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Bundesliga-Kommentar Klubs ohne Chance: Diesen Kampf kann die Liga nicht gewinnen

Spielszene aus dem Bundesliga-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05

Spielszene aus dem Bundesliga-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05 am 9. April 2022. Auch vor der neuen Saison macht der Liga die finanzielle Überlegenheit aus England zu schaffen.

Die englische Premier League setzt schon vor Öffnung des Transfer-Fensters Ausrufezeichen auf allen Ebenen und macht damit klar: Im Rennen um begehrte Spieler hat es die Bundesliga extrem schwer.

Jahr für Jahr hält die Transfer-Phase für Fußballfans eine Mischung aus Luftschlössern, Wechsel-Überraschungen und ernüchternden Erkenntnissen bereit. Dass gerade die Anhängerschaften der Bundesliga-Klubs auch weiter mit Enttäuschungen rechnen müssen, zeigt sich diesmal noch vor Öffnung des Wechsel-Fensters, bemerkt unser Autor. Ein Kommentar.

Zwickmühle für Fußball-Romantiker! Mit Nottingham Forest schaffte in England ein absoluter Traditionsklub nach 23 Jahren die Rückkehr in die Premier League. Der Klub aus der Heimat von Räuber-Held Robin Hood lieferte sich zum Ende der Siebziger-Jahre im Europapokal unvergessliche Duelle mit Bundesligisten wie dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV.

Allerdings: Auch der Klub mit dem ikonischen Baum im Vereinswappen ist längst Teil der heutigen Fußball-Welt, in der die finanziellen Dimensionen immer absurder werden. Mit dem Aufstieg gelang nur der letzte und wichtigste Schritt in eine neue finanzielle Zeitrechnung.

Bundesliga im finanziellen Rennen gegen die Premier League chancenlos

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Und so schnappte sich Forest am Samstag (25. Juni 2022) kurzerhand Taiwo Awoniyi (24), einen der treffsichersten Stürmer der vergangenen Bundesliga-Saison, für 20 Millionen Euro von Union Berlin.

Der Milliarden-Vertrag der Premier League mit TV-Anbietern macht es möglich, dass ein Aufsteiger nach gut zwei unterklassigen Jahrzehnten einem inzwischen etablierten Bundesligisten einfach den Torjäger abjagen kann. Und das vor dessen zweiter Europa-Saison in Folge.

Premier League: Finanz-Vorsprung dank TV-Milliarden

Alleine die Fernseh-Einnahmen betragen zur neuen Saison rund 100 Millionen Euro – das entspricht beinahe exakt dem Gesamt-Etat von Awoniyis bisherigem Arbeitgeber. Auch für Moussa Niakhaté (26), Kapitän von Dauer-Bundesligist Mainz 05 (14. Erstliga-Saison in Folge), soll Nottingham schon geboten haben.

Nicht nur an diesem Beispiel wird deutlich: Mit den finanziellen Dimensionen der Premier League kann in der Bundesliga niemand mehr mithalten.Selbst der FC Bayern München ist praktisch ohne Chance, wenn Klubs wie Manchester City beim Buhlen um Stars wie Erling Haaland (21) in die Vollen gehen.

Bundesliga: Das macht im Rennen gegen Premier League Hoffnung

Für überraschende Ausrufezeichen sorgten zuletzt abseits des Mané-Deals nur stark von Sponsoren geförderte Klubs wie Bayer Leverkusen und RB Leipzig, die die Verträge international umworbener Leistungsträger wie Patrik Schick und Florian Wirtz (beide bis 2027) sowie Christopher Nkunku (bis 2026) verlängern konnten.

Dank der guten Arbeit und dem geschulten Auge vieler Sportdirektoren, Kaderplaner und Scouts aus der Bundesliga muss auch den Fans anderer Vereine in Zukunft nicht angst und bange um die Transfer-Aktivitäten ihrer Vereine werden. Trotzdem verdeutlicht der Awoniyi-Abgang noch einmal die bittere Erkenntnis: Wenn die Premier League ruft, wird die Bundesliga in aller Regel den Kürzeren ziehen.

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