Böse Bayer-Klatsche in Frankfurt Hradecky patzt, Hincapie fliegt – VAR-Panne vor Platzverweis

Schiedsrichter Frank Willenborg zeigt Piero Hincapie die Gelb-Rote Karte

Platzverweis! Bayer Leverkusens Piero Hincapie (r.) sah im Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt von Schiedsrichter Frank Willenborg die Gelb-Rote Karte.

Bayer Leverkusen hat in der Bundesliga die nächste bittere Pleite hinnehmen müssen. Das Team des neuen Trainers Xabi Alonso kam bei Eintracht Frankfurt mit 1:5 unter die Räder.

Es kriselt weiter heftig in Leverkusen! Am Bundesliga-Samstag (15. Oktober 2022) setzte es für Bayers neuen Coach Xabi Alonso (40) die zweite Pleite im dritten Spiel. Bei Eintracht Frankfurt ging die Werkself mit 1:5 unter – auch, weil Keeper Lukas Hradecky (32) und Abwehrmann Piero Hincapie (20) erneut dicke Böcke unterliefen.

„Wir dürfen nichts schönreden. Was letzte Saison war, interessiert keinen Menschen. Wir müssen den Verein hier ganz schnell aus dieser schweren Situation herausholen und jeder muss auch wirklich alles dafür tun“, so der klare Appell von Leverkusen-Star Kerem Demirbay (29) nach dem Schlusspfiff.

Bayer Leverkusen: Lukas Hradecky unterläuft in Frankfurt nächster Bock

Alle hatten in der Commerzbank-Arena schon auf den Halbzeitpfiff gewartet, da brachte Bayers Abwehrmann Edmond Tapsoba (23) den Frankfurter Jesper Lindström (22) denkbar plump im eigenen Sechzehner zu Fall. Schiri Frank Willenborg (43) zeigte in der zweiten Minute der Nachspielzeit auf den Punkt – eine klare Sache.

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Eintracht-Stürmer Randal Kolo Muani (23) schnappte sich die Kugel und trat an. Leverkusen-Keeper Hradecky hatte die Ecke – und wehrte den schwach getretenen Strafstoß ab (45.+3). Großer Jubel bei der Werkself!

Doch der währte nicht lange. Denn Willenborg bekam ein Signal aus dem Kölner Video-Keller. Der Grund: Hradecky hatte bei seiner Elfmeter-Parade die Linie viel zu früh verlassen. Der Strafstoß wurde daher wiederholt. Oh weh!

Xabi Alonso stemmte sich in seiner Coaching-Zone vergeblich gegen die Niederlage von Bayer Leverkusen bei Eintracht Frankfurt.

Hilflos an der Seitenlinie: Bayer Leverkusens neuer Trainer Xabi Alonso musste am Bundesliga-Samstag (15. Oktober 2022) mit ansehen, wie sein Team bei Eintracht Frankfurt unterging.

Diesmal trat Daichi Kamada (26) für Frankfurt an. Der Japaner wählte dieselbe Ecke – und versenkte den Elfer souverän neben dem rechten Pfosten. 1:0 für Frankfurt (45.+5). Unmittelbar danach schickte Willenborg die Teams in die Kabinen. Statt des Momentums durch einen gehaltenen Strafstoß gab's hängende Köpfe bei der Alonso-Truppe.

Xabi Alonso: Kann er Leverkusen aus der Krise manövrieren?

Aber auch in den 45 Minuten zuvor hatte Bayer sich gegen bissige Frankfurter schwach präsentiert. Leverkusen-Coach Alonso reagierte, wechselte bereits zur Halbzeit doppelt: Demirbay und Nadiem Amiri (25) kamen für Charles Aránguiz (33) und Paulinho (22).

Und das schien zunächst zu fruchten: Demirbay fand mit einem Freistoß den Kopf von Hincapie – und der schädelte die Kugel im Flug zum 1:1 in die Maschen (56.). Die Wende? Denkste!

Denn Kolo Muani machte seinen Elfer-Fehlschuss wieder wett, köpfte zur erneuten Frankfurter Führung ein (58.). Hincapie war zuvor den entscheidenden Schritt zu weit weg vom Eintracht-Angreifer gewesen. Und es kam noch schlimmer: Erneut Hincapie köpfte die Kugel kurz darauf völlig planlos in den Lauf des heranstürmenden Lindström, der Däne war auf und davon und überlupfte Hradecky frech zum 3:1 (65.).

Doch der Tiefpunkt sollte noch nicht erreicht sein: Hincapie senste im Laufduell Kolo Muani um – Gelb-Rot und wieder Elfmeter für die Eintracht! Kurios: Der VAR hatte Willenborg den entsprechenden Hinweis gegeben – die TV-Bilder konnte sich der Referee allerdings nicht am Spielfeldrand ansehen. „Aufgrund eines technischen Problems konnten dem Schiedsrichter keine Bilder zur Verfügung gestellt werden, weshalb es nicht zum On-Field-Review kam“, hieß es vom DFB auf Twitter.

Die Gelb-Rote und den Elfer gab es dennoch. Und Kamada ließ Hradecky erneut keine Chance (72.). 1:4. Den bitteren Schlusspunkt aus Bayer-Sicht setzte dann ausgerechnet der langjährige Leverkusener Lucas Alario (30). Der Argentinier, der vor der Saison nach Frankfurt gewechselt war, besorgte sechs Minuten nach seiner Einwechslung das 5:1 gegen die Ex-Kollegen – was eine deftige Klatsche für Alonso & Co.!

Nach dem 4:0 bei seinem Einstand vor einer Woche gegen Keller-Kind Schalke (8. Oktober) setzte es am Mittwochabend in der Königsklasse eine 0:3-Niederlage gegen Porto. Nun das 1:5 bei der Eintracht – Alonso kriegt den Bayer-Motor nach wie vor nicht ins Laufen. Und braucht dringend Lösungen. Denn: Probleme hat Bayer Leverkusen, das vorerst auf Relegations-Rang 16 abrutschte, genug.

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