„Sie spielen viel zu wild“ Friedhelm Funkel spricht über Schalkes Trainersuche und die Team-Probleme

Friedhelm Funkel grüßt auf dem Weg zum Training.

Friedhelm Funkel als Trainer des 1. FC Köln am 28. Mai 2021. Übernimmt er noch einmal einen Verein?

Der FC Schalke 04 sucht einen neuen Trainer nach der Trennung von Dimitrios Grammozis. Ein Name, der gehandelt wird, ist Routinier Friedhelm Funkel. EXPRESS.de sprach mit dem Coach.

Aufstiegs-Alarm bei Schalke 04. Der Zweitligist befürchtet, die Rückkehr in die Bundesliga zu verpassen. Deshalb zogen die Königsblauen am Sonntag (6. März 2022) die Reißleine und trennten sich von Trainer Dimitrios Grammozis (43). Am Montag will S04 darüber informieren, welcher Trainer das Team in den verbleibenden neun Zweitliga-Spielen übernehmen soll.

Eine Feuerwehr-Mission, da kommen viele schnell auf Trainer-Legende Friedhelm Funkel (68). Der hatte im Vorjahr beim 1. FC Köln in acht Spielen den Klassenerhalt geschafft, genießt seitdem wieder die Fußball-Rente. In seiner Karriere schaffte Funkel sechsmal mit seinen Teams den Sprung in die Bundesliga. Er wäre für die kurzfristige Aufgabe also ein idealer Kandidat.

„Mit mir hat aber noch niemand Kontakt aufgenommen“, sagt Funkel jedoch zu EXPRESS.de. „Und daher denke ich, dass Schalke 04 andere Pläne hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen 24 Stunden nach der 3:4-Niederlage gegen Rostock noch nicht mit dem potenziellen Nachfolger gesprochen haben“.

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Friedhelm Funkel feierte schon sechs Mal den Bundesliga-Aufstieg

Funkel hat das erneute Schalke-Drama gegen Hansa am TV verfolgt und war einigermaßen entsetzt. „Sie haben drei Kontertore kassiert, standen jeweils ohne Absicherung da. Die Mannschaft spielt viel zu wild. Schalke hat zwar einiges an Offensivpower, alleine durch Simon Terodde, aber sie kassieren viel zu viele Gegentore. Wenn man drei Tore gegen Hansa Rostock schießt, darf das Spiel einfach nicht verloren gehen“.

Die Schalker Bosse stecken nun in einem Dilemma. Schon Grammozis ging in diese Saison mit der Hypothek, dass er im Vorjahr den Abstieg nicht verhindern konnte. Sollten sich Sportvorstand Peter Knäbel (55) und Sportdirektor Rouven Schröder (46) nun für einen langfristigen Kandidaten entscheiden, könnte auch dieser mit dem Makel in die neue Saison starten, dass er den Aufstieg nicht erreicht hat.

Das Problem wäre bei einer Zwischenlösung wie Funkel nicht da. „Bei mir gäbe es keine Diskussion“, sagt der. „Ich würde es für neun Spiele machen. Aber danach wäre auf jeden Fall wieder Feierabend, auch wenn der Aufstieg gelingen würde“. Neben dem Ex-FC-Retter wird auch der frühere Bielefeld-Trainer Uwe Neuhaus (62) gehandelt. Dieser käme aber sicher nicht nur für neun Begegnungen.

Auch Hertha BSC könnte noch einen Feuerwehr-Mann brauchen

Funkel beobachtet den Saisonendspurt deshalb weiter interessiert und entspannt. Auch bei Hertha BSC könnte sich noch einmal was tun. Die Berliner haben eine ähnliche Konstellation. Auch dort wird eigentlich nur eine Lösung bis Saisonende gesucht, ehe Wunsch-Kandidat Roger Schmidt (54) kommen könnte. Mit Tayfun Korkut (47) können die Herthaner aber eigentlich auch nicht weitermachen.

Und schließlich ist auch bei Borussia Mönchengladbach Feuer unter dem Dach. Nach dem 2:3 in Stuttgart hat auch Trainer Adi Hütter (52) immer weniger Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Klar ist: Im letzten Viertel der Saison wird noch Bewegung auf den Trainermarkt kommen. Und möglicherweise wird Friedhelm Funkel da noch einmal auf das Karussell aufspringen.

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