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Krise beim FC Bayern Markus Babbel kritisiert Joshua Kimmich scharf: „Wie wenn er Ballerina-Schuhe anhätte“

Trainer Markus Babbel von Luzern beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und den BSC Young Boys.

Markus Babbel sitzt am 22. Oktober 2017 auf der Trainerbank des FC Luzern.

Die Bayern-Krise ist pünktlich zum Oktoberfest da. Und wie das bei Bayern-Krisen so ist, melden sich jede Menge Ex-Spieler zu Wort. Jetzt auch Markus Babbel.

Bei keinem anderen Bundesligisten melden sich regelmäßig so viele ehemalige Profis zu Wort wie beim FC Bayern München. Das ist besonders so, wenn es sportlich einmal nicht wie gewünscht läuft.

Markus Babbel (50) kennt den FC Bayern München gut. Von 1991 bis 2000 stand er als Abwehrspieler beim Rekordmeister unter Vertrag. In dieser Zeit kam er auf 261 Pflichtspiele, 17 Tore und 13 Vorlagen.

Markus Babbel erkennt bei Joshua Kimmich keine Disziplin

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde Babbel Trainer. Er coachte in der Bundesliga den VfB Stuttgart, Hertha BSC und die TSG Hoffenheim. Nach Stationen im Ausland beim FC Luzern in der Schweiz und Western Sydney Wanderers in Australien ist der frühere Nationalspieler seit 2020 ohne Job im Fußball.

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Und deshalb macht er das, was ehemalige Bayern-Spieler in so einem Fall gerne tun: Babbel kritisiert den FC Bayern München. Die zuletzt im September 2022 gezeigten sportlichen Leistungen des Teams von Trainer Julian Nagelsmann (35) geben das auch her. Doch Babbel konzentriert sich bei seinen Aussagen zum FC Bayern nicht auf den massiv in die Kritik geratenen Trainer.

Babbel schießt stattdessen gegen Nationalspieler Joshua Kimmich (27). Der Mittelfeldspieler ist einer der Top-Verdiener bei den Bayern und soll als Führungsspieler auf dem Platz vorangehen. Doch Babbel hat aktuell große Defizite in Kimmichs Spiel bei den Bayern ausgemacht.

„Joshua Kimmich hat sich in den letzten Jahren ein Standing erspielt, da haben wir alle gesagt: Weltklasse, überragend. Schon in der vergangenen Saison ist mir aber aufgefallen, dass er nicht mehr die Disziplin hat, auf seiner Position zu spielen. Kimmich spielt mal auf der Sechs, dann auf der Acht, als Zehner oder Linksaußen. Er turnt überall herum, nur nicht da, wo er spielen sollte“, sagt Babbel jetzt im Interview mit dem TV-Sender „Sky“.

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Doch Babbel ist noch längst nicht fertig mit seiner Kritik. Er legt nach: „Mittlerweile habe ich bei ihm das Gefühl, dass er glänzen will und dass man ihn aufgrund seines Status nicht mehr angreifen, geschweige denn berühren darf. Wie wenn er Ballerina-Schuhe anhätte, fällt er auf einmal nur noch hin.“

„Ich erwarte, dass er wieder mehr dagegenhält. Das hat ihn zuvor so ausgezeichnet. Spielt Kimmich diszipliniert auf seiner Position, ist der FC Bayern überragend. Macht er das künftig wieder, bin ich davon überzeugt, dass es bald wieder besser bei den Bayern laufen wird als aktuell“, wagt der Europameister von 1996 einen Blick in die Glaskugel.

Und was, wenn Kimmich sich nicht den taktischen Ratschlägen Babbels folgt? Dafür hat der 50-Jährige auch ein Rezept. „Dann musst du eben auch mal Kimmich auf die Bank setzen und ein Zeichen setzen, wenn er nicht das macht, was verlangt wird“, gibt Babbel auch gleich Bayern-Trainer Nagelsmann einen Gratis-Tipp. (can)

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