Xabi Alonso neuer Bayer-Coach Leverkusen schmeißt Seoane raus: „Es tut weh und ich bin traurig“

Bayer Leverkusen hat auf die sportliche Krise reagiert: Gerardo Seoane ist nicht länger Trainer der Werkself. Sein Nachfolger steht zudem ebenfalls fest.

Die anhaltende Krise wurde ihm schließlich zum Verhängnis: Gerardo Seoane (43) ist seinen Job als Coach von Bayer Leverkusen los! Das machte der Klub am Mittwochabend (5. Oktober 2022) offiziell.

Seoanes Nachfolger verkündete die Werkself im gleichen Atemzug: Welt- und Europameister Xabi Alonso (40) – einst Profi bei Real Madrid und dem FC Bayern München – übernimmt und unterschreibt einen Vertrag über rund anderthalb Jahre bis Ende der Saison 2023/2024.

Bayer Leverkusen schmeißt Trainer Gerardo Seoane raus

Seoane hatte Bayer vor der vergangenen Saison übernommen und den Klub auf Rang drei und damit in die Champions League geführt.

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In der laufenden Spielzeit war seine Bilanz jedoch desaströs: Nicht nur flog Leverkusen gegen Drittligist SV Elversberg aus dem DFB-Pokal, sondern steht nach nur einem Sieg aus acht Bundesliga-Spielen auch auf Abstiegsrang 17.

In der Champions League holte Leverkusen unter Seoane einen Sieg aus drei Partien. Wettbewerbsübergreifend schaffte Bayer mit dem Schweizer Coach nur zwei Dreier in zwölf Pflichtspielen 2022/23. Nun zogen die Bayer-Bosse Fernando Carro (58) und Simon Rolfes (40) die Reißleine. Nach 56 Spielen ist für Seoane bei der Werkself Schluss.

Bayer Leverkusen setzt auf Xabi Alonso

Dabei hatte Leverkusens Abwehrspieler Jonathan Tah (26) seinen Coach am Mittwoch noch in Schutz genommen: „Wir sind weiterhin überzeugt. Der Trainer hat eine super Connection zu der Mannschaft, und wir wollen gemeinsam aus der Situation rauskommen. Es ist keine einzelne Person schuld, wir sind alle in der Verantwortung“, sagte er bei DAZN.

Der Schweizer ist getroffen von seiner Entlassung, sagt dazu: „Es tut weh und ich bin traurig, denn ich habe hier sehr gerne gearbeitet. Den Verantwortlichen bin ich sehr dankbar für die Chance, die man mir hier in Leverkusen gegeben hat. Danke auch an die Fans, die uns immer - auch in schwierigen Phasen – stark unterstützt haben. Meiner Mannschaft wünsche ich, dass sie diesen Schnitt nutzen und schnellstmöglich in die Erfolgsspur zurückkehren kann. Ich bin stolz darauf, wie wir bis zum Schluss zusammengehalten haben.“

Nun soll Xabi Alonso die Wende in Leverkusen herbeiführen. Der spanische Ex-Profi hatte seit Sommer 2018 zunächst als Jugendtrainer bei seinem Ex-Klub Real Madrid gearbeitet, dann 2019 die zweite Mannschaft von Real Sociedad übernommen – und von der dritten in die zweite Liga geführt. Im Mai dieses Jahres folgte aber die Trennung auf Wunsch des Ex-Profis, der gerne den nächsten Schritt machen wollte.

Xabi Alonso sitzt bei einem Spiel von Real Sociedad B auf der Trainerbank

Xabi Alonso, hier am 4. November 2021 beim Spiel von Real Sociedad B beim FC Málaga, ist neuer Trainer bei Bayer Leverkusen.

„Mit Xabi Alonso haben wir einen Coach unter Vertrag genommen, der als Spieler über viele Jahre hinweg ein absoluter Weltklasse-Profi war, ein intelligenter Stratege und extrem erfolgreich in gleich drei der anspruchsvollsten europäischen Ligen“, lobte Sportdirektor Rolfes den neuen Coach.

Xabi Alonso freut sich auf neue Aufgabe bei Bayer Leverkusen

Kurios: Alonso, der am Donnerstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden soll, hat noch nie ein Erstliga-Team trainiert, galt dennoch im vergangenen Jahr auch als heißer Kandidat auf den Trainerposten beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Nun kommt der einstige Weltklasse-Mittelfeldspieler doch ins Rheinland – allerdings nach Leverkusen. 

„Ich kenne Leverkusen aus meiner Zeit in Deutschland als einen hervorragenden Verein. Bayer 04 hatte immer tolle Spieler, auch im jetzigen Kader sehe ich viel Qualität“, sagte Alonso: „In meinen Gesprächen mit dem Verein wurde schnell deutlich, dass man hier trotz der aktuell schwierigen Lage grundsätzlich und weiterhin ehrgeizige Ziele verfolgt. Diese Aufgabe reizt mich sehr und ich bin sicher, dass wir diesem Anspruch gerecht werden.“ (kos)

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