Wirbel um Grabstätte 25 Jahre nach seinem Tod: Schalke-Legende „Stan“ Libuda wird umgebettet

Das Grab von Reinhard Libuda an seinem Todestag am 25. August 2021

Das Grab der Schalke-Legende Reinhard „Stan“ Libuda auf dem Ostfriedhof in Gelsenkirchen an seinem 25. Todestag, dem 25. August 2021. Der Ehrenspielführer der Schalker erhält nun eine neue Ruhestätte.

Reinhard „Stan“ Libuda ist Legende und Ehrenspielführer des FC Schalke 04. Doch nun werden seine sterblichen Überreste umgebettet.

Er verzückte die Schalker Fans in den 60er- und 70er-Jahren mit seinen unwiderstehlichen Dribblings, dann ging er viel zu früh von dieser Welt: Reinhard „Stan“ Libuda (†52). Zuletzt gab es nun Wirbel um die Grabstätte der Gelsenkirchener Ikone.

Denn weil seine Familie die Liegezeit der Grabstätte auf dem Ostfriedhof in Gelsenkirchen-Bismark nicht verlängern wollte, drohte dem Grab die Einebnung. Doch nun gibt es eine Lösung. Libuda, der am 25. August 1996 gestorben war, erhält jetzt ein neues Grab!

Schalke-Legende Reinhard „Stan“ Libuda erhält neue Grabstätte

„Am kommenden Samstag um 11.04 Uhr werden die Gebeine von Reinhard Libuda in einem symbolischen Akt auf das Schalker Fan-Feld umgebettet. Er wird die Grabstelle mit der Nummer 7 – seine frühere Trikotnummer – erhalten“, sagte Ender Ulupinar, der Geschäftsführer des Gemeinschaftsgrabfelds auf dem Friedhof in Gelsenkirchen-Beckhausen gegenüber „RevierSport“.  Dort können sich Fans des FC Schalke 04 seit dem Jahr 2012 bestatten lassen.

„Zusammen mit der Stiftung Schalker Markt wollen wir einen Erinnerungsort für einen der größten Schalker aller Zeiten schaffen, damit Libuda nie vergessen wird“, ergänzte Ulupinar.

Die Umbettung wird mit einer kleinen Gedenkfeier stattfinden. Unter anderem die ehemaligen S04-Mitspieler Klaus Fischer (72) und Klaus Fichtel (77) werden teilnehmen. Auch BVB-Präsident Reinhard Rauball (75) hat sich angekündigt.

Reinhard Libuda reckt den DFB-Pokal in die Höhe.

Legendäres Spiel: Reinhard Libuda stemmt am 1. Juli 1972 den DFB-Pokal in die Höhe. Der Rechtsaußen absolvierte für den FC Schalke 04 zwischen 1962 und 1971 ganze 255 Pflichtspiele.

Zuvor war auch darüber spekuliert worden, dass Libudas bisherige Ruhestätte zum Ehrengrab erklärt werden könnte. Doch das erlaubt die Satzung der Stadt Gelsenkirchen nicht. Denn: Libuda galt nach seinem Meineid im Bundesliga-Skandal der 1970er-Jahre als vorbestraft. Im Manipulations-Skandal war Libuda seinerzeit im September 1972 zunächst auf Lebenszeit gesperrt, aber im Januar 1974 begnadigt worden.

Reinhard „Stan“ Libuda: Er verzückte Schalke-Fans mit seinen Dribblings

Libuda, der aus der Schalker Jugend stammte, absolvierte für die Königsblauen zwischen 1962 und 1971 ganze 255 Pflichtspiele (35 Tore, 32 Assists) – und wurde von den Fans als trickreicher und eleganter Rechtsaußen vergöttert. Ab 1965 lief er zwischenzeitlich drei Jahre für Schalkes Erzrivale Borussia Dortmund auf (85 Partien – 10 Tore, 24 Vorlagen). Mit dem BVB holte er 1966 den Europapokal der Pokalsieger, 1972 gewann er mit Schalke noch den DFB-Pokal. 1976 beendete er dann seine aktive Karriere bei den Gelsenkirchenern, für die er zuvor aber schon länger nicht mehr zum Einsatz gekommen war.

Der 26-fache deutsche Nationalspieler hatte nach seiner Profi-Karriere mit diversen privaten und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er erlag im August 1996 den Folgen eines Schlaganfalls. Nach dem S04-Ehrenspielführer ist eine Zufahrtsstraße an der Veltins-Arena bennant. Nun wird er auf dem Schalker Fan-Feld für immer seine letzte Ruhe finden. (kos)

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