„Das war große Scheiße“ Reiner Calmund poltert im „Doppelpass“ über Löw-Abschied

Erstmals seit dem Aus als Stamm-Moderator begrüßte Thomas Helmer am Sonntag wieder die Gäste im „Doppelpass“. Thema bei Reiner Calmund, Stefan Effenberg und Co. war diesmal die deutsche Nationalmannschaft.

München. Sechs Spiele, sechs Siege und ein furioses Torverhältnis von 27:1. Mit einem Startrekord hat sich Hansi Flick (56) als Bundestrainer perfekt eingefügt. Im „Doppelpass“ auf Sport1 gab es am Sonntag (14. November 2021) entsprechend vor allem Kritik am Drumherum beim DFB.

Großes Thema: Der verunglückte Abschied von Joachim Löw (61) beim Länderspiel am Donnerstag (11. November 2021) in Wolfsburg. Besonders Reiner Calmund (72) konnte seinen Ärger über die Zeremonie kaum verbergen.

Reiner Calmund schießt im „Doppelpass“ wegen Löw-Zeremonie gegen DFB

„Ich möchte einen Satz sagen: Das war große Scheiße“, polterte Calli los: „Jogi Löw hat die meisten Spiele gemacht und damit die meisten gewonnen, da wäre ein bisschen mehr Lametta schon erforderlich gewesen. “

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Der kurze und unterkühlte offizielle Teil in der Volkswagen-Arena sei für einen Weltmeister-Trainer unwürdig gewesen, so die Manager-Legende: „Den besten Satz hat Hansi Flick gesagt: ‚Ohne Jogi Löw würde ich heute hier nicht sitzen‘. Das hat alles, was der DFB gemacht hat, voll in den Schatten gestellt.“

Calmund beklagte: „Auch der letzte Doof hat gemerkt, dass es da um nichts mehr geht. Wäre es vielleicht möglich gewesen, zu sagen: Wir bauen diese Abschiedszeremonie mit 15 Minuten in die Anstoßzeit rein? Ich glaube, dass es möglich gewesen wäre.“

Reiner Calmund und Stefan Effenberg loben DFB-Start von Hansi Flick

Deutlich besser kam die Bewertung der sportlichen Lage weg, nachdem Flick der Nationalmannschaft wieder die unter Vorgänger Löw verlorengeglaubte Leichtigkeit verliehen hatte. Entsprechend positiv äußerte sich Calmund zur aktuellen Lage: „Eins habe ich festgestellt, seit der Hansi Flick da ist: Die Stimmung war sehr, sehr gut, in allen Spielen. Das ist ihm mal gelungen.“

So sah es auch Stefan Effenberg (53). „Es ging für die Nationalmannschaft darum, die Zuschauer zurückzugewinnen. Wie würden wir heute darüber diskutieren, wenn das Spiel 1:0 oder 2:1 ausgegangen wäre? Das 9:0 war enorm wichtig, um die Zuschauer zurückzugewinnen“, hielt er fest.

Der Ex-Nationalspieler ist davon überzeugt, dass der DFB die aktuelle Lage realistisch einschätzen könne: „Die Jungs und auch Hansi Flick wissen doch, was sie noch zu tun haben auf dem Weg zur WM.“

Thomas Helmer zurück beim „Doppelpass“ auf Sport1

Am Freitag hatte Sport1 für viele überraschend verkündet, dass der langjährige Moderator Thomas Helmer (56) sein „Doppelpass“-Comeback geben sollte. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Florian König (54) war zuletzt wochenlang Helmers Vor-Vorgänger Rudi Brückner (66) eingesprungen.

Auf EXPRESS.de-Nachfrage betonte der Sender allerdings, der Helmer-Einsatz sei bereits langfristig geplant gewesen, weil König eigentlich die RTL-Übertragung des WM-Qualifikationsspiels zwischen Armenien und Deutschland am Sonntag (18 Uhr) vorgesehen war. 

„Keine Sorge, ich bin nur der Stellvertreter vom Stellvertreter und freue mich, dass ich heute hier sein darf“, sagte Helmer am Sonntagmorgen zur Begrüßung. (bc)

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