Edeltechniker, Torjäger und Flops Erinnern Sie sich noch an diese Bundesliga-Brasilianer? 

Schalkes Ailton und Bayerns Lucio versuchen, an den Ball zu kommen.

Brasilianer unter sich: Bayerns Lucio und Schalke Ailton kämpfen am 16. Oktober 2004 um den Ball vom Modell Roteiro.

Brasilianer in Deutschland? Eine fußballerische Erfolgsgeschichte! Zumindest meistens. Allerdings gibt es in der Bundesliga immer weniger Spieler aus dem südamerikanischen Land.

Der Bundesliga gehen die Brasilianer aus! Und der Aderlass ist schmerzhaft. Denn wie die zwei Bildergalerien unten zeigen, bringen die Fußballer aus dem größten Land Südamerikas eine Menge Unterhaltungswert mit.

In der Spielzeit 2022/2023 stehen – Stand 24. November 2022 – lediglich fünf Brasilianer unter Vertrag: Tuta (23) bei Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt, Paulinho (22) bei Bayer 04 Leverkusen, Paulo Otavio (28) beim VfL Wolfsburg, Iago (25) beim FC Augsburg und Danilo Soares (31) beim VfL Bochum.

Vor zehn Jahren, in der Saison 2012/2013, kamen noch 21 Brasilianer in der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz. Damit stellten sie die größte Gruppe von ausländischen Profis dar.

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In der Spielzeit 2002/2003 waren es sogar noch mehr: 28 Bundesliga-Spieler mit brasilianischer Herkunft tummelten sich auf den Plätzen der Erstliga-Stadien. Darunter Namen wie Ratinho (51, Kaiserslautern), Marcelo Pletsch (46, M'gladbach), Franca (46, Leverkusen) oder Vragel da Silva (48, Cottbus). 

Bundesliga: Die größten Stars und Flops aus Brasilien

Auffällig beim Blick auf die Kader der laufenden Saison: Abgesehen von Leverkusens Paulinho spielen alle aktuellen Bundesliga-Brasilianer in der Verteidigung. Dabei haben doch besonders die brasilianischen Offensiv-Spieler in vergangenen Tagen für Ballakrobatik, Präzisionspässe und Traumtore gesorgt.

In der Galerie sehen Sie die besten Brasilianer, die in der Bundesliga aufliefen:

In den vergangenen Jahren lässt sich ganz klar ein Trend erkennen: Die Bundesligisten vermeiden zunehmend Transfers von Spielern aus Südamerika.

Der gravierendste Grund, warum die deutschen Erstligisten offenbar immer weniger auf talentierte Fußballer aus Brasilien setzen, scheint das Finanzielle: Während südamerikanische Profis früher für wenig Geld nach Europa wechselten, kosten heute bereits halbwegs ballbegabte Teenager Unsummen.

Ein Risiko, das sich viele Klubs aus Deutschlands nicht leisten können und wollen. Denn: Unter den brasilianischen Fußballer-Importen waren natürlich nicht nur grazile Filigrantechniker und bockstarke Verteidiger, sondern auch einige Missverständnisse.

Hier sehen Sie die größten Bundesliga-Flops aus Brasilien:

Die Rekord-Brasilianer der Bundesliga

Der Brasilianer mit den meisten Bundesligaspielen ist Naldo (39). Der kopfballstarke und schussgewaltige Innenverteidiger von Werder Bremen, dem VfL Wolfsburg und Schalke 04 absolvierte 357 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei 45 Tore.

Auf Platz zwei rangiert Zé Roberto (48), der für Bayer Leverkusen, Bayern München und den Hamburger SV kickte und in 336 Partien 39 Treffer selbst machte und 97 vorlegte. Kein Brasilianer bereitete mehr vor.

Die meisten Tore verzeichnete Giovane Elber (49): 133 Treffer gelangen dem ehemaligen Stürmer von Stuttgart, Bayern und Gladbach. Ailton (48, Werder, Schalke, HSV und Duisburg) folgt auf Rang zwei mit 106 Bundesliga-Toren. Er bekam in Deutschland den liebevollen Spitznamen „Kugelblitz“.

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