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„Erschreckend“Rudi Völler wegen WM 2026 in großer Sorge

In weniger als vier Monaten steigt in Mexiko die Fußball-WM, schon in wenigen Wochen sind Playoff-Partien geplant. Doch eine Gewaltwelle erschüttert derzeit das Land. Was Rudi Völler dazu sagt.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat die jüngste Gewalteskalation in Mexiko wenige Monate vor der Fußball-WM als „erschreckend“ bezeichnet.

In der Fußball-Welt wachsen angesichts der Ereignisse im Land des Co-Gastgebers die Sorgen um die Sicherheit bei dem Turnier. „Wir haben alle natürlich die Hoffnung, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen wieder beruhigt, bis die WM losgeht“, sagte Völler am Montag (23. Februar 2026) bei der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin.

13 Spiele der WM 2026 finden in Mexiko statt

Seit das Militär in dem Land den mächtigen Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes – auch bekannt als „El Mencho“ – tötete, setzen dessen Anhänger Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand und errichten Straßensperren.

Besonders betroffen von den Unruhen ist der Bundesstaat Jalisco mit der Hauptstadt Guadalajara, in der eines der drei mexikanischen WM-Stadien steht und zwei Teams – Kolumbien und Südkorea – ihr Camp geplant haben. In der Millionenmetropole sind vier WM-Vorrundenspiele angesetzt, darunter auch das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay.

Insgesamt steigen in Mexiko 13 Matches dieser XXL-WM, neben Guadalajara sind Mexiko-Stadt sowie Monterrey die weiteren Gastgeberstädte. In Mexiko haben Uruguay (Playa del Carmen) und voraussichtlich auch Südafrika (Pachuca) ihre WM-Quartiere vorgesehen.

Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey zudem jeweils zwei internationale Playoff-Partien stattfinden zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer. Der Fußball-Weltverband FIFA war für eine Reaktion auf die Lage angefragt.

Ein brennender Bus in Mexiko.

Copyright: AFP

Die Gewalt-Eskalation im Drogenkrieg in Mexiko sorgte am Sonntag für Chaos und Zerstörung auf den Straßen.

Nachdem zuletzt noch die Situation bei Co-Gastgeber USA mit dem heftigen Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten für Empörung und Boykott-Aufrufe gesorgt hatte, rückt nun Mexiko in den Fokus.

„Die Lage lässt die internationalen Alarmglocken schrillen, besonders in Bezug auf die Sicherheit der Besucher und die Organisation in einem der Hauptaustragungsorte des Turniers“, schrieb der mexikanische Ableger der spanischen Sport-Tageszeitung „AS“. Das dritte Austragungsland der Weltmeisterschaft 2026 ist Kanada. (dpa)

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