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„Da wurden Grenzen überschritten“ Flick hält Brandrede nach Hetze gegen Salihamidzic

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Nach langen Streitigkeiten raufen sich Hasan Salihamidzic (l.) und Hansi Flick (r.), hier beim Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen am 20. April, offenbar wieder ein wenig zusammen.

München – Bayern-Trainer Hansi Flick (56) und Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic (44) sind bekanntermaßen längst nicht immer einer Meinung. Nach Wochen des Zwists sowie interner und öffentlicher Auseinandersetzungen stärkte der Coach seinem Vorgesetzten am Freitag (23. April) jedoch den Rücken.

  • Hansi Flick verurteilt Hetze und Beleidigungen gegen Hasan Salihamidzic
  • FC Bayern: Fans geben Brazzo Schuld an Flicks Vertragsauflösung
  • Robert Lewandowski vor Comeback gegen FSV Mainz 05

Bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des FC Bayern München in Mainz am Samstag (24. April, 15.30 Uhr/Sky) verurteilte der Erfolgscoach das Vorgehen, mit dem einige Personen Kritik an den Entwicklungen um Flicks Vertragsauflösung im kommenden Sommer geübt hatten. 

FC Bayern: Hansi Flick verteidigt Hasan Salihamidzic

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Die Hetze und Beleidigungen gegen Brazzo und dessen Familie vor allem im Internet seien „ein No-go“, betonte Flick, „da wurden Grenzen überschritten. Das ist eine Sache, die ich absolut missbillige, das geht überhaupt nicht!“ 

Viele Bayern-Fans haben Salihamidzic im wiederholten Streit mit Flick über die sportliche Ausrichtung als Buhmann ausgemacht. Sie werfen ihm vor, den Wunsch des Coaches nach Vertragsauflösung provoziert zu haben.

Präsident Herbert Hainer (66) hatte am Donnerstag (22. April) betont, der Klub habe nichts gegen sachliche Kritik, verwehre sich aber entschieden gegen persönliche Angriffe und Hass.

Hansi Flick bescheinigt Hasan Salihamidzic „enormen Anteil” am Erfolg

„Bei allen Dingen, die Brazzo und ich hatten, sind wir nie ins Persönliche gegangen, mir ging es immer um den Weg“, sagte Flick und hob sein gutes Verhältnis zur Familie Salihamidzic hervor. Er verfolge lediglich „einen anderen Ansatz“ als sein direkter Vorgesetzter, „aber das heißt nicht, dass wir uns nicht schätzen“. Salihamidzic habe „einen enormen Anteil“ am großen Münchner Erfolg.

Flick schien das sensible Thema regelrecht aufzuwühlen, er wurde grundsätzlich. „Wir müssen aufpassen, dass solche Dinge nicht an der Tagesordnung sind“, sagte er: „Es geht nur um Fußball. Das ist wichtig, aber nicht das Wichtigste im Leben. Das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen.“

Robert Lewandowski vor Bundesliga-Comeback

Deutlich optimistischer und freudiger blickte der Bayern-Coach auf das kommende Wochenende, an dem mit einem Sieg in der Bundesliga die nächste Meisterschaft des Rekordmeisters besiegelt wäre. Das rief der Weltmeister-Co-Trainer von 2014 sogleich zum Ziel aus: Man wolle, „die Meisterschaft einfahren” ‒ und das „so schnell wie möglich”.

Dafür, dass das gelingt, soll ein Rückkehrer sorgen: Robert Lewandowski (32) steht am Samstag seit seiner Verletzung Ende März erstmals wieder im Kader des FCB. Der polnische Super-Stürmer hat somit vier Liga-Spiele, um den Tor-Rekord von Bayern-Legende Gerd Müller mit 40 Treffern einzustellen oder ihn gar zu überbieten. 

„Das große Ziel hat er. Wir werden versuchen, ihn zu unterstützen“, erklärte Flick. Lewandowski steht aktuell bei 35 Torerfolgen. Auch Nationalspieler Serge Gnabry (25) könnte in Mainz nach seiner Corona-Infektion wieder zum Münchner Kader gehören. (sid, dpa, bl)

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