Bei Augsburg gegen Mainz Wegen Witz-Elfmeter: Schiri Jöllenbeck entschuldigt sich beim Trainer

Robin Zentner (Mainz) und Florian Niederlechner (Augsburg) haben unterschiedliche Auffassungen.

Strittige Szene am 6. April 2022: Florian Niederlechner fordert Strafstoß, Mainz-Keeper Florian Zentner zeigt an: Da war nichts.

Kuriose Szene nach der Halbzeit-Pause bei FC Augsburg gegen Mainz 05: Schiri Matthias Jöllenbeck entschuldigte sich bei Coach Bo Svensson für seinen Fehlpfiff beim Augsburger Führungstor.

Als Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (35) nach der Pause der Partie zwischen dem FC Augsburg und dem FSV Mainz 05 (2:1) aus der Kabine kam, war es ihm offensichtlich unangenehm, an Mainz-Trainer Bo Svensson (42) vorbeizukommen. „Tut mir leid“, konnte man von den Lippen des Referees ablesen und der Däne schien das zu akzeptieren.

Worum es ging? Um den Augsburger Führungstreffer in der 10. Minute. Da war dem Mainzer Keeper Robin Zentner ein Ball versprungen, Florian Niederlechner vom FC Augsburg spritzte dazwischen, kam zu Fall. Aber erst als er bereits auf dem Boden lag, berührte ihn der Torwart.

Video-Schiri griff bei Augsburg-Elfmeter nicht ein

Jöllenbeck pfiff und bekam seine Eindrücke von Video-Referee Tobias Stieler (40) bestätigt, dabei waren sich alle Beobachter einig: Das war nie und nimmer ein Elfmeter. Jeffrey Gouweleuw war es gleich, er verwandelte sicher und brachte die Gastgeber in Führung.

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„Ich kann nicht verstehen, warum der Keller in Köln den Schiedsrichter nicht vor diesem Fehler beschützt. Jetzt ist er natürlich der Buhmann“, sagte Sportchef Martin Schmidt. „Er schaut sich das an und kommt mit einem schlechten Gewissen aus der Kabine. Dann pfeift er in die andere Richtung. Das war eine komische Leistung des Schiedsrichter-Teams.“

Jöllenbeck: „Hätte mir gewünscht, dass ich korrigiert werde.“

Löblich: Jöllenbeck stellte sich und gab auch ein Stück weit dem Video-Team die Schuld. „Ich habe in der Pause die Bilder gesehen. Das war ein Fehler. Die Wahrnehmung auf dem Platz war eine andere. Ich hätte mir gewünscht, dass ich korrigiert werde, egal, was ich sage. Aber ich bin verantwortlich für die Entscheidung. Ich habe mich in der Halbzeit beim Trainer entschuldigt, solche Fehler wollen wir alle nicht.“

Die Nachhol-Partie der Fußball-Bundesliga blieb spannend und der Videoschiedsrichter stand weiter im Blickpunkt: Beim vermeintlichen 2:0 durch André Hahn bemerkte Stieler ein Handspiel. Jae-Sung Lees Ausgleich für den FSV Mainz 05 wurde wegen Abseits annulliert.

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck gestikuliert.

Schwerstarbeit: Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck am 6. April in der Augsburger WWK-Arena.

Keeper Florian Zentner schimpfte nicht nur Richtung Video-Schiedsrichter sondern auch auf Augsburgs Stürmer: „Von Flo ist das eine sehr unsportliche Aktion.“ Niederlechner bestritt das: „Das ist keine Schwalbe. Ich bin vor ihm am Ball, habe einen Kontakt gespürt. Aber wenn man die Bilder sieht, ist klar, dass es kein Elfmeter war.“

FC Augsburg antwortet auf Ausgleich des FSV Mainz 05

Nach dem Wechsel aber schafften die mindestens gleichwertigen Mainzer dann doch den Ausgleich, Silvan Widmer durfte jubeln (54.). Allerdings nicht lange: der eingewechselte Ruben Vargas (56.) sorgte nach einer Ecke für die erneute Führung der Schwaben.

Kurios blieb die Partie weiterhin: Bei einem abenteuerlichen Ausflug köpfte Rafael Gikiewicz den Ball um ein Haar rückwärts ins eigene Tor (69.). Gegen Anton Stach aber parierte er dann glänzend (79.).

Mit dem Sieg machte der FC Augsburg einen Riesenschritt aus dem Tabellenkeller, zog am VfL Wolfsburg vorbei und hat sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Mainz bleibt dagegen nach der Auswärtsniederlage hinter dem 1. FC Köln auf Platz 10 der Fußball-Bundesliga hängen. Am Samstag kommt es zum Duell der beiden Klubs im Rhein-Energie-Stadion.

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