Riesenzoff um Bellingham! BVB: Haaland schießt das Kleeblatt ab

Borussia Dortmund gegen SpVgg Greuther Fürth: Erling Haaland jubelt.

Erling Haaland feiert seinen zweiten Treffer gegen Greuther Fürth am 15. Dezember 2021.

Aufsteiger Greuther Fürth wehrte sich tapfer, war auch mit dem Schiedsrichter nicht glücklich - und muss sich am Ende Borussia Dortmund mit 0:3 geschlagen geben. Der BVB bleibt damit erster Bayern-Jäger.

Der erste Sieg hat Aufsteiger Greuther Fürth ganz offensichtlich Selbstbewusstsein eingeimpft! Der Fußball-Zwerg ärgerte den ersten Bayern-Verfolger Borussia Dortmund am Mittwoch (15. Dezember 2021) im Signal-Iduna-Park über die komplette Spielzeit - musste sich aber am Ende dann doch etwas zu deutlich mit 0:3 geschlagen geben. „Heute wäre ein Punkt drin gewesen, wir hätten ihn verdient gehabt. Da hat der Schiedsrichter seinen Teil zu beigetragen. Und Erling Haaland mit seiner Qualität“, sagte Manager Rachid Azzouzi (50) und war stinksauer auf Referee Daniel Schlager (32).

Klar, Haaland und Co. hatten die meiste Zeit den Ball, doch die Kleeblätter zeigten sich exzellent vorbereitet auf die Aufgabe gegen die Elf von Marco Rose. Die ging zwar in Führung, aber der Treffer mit der ersten guten Gelegenheit durch Thorgan Hazard zählte erstmal nicht.

Erling Haaland verwandelt den Elfmeter für den BVB

Doch nach einer halben Stunde spielte Maximilian Bauer nach einem Drehschuss von Erling Haaland den Ball mit der Hand, diesmal half der Videoassisten mal den Schwarz-Gelben, den fälligen Elfmeter verwandelte Haaland.

Kuriose Szene am Rande: Während der Schiedsrichter die Situation im Stadion bewertete, unterbrach Manager Rachid Azzouzi (50) während der Übertragung Sky-Kommentator Oliver Seidler, wollte mit ihm über das Handspiel diskutieren. In der Pause sagte er: „Mit ein bisschen Ruhe kann ich sagen, dass man den schon geben kann. Ich glaube schon, dass er es nicht absichtlich macht. Er dreht sich weg und jemand, der den mit der Hand abwehren will, der dreht sich nicht weg. Aber man muss schon sagen: Der wäre schon aufs lange Eck gegangen, vielleicht auch rein.“

Platzverweis? Aufregung um Jude Bellingham

Die nächste knifflige Szene folgte noch vor der Pause: Jude Bellingham, gerade gelbverwarnt (weil er wie ein Hampelmann die Bildung der Fürther Mauer bei einem Freistoß behindern wollte), rauschte in den Zweikampf mit Christiansen. Der Schiedsrichter pfiff Freistoß, ließ den Dortmunder aber auf dem Feld. Fürth-Coach Stefan Leitl war außer sich, kassierte auf dem Weg in die Kabine Gelb. Sein Gegenüber Rose, nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder zurück auf der Bank, ließ den Briten in der Kabine.

Fürths Trainer Stefan Leitl: „Das war aus meiner Sicht eine katastrophale Entscheidung. Er geht mit offener Sohle in den Mann. Das ist eine klare Gelbe Karte und damit Gelb-Rot. Wenn wir in Überzahl hier agieren können, gelingt uns vielleicht der Ausgleich.“

Haaland macht den Deckel per Kopf drauf

Auch nach dem Wechsel steckten die Franken nicht auf, starteten immer wieder gefährliche Konter. Richtig gefährlich aber wurde es nur vereinzelt. Und dann lief es, wie es eben so läuft im Spiel David gegen Goliath, wenn dem Underdog die Puste ausgeht: Wieder Erling Haaland per Kopf und Donyell Malen machten das Ergebnis doch noch standesgemäß.

Nach dem 3:0 ist Dortmund weiter erster Bayern-Jäger und hat sechs Punkte Rückstand. Wichtiger: Da im Duell Bayer Leverkusen gegen Hoffenheim die Werkself zum zweiten Mal in Folge einen 2:0-Vorsprung verspielte, baut der BVB den Abstand auf die Verfolger aus.

BVB-Keeper Gregor Kobel: „Heute ging es für uns einfach nur darum, die Punkte einzufahren. Wie das Ergebnis zustande kam, ist in diesem Moment einfach mal egal.“ (ach)

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