Symbol des Stadtrivalen Fauxpas? Bayern-Neuzugang Sadio Mané zeigt sich mit 1860-Wappentier

Sadio Mané posiert im weißen Hemd, hinter ihm ist das Wappen des FC Bayern zu sehen.

Sadio Mané bei seiner Vorstellung beim FC Bayern München am 22. Juni 2022.

Bayerns Neuzugang Sadio Mané ist ganz frisch in München. Über die Lokalrivalität zwischen dem FCB und 1860 muss er sich aber gegebenenfalls noch einmal informieren.

Die Verpflichtung von Liverpools Sadio Mané (30) ist eine echte Ansage des FC Bayern gewesen, schließlich zählt der Senegalese zu den dribbelstärksten Fußballern der Welt.

Am Freitag (8. Juli 2022) hat der Flügelstürmer zum ersten Mal am Training an der Säbener Straße teilgenommen – allerdings fand die Einheit wegen „baulicher Maßnahmen“ am Trainingsgelände unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Tags zuvor konnten ihn jedoch einige Bayern-Fans zu Gesicht bekommen. Und zwar als Mané am Donnerstag (7. Juli) in ein Nobelhotel in München eincheckte.

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Dabei trug er einen Rucksack – auf dem das Wappentier des ungeliebten Stadtnachbarn TSV 1860 München prangte!

FC Bayern: Sadio Mané mit Löwen-Rucksack unterwegs

Natürlich war nicht das Vereinsemblem vom TSV 1860 München auf dem Rucksack zu sehen, sondern das Wappen der senegalesischen Nationalmannschaft, mit der Mané im Frühjahr 2022 den Afrika-Cup geholt hatte.

Wie auf dem Wappen des TSV ist auch auf dem Logo des senegalesischen Verbands ein Löwe zu erkennen. Während das Wappen der Münchner Löwen in schwarz-weiß gehalten ist, ist das vom Senegal grün-gelb-rot (siehe Foto).

Sadio Mané sitzt auf dem Platz.

Sadio Mané trägt neben dem Logo von Ausrüster Puma auch das Löwen-Wappen des senegalesischen Verbands auf der Brust. Das Foto ist vom 28. Juni 2018.

Von einem wirklichen Mané-Fauxpas kann also nicht die Rede sein.

München: Abedi Pelé unterschrieb beim falschen Verein

Zwar hat niemand Mané den Löwen-Rucksack übel genommen, dennoch ist es für Fußballprofis sinnvoll, sich bei einem Vereinswechsel bereits frühzeitig mit den Vereinsfarben und der Historie sowie den Rivalitäten des neuen Klubs auseinanderzusetzen.

Denn: Wer das nicht tut, kann so enden wie der ehemalige Bundesliga-Profi Abédi Pelé (57).

Der Ghanaer wechselte 1996 aus Turin nach München – im Glauben, er würde künftig das rote Trikot des FC Bayern tragen. In Wirklichkeit hatte er aber bei den Blauen unterschrieben. Pelé blieb den Münchner Löwen trotz dessen zwei Jahre erhalten.

Die Fanrivalität zwischen dem FC Bayern und dem Drittligisten TSV 1860 ist innerhalb der Stadtgrenzen Münchens schon zu spüren, fußballerisch aktuell aber nicht mehr vorhanden.

Das letzte Aufeinandertreffen der Profi-Teams liegt bereits 14 Jahre zurück. Damals schlug der Rekordmeister die Löwen im Viertelfinale des DFB-Pokals mit 1:0 nach Verlängerung. (jm)

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