen.“ Sein Sportchef Rouven Schröder (47) sprach kurz darauf bei Sky Klartext: „Da kann keiner mit zufrieden sein, das können wir auch so in der Form nicht akzeptieren.“

Schröder nahm zwar die Mannschaft ausdrücklich in die Pflicht, sagte mit Blick auf die Trainerfrage aber auch: „Das Spiel kann uns nicht in Ruhe lassen, wir werden jetzt wirklich ein paar Minuten finden, auch jetzt nach dem Spiel und auch die ganze Nacht, wir werden jetzt nur noch hierbleiben, um die ganzen Sachen zum einen zu analysieren, aber auch klar auf den Punkt zu bringen. Und, wie gesagt, das Ende ist offen.“

Kramer hatte zuvor wie angekündigt zum ersten Mal auf eine Fünferkette in der Abwehr umgestellt, doch darauf hatte sich Hoffenheim bestens vorbereitet. Eine frühe Gelegenheit ließ die stürmische TSG gegen ihren einstigen Interims-Coach noch liegen, nach fünf Minuten versenkte dann Munas Dabbur zur Führung. Angeliño baute in der 16. Minute per Aufsetzer den Vorsprung aus. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Schalke zeigte auch in der Folge kaum Widerstand, brachte offensiv kein Bein auf den Boden. Das dritte Tor durch Dabbur kurz vor der Pause spiegelte die Kräfteverhältnisse in Sinsheim angemessen wider – und war gleichzeitig ein Spiegelbild des aktuellen Schalker Leistungsvermögens mit jetzt fünf Pflichtspiel-Pleiten in Serie (Torverhältnis 3:16).

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Hatte Kramer da schon resigniert? Die Halbzeitpause nutzte er nicht einmal voll aus, war schon frühzeitig wieder zurück auf seiner Trainerbank.

Entsprechend mau auch der Effekt der Pausen-Ansprache: Gerade mal 38 Sekunden nach Wiederbeginn klingelte es erneut, eine Abseitsstellung verhinderte aber den vierten Gegentreffer. Das holten die Gastgeber in der 51. Minute nach, als der vor Saisonbeginn von Schalke nach Hoffenheim verkaufte Ozan Kabak nach einem Freistoß zum 4:0 traf. Den fünften Treffer schenkte Kaderabek den Knappen dann nach gut einer Stunde ein.

Immerhin ein Ehrentreffer war Kramers Team vergönnt, Joker Dominick Drexler traf 20 Minuten vor dem Ende nach einer Co-Produktion mit dem ebenfalls nach einer Stunde eingewechselten Sebastian Polter. Ob sie die letzten Joker der Kramer-Ära bleiben oder es gegen Hertha BSC am Sonntag ein Bundesliga-Endspiel gibt, muss jetzt Rouven Schröder entscheiden. Dessen Gesichtszüge auf der Gäste-Bank sprachen während der 90 Minuten bereits Bände.