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„Mal wieder großes Kino“ HSV-Elfer von Werbung geschluckt: Fans schießen heftig gegen Sky

Benedikt Gimber im Zweikampf mit Mikkel Kaufmann

Jahn Regensburg mit Benedikt Gimber (r.) unterlag am Samstag (23. April 2022) dem Hamburger SV mit 2:4. Wirbel gab es am Rande der Partie um den übertragenden Pay-TV-Sender Sky.

Der Hamburger SV hat mit einem 4:2-Erfolg beim SSV Jahn Regensburg seine zarten Aufstiegshoffnungen in der 2. Bundesliga am Leben erhalten. Wirbel gab es am Rande der Partie um den Pay-TV-Sender Sky.

Es ist seit jeher eine knifflige Kiste am Fußball-Samstag: Wenn sich die erste und zweite Liga am Nachmittag die Klinke in die Hand geben, herrscht auch beim Pay-TV-Sender Sky Anspannung pur. Der Grund: Zum Anpfiff der Bundesliga-Spiele um 15.30 Uhr sind diverse Partien des Unterhauses meist noch nicht abgepfiffen. So auch am Samstag (23. April 2022).

Wer seinen Herzensklub aus der zweiten Liga über die volle Spieldistanz und bis in eine eventuelle Nachspielzeit sehen will, muss meist für die letzten Minuten noch einmal den Kanal wechseln. Für die Fans des Hamburger SV wurde das jedoch diesmal zum echten Ärgernis.

Fans des Hamburger SV aufgebracht: Sky schaltet bei Elfmeter um

Der HSV wahrte am Samstag durch einen 4:2-Erfolg bei Jahn Regensburg die Chance auf die Bundesliga-Rückkehr – auch wenn fünf Zähler Rückstand auf den zweitplatzierten FC Schalke 04 (1:4 gegen Werder Bremen) bei drei verbleibenden Spieltagen ein dickes Brett sind.

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Allerdings: Die Schlussphase der Partie in Regensburg war für die HSV-Fans eine echte Nervenschlacht: In der 88. Minute hatte Andreas Albers (32) die Regensburger per Strafstoß zum umjubelten 2:2 geschossen. Die Hamburger Aufstiegshoffnungen schienen gestorben. Doch tatsächlich! Josha Vagnoman (21) brachte die Rothosen in der 90. Minute wieder in Front. Doch es gab noch fünf Minuten Nachschlag...

Und in der Nachspielzeit ging es hin und her, es herrschte Spannung pur. Dann ertönte in der fünften Minute der Nachspielzeit der zweite Elfmeterpfiff des Spiels. Die Riesen-Chance für David Kinsombi (26), den Deckel für den HSV draufzumachen. Der Hamburger Mittelfeldmann legte sich den Ball zurecht, wartete auf den Pfiff, lief an und... zack! Plötzlich wechselte Sky auf dem Kanal zur Übertragung der Bundesliga-Partie 1. FC Köln gegen Arminia Bielefeld.

Sky schaltet bei HSV-Elfmeter zur 1. Bundesliga

Fans der Hamburger mussten nun vom Kanal „Bundesliga 5“ zu „Bundesliga 9“ wechseln, um die Ausführung des Strafstoßes noch mitzuerleben. Allein: Die Zeit dafür reichte nicht. Zwar hatte der Sender schon zuvor per Bauchbinde darauf hingewiesen, den Kanal zu wechseln. Viele Fans an den TV-Bildschirmen waren aber wohl zu gebannt von der spannenden Schlussphase, dass sie diesen Hinweis nicht mitbekamen.

David Kinsombi trifft per Elfmeter zum 4:2 im Spiel bei Jahn Regensburg

David Kinsombi erzielte für den Hamburger SV am Samstag (23. April 2022) per Elfmeter den Treffer zum 4:2 im Spiel bei Jahn Regensburg.

Auch die Zweitliga-Konferenz wurde parallel abrupt beendet. Dort ging es statt auf „Bundesliga 3“ auf „Bundesliga 7“ weiter. Klar, dass es in den sozialen Netzwerken sofort ordentlich Kritik am Sender gab.

„Hey Sky. Danke, ich hätte den Elfmeter gerne noch gesehen. In dem Moment die Konferenz zu beenden ist nicht in Ordnung“, monierte ein Fan auf Twitter. „Mal wieder großes Kino“, spottete ein anderer und legte nach: „So macht Fußball Spaß.“ Ein weiterer TV-Zuschauer wollte wissen: „Könnt ihr mir verraten, warum Sky die Zweitliga-Konferenz in der 94. Minute um 15.24 Uhr abbricht – kurz vor der Ausführung des Elfers für den HSV?“

Häme gab's auch für eine Werbe-Einblendung des Pay-TV-Senders: So lief nach dem plötzlichen Ende der Zweitliga-Konferenz ein Spot für ein bekanntes Hygiene- und Rasierklingen-Unternehmen. Der Slogan „Bis zum letzten Tor hautnah dabei. Die Bundesliga Konferenz bei Sky!“ Ohne Frage eine etwas unglückliche Platzierung...

Am Ende dürfte sich der Ärger bei den HSV-Fans dennoch schnell gelegt haben. Denn irgendwann dürfte auch der letzte erfahren haben: Kinsombi war cool geblieben und hatte den Elfer zum 4:2-Endstand versenkt. (kos)

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