Wirbel um 30-Millionen-Talent Reinier Vater kritisiert BVB, Rose-Reaktion überrascht

Reinier von Borussia Dortmund im Zweikampf mit Fabian Kunze von Arminia Bielefeld.

Reinier von Borussia Dortmund am 23. Oktober 2021 im Zweikampf mit Fabian Kunze von Arminia Bielefeld.

Wirbel um BVB-Talent Reinier. Die Leihgabe von Real Madrid kommt auch nach knapp anderthalb Jahren bei Borussia Dortmund nicht in Schwung. Jetzt übt sein Vater Kritik am Umgang mit dem Brasilianer.

Dortmund. Er sollte bei Borussia Dortmund wie so viele Talente vor und neben ihm zum Star reifen, doch die ersten knapp anderthalb Jahre von Offensiv-Juwel Reinier (19) beim BVB verliefen für alle Beteiligten enttäuschend.

Der für zwei Jahre von Real Madrid verliehene Brasilianer ist von regelmäßigen Einsätzen noch immer weit entfernt. Geht es nach seinem Vater Mauro Brasília, liegt das weniger am offensiven Mittelfeldspieler als an den sportlich Verantwortlichen in Dortmund.

Vater von Reinier kritisiert Borussia Dortmund für Umgang mit Talent

„Er könnte dem Spiel das gewisse Etwas verleihen, was in einigen Spielen sehr wichtig wäre. Er beherrscht das Ballbesitz-Spiel, die Kontrolle des Spiels wie nur wenige andere“, lobte Reiniers Vater gegenüber „goal.com“, und kritisierte anschließend: „Es macht den Eindruck, als habe Borussia Dortmund ihn nicht verstanden, sie haben diese gute Option noch nicht erkannt.“

Dabei hatte der Brasilianer, den Real Madrid im Januar 2020 für 30 Millionen Euro verpflichtet hatte, bereits in 25 Pflichtspiel-Einsätzen die Möglichkeit, sein Potenzial unter Beweis zu stellen. Doch bei den Kurzeinsätzen über insgesamt gerade einmal rund 400 Spielminuten waren nur vereinzelte Akzente zu erkennen – deutlich zu wenig, um sich gegen die namhafte Konkurrenz in der BVB-Offensive zu behaupten.

„Dort passiert irgendetwas Seltsames“, glaubt Mauro Brasília, der dem BVB eine vertane Chance unterstellt: „Tag für Tag lassen sie die Gelegenheit verstreichen, einen talentierten jungen Spieler zu entwickeln und davon zu profitieren.“ Angeblich soll es bereits erste Vorstöße von Spielerseite gegeben haben, um die Leihe im Winter vorzeitig zu beenden.

Reinier kommt bei Borussia Dortmund kaum zum Zug

Dass die bisher gezeigten Leistungen im Spiel und auf dem Trainingsplatz womöglich nicht als Empfehlung für mehr Einsatzzeiten reichen, scheint für Brasília dagegen ausgeschlossen. Dabei zeigen gerade aktuelle Beispiele wie Jude Bellingham oder Giovanni Reyna (beide 18), dass es die Borussia wie wohl kaum ein Bundesliga-Team versteht, hochtalentierte Offensivspieler schon früh als Schlüsselfiguren einzubinden.

Ob Papas Standpauke Wirkung zeigte oder das Timing einfach passte: Wenige Stunden nach Aufkommen der Berichte beorderte BVB-Trainer Marco Rose (45) Reinier zum ersten Mal in seiner Amtszeit in die Startformation.

Gegen den FC Ingolstadt darf der Brasilianer am 26. Oktober (20 Uhr, Sport1 & Sky) die familiären Vorschusslorbeeren dann auch einmal über längere Zeit auf dem Platz rechtfertigen. (bc)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.