„Er hat schon mal ein Spiel verschoben“ Bellingham und Haaland mit harter Kritik gegen Zwayer

Das Schiedsrichter-Gespann um Felix Zwayer geht vom Platz.

Felix Zwayer geht mit seinen Assistenten nach dem Spiel in Dortmund (4. Dezember 2021) vom Feld.

Nach dem Spitzenspiel zwischen Dortmund und dem FC Bayern toben die Borussen über Schiedsrichter Felix Zwayer. Jude Bellingham erinnerte sogar an den Hoyzer-Skandal, in den Zwayer verwickelt war.

Dieses Bundesliga-Spitzenspiel hielt alles, was es versprochen hatte. Doch nach den 100 (!) irren Minuten von Dortmund sprach kaum einer über das Offensiv-Spektakel oder die wieder ausgebaute Tabellenführung der Bayern. Der Elfmeter-Pfiff, der zum 3:2 der Münchner führte, entsetzte die Gastgeber.

Der BVB tobte vor allem, weil im Gegensatz zum Hummels-Handspiel in der 74. Minute, Schiedsrichter Felix Zwayer in der 53. Minute nicht an den Video-Schirm ging, als Lucas Hernandez im Laufduell Marco Reus zu Boden drückte.

Dortmunds Super-Star Erling Haaland (21) marschierte nach dem Abpfiff mit reichlich Frust auf den Platz, gab dem Unparteiischen einen kräftigen Handschlag. Danach ging er in die Kabine und griff dort direkt zum Smartphone. Einen Tweet, in dem vor dem Spiel bekannt gegeben wurde, dass Zwayer der Schiedsrichter der Partie werden würde, kommentierte der Norweger mit einem Daumen-nach-unten-Emoji.

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Kurze Zeit später war der Haaland-Tweet wieder gelöscht. Dafür gab der Angreifer noch ein Interview. „Die Schiedsrichterleistung war ein Skandal“, erklärte er da. „Er war arrogant, mehr will ich nicht sagen.“

Erling Haaland: „Zwayer war arrogant – ein Skandal“

Nicht nur diese Momente dürften noch für Gesprächsstoff in den nächsten Tagen sorgen. Auch die Aussagen der BVB-Akteure wird sich der DFB noch einmal anhören. „So ein Scheiß-Elfmeter entscheidet das Spiel“, schimpfte Emre Can. „Das war in der Vergangenheit leider ein bisschen zu oft für Bayern. Das darf einfach nicht passieren, weil wir so viele Schiedsrichter haben.“

Die härtesten Geschütze fuhr Jude Bellingham (18) auf. „Für mich ist das kein Strafstoß, Hummels schaut nicht einmal auf den Ball. Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest Du?“

Das Dortmunder Juwel spielte damit auf die Rolle Zwayers im Hoyzer-Skandal im Jahr 2005 an, dessen Linienrichter er lange war. Damals nahm Zwayer Geld von Hoyzer an und meldete Spielmanipulationen von ihm nicht. Er wurde dafür damals sechs Monate gesperrt. Nun droht sicherlich Bellingham eine DFB-Strafe für diese Worte.

Marco Rose mit gehässigen Kommentaren zu Felix Zwayer

BVB-Trainer Marco Rose ärgerte sich bereits während des Spiels so sehr, dass er Gelb-Rot sah. „Ich glaube, dass der Elfmeter an Marco Reus, der nicht gegeben wurde, ein Elfmeter ist. Und ich glaube, dass das Handspiel von Mats Hummels, wo er nicht mal den Ball sieht, wo er noch stolpert, wo er am Ende völlig unglücklich den Ball an die Hand bekommt, zumindest ein streitbarer Elfmeter ist“, sagte der Coach.

Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Felix Zwayer für Trainer Marco Rose (Borussia Dortmund)

Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte Dortmunds Trainer Marco Rose im Spitzenspiel gegen Bayern (4. Dezember 2021) die Gelb-Rote Karte.

Anschließend fügte er bei Sky gehässig an: „Herr Zwayer kann ruhig noch ein paar BVB-Spiele pfeifen. Wir sind hier, wir sind bereit. Wir bereiten uns vor auf alles, was kommt. Er kann uns noch ein paar Steine und Stöcke in den Weg werfen. Wir machen weiter“.

Felix Zwayer begründete seine Entscheidungen nach dem Hit

Immerhin stellte sich der Unparteiische nach der Partie bei Sky. Rose habe er wegen „wiederholter Unsportlichkeit“ auf die Tribüne geschickt. Zum Fall Hummels merkte der 40-Jährige an: „Ich sehe im laufenden Spiel sofort, dass es eine Berührung gibt. Der Videoschiedsrichter hat für sich eine Beurteilung vorgenommen und gesagt: „Hummels hat den Arm in einer unnatürlichen Armhaltung vom Körper weggestreckt.“ Daraufhin habe ich es mir am Monitor angeschaut und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein strafbares Handspiel ist.“

Auch im Fall vom Hernandez-Tackling gegen Reus blieb er bei seiner Einschätzung: „„Wir alle fordern immer eine robuste Zweikampfführung. Wir sollen die Spiele laufen lassen. Auch bei hohem Tempo darf Kontakt stattfinden im Oberkörperbereich“, sagte Zwayer und ergänzte: „Für mich ist es eine Situation, die nicht schwarz und nicht weiß ist. Ich habe mich bewusst aufgrund meiner großzügigen Linie gegen einen Strafstoß entschieden.“

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