David Wagner und die verflixte 40 Schalker Déjà-vu: Schweizer Meister feuert Ex-Bundesliga-Coach

Trainer David Wagner steht an der Seitenlinie

Ex-Schalke-Trainer David Wagner, hier beim Super-League-Spiel gegen den FC Sion am 18. Januar 2022, ist nicht mehr Trainer der Young Boys Bern.

David Wagner ist nicht mehr Trainer des Schweizer Meisters Young Boys Bern. Der Klub gab am Montag die Trennung vom ehemaligen Coach des FC Schalke 04 bekannt.

Aus für Ex-Schalke-Coach David Wagner (50) in der Schweiz! Wie die Young Boys Bern am Montag (7. März 2022) bekannt gaben, hat der Klub seinen deutschen Coach mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Kurios: Im September 2020 hatte Wagner beim FC Schalke 04 nach 40 Pflichtspielen seinen Hut nehmen müssen. Und auch in Bern war nun nach derselben Anzahl Schluss. Wagner und die verflixte 40!

Young Boys Bern trennen sich von Coach David Wagner

Wagner hatte die Young Boys, die im Vorjahr den Liga-Titel bejubelt hatten, zu Saisonbeginn übernommen – weil Meister-Trainer Gerardo Seoane (43) in die Bundesliga zu Bayer Leverkusen gewechselt war. Die Mission Titelverteidigung ist aber nun wohl bereits elf Spieltage vor Schluss gescheitert: Bern rangiert in der Super League derzeit mit 44 Punkten auf dem zweiten Rang. Allerdings ist Spitzenreiter FC Zürich nach 25 Spieltagen bereits um satte 15 (!) Punkte enteilt.

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Trainer David Wagner bedankt sich bei den Fans der Young Boys Bern

Da war die Welt noch in Ordnung: Am 14. September 2021 feierte Coach David Wagner mit den Young Boys Bern in der Champions League einen 2:1-Sensationssieg gegen Manchester United.

Am Samstag (5. März 2022) war Wagner mit seinem Team gegen den Vorletzten FC Luzern nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Vier Tage zuvor hatte es eine 0:1-Niederlage bei Mittelfeld-Klub Servette Genf gegeben. In der Champions League waren die Young Boys derweil nach der Vorrunde als Gruppenletzter ausgeschieden – obwohl sie gegen den späteren Gruppen-Sieger Manchester United mit Superstar Cristiano Ronaldo(37) nicht verloren hatten (2:1 und 1:1).

Nun zogen die Klub-Bosse die Reißleine. Auch Co-Trainer Christoph Bühler (44) muss gehen, mit dem Wagner bereits auf Schalke zusammengearbeitet hatte.

David Wagner: „Eigene Ansprüche nicht erfüllt“

Wagner, der mit den Schweizern weniger als die Hälfte seiner Pflichtspiele gewann (19 Siege bei zwölf Remis und neun Niederlagen), erklärte: „Es ist natürlich nicht das, was ich mir erwünscht habe. Aber ich habe Verständnis dafür, dass die sportliche Führung der Mannschaft neue Impulse verleihen will. Ich habe mit YB einen tollen Klub mit großartigen Leuten kennengelernt und somit genau das angetroffen, was ich mir bei der Ankunft erhofft hatte. Leider sind die Resultate und die Leistungen in der Meisterschaft nicht so ausgefallen, dass wir unsere eigenen Ansprüche erfüllt hätten.“

Der Klub sei „auch im Gespräch mit David Wagner gemeinsam zum Schluss gekommen, dass die Mannschaft neue Impulse braucht. Nach den vergangenen Spielen haben wir den Glauben daran verloren, dass uns die Kehrtwende in dieser Konstellation gelingen würde“, erklärte Berns Sportboss Christoph Spycher (43).

Wagners bisheriger Assistent Matteo Vanetta (43) übernimmt das Team nun interimsweise. Der Klub will sich „zu gegebener Zeit“ zur weiteren Planung auf der Cheftrainerposition äußern. (kos)

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