Bob-Pilot Johannes Lochner ist zum ersten Mal Olympiasieger. Im Eiskanal von Cortina gab es einen deutschen Dreifachsieg.
Deutscher Dreifachsieg bei OlympiaBob-Pilot Lochner rast allen davon!

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Der Gold-Traum für Johannes Lochner und Georg Fleischhauer ist wahrgeworden.
Aktualisiert
Da ist sie endlich, die fünfte Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina!
Nachdem in den vergangenen Tagen einige Gold-Hoffnungen geplatzt waren, ließ sich Bob-Pilot Johannes Lochner seinen ersten Olympiasieg nicht mehr nehmen.
Friedrich-Revanche im Viererbob?
Im Zweierbob ließ er mit Anschieber Georg Fleischhauer in der Eisbahn in Cortina d’Ampezzo nach zuvor deutlicher Führung im vierten und letzten Durchgang nichts mehr anbrennen.
Für Deutschland wurde es sogar ein Dreifach-Erfolg! Silber ging an den viermaligen Olympiasieger Francesco Friedrich, der sich mit Alexander Schüller diesmal mit Platz zwei zufriedengeben musste. Bronze holte sich Adam Ammour mit Anschieber Alexander Schaller.
Für Lochner ist es die dritte Olympiamedaille: Vor vier Jahren war er zweimal hinter Friedrich Zweiter geworden. In Cortina d'Ampezzo hatte der langjährige Dominator Friedrich mit Anschieber Alexander Schüller nun aber keine Antworten auf Lochner, der schon nach dem ersten Wettkampftag mit 0,80 Sekunden geführt hatte und auch am Dienstag der Beste war.
Für den 35 Jahre alten Lochner ist es der perfekte Start in seine letzte Wettkampfwoche. Er beendet seine Karriere nach den Olympischen Spielen und will bei der finalen Entscheidung im Vierer am Sonntag nachlegen.
Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Friedrich indes zog durch die Silbermedaille mit André Lange (4x Gold, 1x Silber) gleich, beide dürfen sich nun als erfolgreichste Bob-Piloten der Geschichte bezeichnen. Im großen Schlitten am Wochenende, bei dem eine engere Entscheidung erwartet wird, kann Friedrich vorbeiziehen.
Im Weltcup hatte sich die Dominanz von Lochner im kleinen Schlitten abgezeichnet. Er war mit sechs Siegen in sieben Zweier-Rennen im Gepäck nach Cortina gereist. „Im Zweier kann ich mich nur selbst schlagen“, hatte Lochner selbstbewusst im Interview mit „Münchner Merkur/tz“ gesagt – und er hielt Wort. Nach einem überragenden ersten Wettkampftag war er auch am Dienstag nicht zu schlagen. Die internationale Konkurrenz lag weit zurück. (are/sid)


