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Torgarant fehlt dem BVB weiter Physiotherapeut kritisiert „viel zu frühe“ Haaland-Rückkehr

Kein Verein kann die Verletzung eines Weltfußballer-Kandidaten vollständig kompensieren. Dass der BVB womöglich aber am erneuten Ausfall von Torjäger Erling Haaland schuld ist, tut doppelt weh.

Dortmund. Ende September musste Borussia Dortmund drei Spiele auf Superstar Erling Haaland (21) verzichten, der mit Oberschenkelproblem zu kämpfen hatte. Überraschend spielte der Norweger bei seinem Comeback gegen den 1. FSV Mainz 05 trotz früher Führung über die volle Distanz und traf dabei zweimal. Nach der nächsten Partie in Amsterdam musste der Stürmer aber erneut aussetzen und fehlt seitdem.

Laut des Düsseldorfer Sportphysiotherapeuten Aldo Vetere war die Rückkehr des norwegischen Torjägers, der neben Robert Lewandowski (33) einer der Kandidaten für die FIFA-Wahl zum „Weltfußballer des Jahres“ ist, deutlich zu früh. Seiner Meinung nach kurieren viele Fußballprofis ihre Verletzungen nicht gründlich genug aus und kommen viel zu schnell auf den Platz zurück.

Physio über Haaland-Rückkehr: „Die Ursache ist nicht behoben worden“

Zur schnellen Rückkehr des BVB-Stars hat der Sportphysiotherapeuten eine klare Meinung. „Bei Erling würde ich spontan sagen: Viel zu viel, viel zu früh und viel zu viel Stress. Und: Die Ursache ist nicht behoben worden“, sagte Vetere der Deutschen Presse-Agentur.

Erling Haaland, der Borussia Dortmund wegen einer Hüftbeuger-Verletzung noch einige Wochen fehlen dürfte, sei nach der vorigen Verletzung „schnell unter Druck“ zurückgekommen, meinte Vetere, der den Norweger allerdings nicht selbst betreut. Die Genesungschancen des BVB-Stars halte er für hoch. „Nur Fakt ist: Ein drittes Mal in so kurzer Zeit dürfte das nicht passieren!“

Bei der Betreuung von Mannschaften mit rund 25 Sportlern könne man „eher keine gesicherten Aussagen über Verletzungstrends machen“, räumte Kniechirurg Werner Krutsch (41), Vereinsarzt des 1. FC Nürnberg, ein. „Wenn man noch eine klassische Sportpraxis führt und 60 Patienten am Tag über zehn Stunden sieht - dann kann man schon eher harte Aussagen machen: Da gibt es klare Tendenzen, dass die Zahl der Sportverletzungen aktuell steigt“, sagte der Professor.

In der Bundesliga gebe es bisher kein offizielles Verletzungsregister. „Aber was wir sagen können, gerade aktuell nach dem Lockdown, dass viele Profis bei der Rückkehr Probleme kriegen, die letzten 18 Monate waren einfach nicht normal für sie“, meinte Krutsch, ein Spezialist für Kreuzband-Verletzungen, der dpa.

BVB hofft auf baldiges Haaland-Comeback

Haaland wird unterdessen beim Bundesligisten schmerzlich vermisst. Selbstverständlich hat Borussia Dortmund keinen Ersatz für den Weltfußballer-Kandidaten, der nunmehr seit über einem Monat fehlt. Vor allem gegen Spitzenmannschaften fehlte es der BVB-Offensive zuletzt an Durchschlagskraft. Sowohl das Champions-League-Rückspiel gegen Ajax als auch das Topspiel gegen RB Leipzig verlor man zuletzt.

Wann genau der Norweger zurückkehren kann, ist nicht klar. Beim wichtigen Spiel in der Königsklasse am Mittwoch (24. November) bei Sporting Lissabon fehlt der Torjäger definitiv. Und auch beim Bundesliga-Klassiker in anderthalb Wochen (4. Dezember) gegen Rekordmeister Bayern München wird Haaland relativ sicher fehlen. Schließlich sollte der BVB dieses Mal lieber auf Nummer sichergehen. (dpa/job)

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