Krempelt sie die Bundesliga um? Neue DFL-Chefin Hopfen über Spiele in Saudi-Arabien und Play-offs

Donata Hopfen schaut in die Kamera.

Donata Hopfen, hier am 14. August 2021, ist seit Januar 2022 neue Chefin der DFL.

Donata Hopfen ist seit Januar 2022 neue Chefin der Deutschen Fußball Liga (DFL). Nun sprach sie über ihre Pläne und unter anderem auch eine Gehaltsobergrenze oder Bundesliga-Spiele in Saudi-Arabien.

Seit dem Jahreswechsel ist sie im Amt, an der DFL-Spitze sitzt mit Donata Hopfen (45) nun eine Frau! Und die Nachfolgerin von Christian Seifert (52) hat anscheinend große Pläne mit dem deutschen Fußball, scheut sich jedenfalls nicht vor großen Ideen.

Egal ob Playoffs in der Bundesliga, Spiele in Saudi-Arabien oder auch eine allgemeine Gehaltsobergrenze, die 45-Jährige wehrt sich gegen jegliche Denkverbote.

DFL-Chefin Donata Hopfen: „Wir können aktuell gar nichts ausschließen“

„Es gibt für mich keine heiligen Kühe“, sagte sie am Sonntag (6. Februar 2022) der „Bild“. Wenn der Liga im Sinne des Wettbewerbs Playoffs (wie im Eishockey oder auch der NFL) helfen würden, „dann reden wir über Playoffs“.

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„Die Liga wäre natürlich attraktiver, wenn sie mehr Wettbewerb an der Spitze hätte“, sagte die DFL-Chefin mit Blick auf den möglichen zehnten Titel des FC Bayern München in Serie. „Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass die Bayern in den letzten Jahren ein Superjob gemacht haben.“

In Spanien und Italien wird der Supercup bereits im fernen Saudi-Arabien ausgetragen (trotz großer Kritik). Ist so ein Modell auch für Deutschland denkbar? „Jede Maßnahme, die uns in Zukunft Geld bringen soll, muss zu uns passen. Ich finde aber, wir können in dieser Hinsicht aktuell gar nichts ausschließen“, entgegnet Hopfen.

Donata Hopfen bringt Gehaltsobergrenze ins Spiel

Aufgrund der internationalen Konkurrenz und großen finanziellen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie, müsse die DFL „aufpassen, dass wir nicht in eine Abwärtsspirale geraten.“

Hopfen ist zudem der Meinung, dass eine Gehaltsobergrenze gesund für den Fußball wäre. Zwar wurden große Stars das Geld auch wert sein und es unter anderem durch Trikotverkäufe wieder selber erwirtschaften, allerdings könne sie auch verstehen, dass die Gehälter heutzutage nur noch schwer nachvollziehbar sind.

„Deshalb bin ich der Meinung, dass sich der Fußball einen Gefallen tun würde, wenn man Spielergehälter reguliert. Auch, weil dies die Chancengleichheit innerhalb Europas stärken würde. Denn viel Geld, das an Gehältern, Ablösesummen oder an Berater gezahlt wird, geht nicht in die Entwicklung von jungen Spielern oder professionellen Strukturen“, erklärt die DFL-Chefin.

Donata Hopfen: „Unsere wichtigste Aufgabe für die Zukunft“

Die DFL müsse angesichts der starken internationalen Konkurrenz und der heftigen finanziellen Auswirkungen der Pandemie „aufpassen, dass wir nicht in eine Abwärtsspirale geraten“, betonte Hopfen (45). Zugleich forderte sie, „den Fan wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen“. Dies sei „unsere wichtigste Aufgabe für die Zukunft“.

Abschaffen würde Hopfen die Bezeichnung „Die Mannschaft“. „Für mich war und bleibt es auch in Zukunft die Nationalmannschaft“, sagte sie. Den ungeliebten Slogan zu verbannen hatte unlängst der Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (62) ins Gespräch gebracht, der in Präsidium und Aufsichtsrat der DFL sitzt. (tsc/sid)

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