„So ungerecht“ Schonungslose Worte: BVB-Legende Schmelzer rechnet mit DFB-Team ab

Marcel Schmelzer winkt den Fans von Borussia Dortmund

Eine BVB-Legende macht Schluss: Marcel Schmelzer verabschiedet sich am 34. Bundesliga-Spieltag (14. Mai 2022) nach der Partie gegen Hertha BSC von den Fans von Borussia Dortmund.

Nach einer bewegten Karriere hängt der langjährige Bundesliga-Profi Marcel Schmelzer die Schuhe an den Nagel. Der Ex-Verteidiger von Borussia Dortmund trat nun noch einmal gegen das DFB-Team nach.

Still und leise verabschiedet sich eine echte BVB-Legende von der großen Fußball-Bühne. Nach einer Leidenszeit voller Verletzungen und Rückschläge hat Marcel Schmelzer (34) offiziell einen Schlussstrich unter seine aktive Profi-Karriere gezogen.

Nach 17 Jahren bei Borussia Dortmund, 367 Pflichtspielen, zwei Meisterschaften (2011, 2012) sowie drei Pokal-Siegen (2012, 2017, 2021) hört Schmelzer auf. 

In einem großen Abschieds-Interview hat der Linksverteidiger nun auf der BVB-Website seine Zeit beim Ruhrpott-Klub noch einmal Revue passieren lassen – aber auch heftig gegen die deutsche Nationalmannschaft ausgeteilt!

Marcel Schmelzer tritt gegen deutsche Nationalmannschaft nach

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Schmelzer lief in seiner Karriere 16-mal für das DFB-Team auf, sein letztes Länderspiel absolvierte er am 5. März 2014 beim 1:0 im Test gegen Chile.

Marcel Schmelzer im Zweikampf mit Francisco Silva

Marcel Schmelzer lief 16-mal für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf – sein letztes Spiel absolvierte er beim 1:0 am 5. März 2014 gegen Chile.

An seine Nationalmannschafts-Zeit erinnert sich Schmelzer aber offenbar nur ungern zurück. „In Dortmund habe ich mich mit meinen Konkurrenten immer gut verstanden. In der Nationalmannschaft wird dir auf eine andere Weise ‚Hallo‘ von deinen Konkurrenten als von den übrigen Spielern gesagt. Im Training wird auch anders agiert. Damit habe ich mich anfangs schwergetan. Ich fühlte mich unwohl“, sagte er nun.

Schmelzer weiter über seine schwierige DFB-Zeit: „Freude hatte ich dort nie. Vorher in der U21 – das war ein schönes Jahr unter Horst Hrubesch mit dem Gewinn der Europameisterschaft, das war mega, das hat Spaß gemacht. Später dann in der A-Nationalmannschaft hatte ich nie Freude dort zu sein – und fühlte mich nicht wirklich wohl.“

Auch die Nicht-Nominierung für die WM 2014 hatte den Linksverteidiger damals schwer getroffen, wie er nun erklärte: „Auch wenn die Nicht-Nominierung für mich damals unverständlich war, nachdem ich alle zehn Qualifikationsspiele bestritten hatte: Damit habe ich abgeschlossen. So sehr mich das auch belastet hat, und so ungerecht ich das damals fand – irgendwann musste ich mich wieder auf Borussia Dortmund konzentrieren.“

Für seinen Herzensverein stand Schmelzer letztmals am 17. Juni 2020 auf dem Rasen – bei der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FSV Mainz 05. Anschließend hatte der gebürtige Magdeburger mit schweren Verletzungen zu kämpfen, absolvierte zuletzt nur noch Reha-Einheiten bei den Schwarz-Gelben.

Für seine BVB-Zeit ist er voll des Dankes: „Die Freude überwiegt, dass wir das zusammen erleben durften und ich ein Teil davon sein durfte. Als kleiner Junge hätte ich mir das nie erträumt.“ (kos)

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