„Frust, Enttäuschung und Unzufriedenheit“ Bayer-Debakel geht weiter – Erinnerungen an Horror-Saison

Patrik Schick von Bayer Leverkusen ist unzufrieden.

Patrick Schick von Bayer Leverkusen ist am 20. August 2022 nicht zum ersten Mal in dieser Saison glücklos.

Bittere Zeiten für Bayer Leverkusen. Der Klub steht nach drei Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz – mit null Punkten. Erinnerungen an die Horror-Saison 2002/2003 werden wach ...

0:1 Christoph Baumgartner (23), 0:2 Andrej Kramaric (31), 0:3 Georginio Rutter (20). Die Pechsträhne von Bayer 04 Leverkusen hält an!

Auch im vierten Pflichtspiel nacheinander hat das Team von Trainer Gerardo Seoane (43) verloren – diesmal am Samstagnachmittag (20. August 2022) zu Hause gegen die TSG Hoffenheim. Endergebnis: 0:3!

Das große Problem: Die Mannschaft spielt zwar gut mit und erarbeitet sich zahlreiche Chancen, lässt vor dem gegnerischen Tor allerdings die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Außerdem kassierte Leverkusen im vierten Spiel in Folge das 0:1 in der ersten Viertelstunde. Die Konzentration fehlt.

„Frust, Enttäuschung und Unzufriedenheit geht uns allen durch die Köpfe“, meinte Abwehrspieler Jonathan Tah (26) nach dem Spiel gegen Hoffenheim: „Wir brauchen mehr Leadership von allen. Überall haben ein paar Prozent gefehlt.“

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Bayer Leverkusen: Erinnerungen an Horror-Saison 2002/2003 werden wach

Vor Beginn der Saison war noch eine wahre Euphorie in der „Farbenstadt“ zu spüren: Die Verlängerungen mit Supertalent Florian Wirtz (19) und dem gestandenen Sturmtank Patrik Schick (26) machten Hoffnungen auf einen Angriff auf den FC Bayern München. Auch die Verpflichtung des talentierten Tschechen Adam Hlozek (20) beflügelte die Bayer-Fans.

Die Ernüchterung setzte aber bereits Ende Juli im DFB-Pokal ein, als Leverkusen beim SV Elversberg mit 3:4 ausschied. Weiter ging es mit der Niederlage in Dortmund.

Trotz guter Leistung und herausragenden Torchancen unterlag Leverkusen dem BVB knapp 0:1. Das einzige Bundesliga-Tor der laufenden Saison gelang dem Klub bisher bei der 1:2-Pleite gegen Augsburg durch Charles Aranguiz (33). Nun also die nächste Klatsche gegen Hoffenheim.


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Bei den Fans des Vereins könnten böse Erinnerungen an die katastrophale Saison 2002/2003 wach werden: Am Ende der Spielzeit konnte sich Bayer Leverkusen gerade so in der Bundesliga halten – als 15. mit 40 Punkten.

Für Leverkusen war es nach 1981/1982 die schlechteste Saison in der obersten deutschen Spielklasse. Der zuvor sehr erfolgreiche Trainer Klaus Toppmöller (71), der den Verein unter anderem ins Champions-League-Finale geführt hatte, war damals unter der Saison entlassen worden.

Leverkusen-Sportchef Simon Rolfes spricht über mögliche Neuzugänge

Nach der Pleite gegen Hoffenheim hat Leverkusens Sportchef Simon Rolfes (40) weitere Neuzugänge nicht ausgeschlossen. „Das ist natürlich ein Impuls, der möglich ist“, sagte Rolfes nach der 0:3-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim: „Wenn Sachen machbar sind, werden wir auch was versuchen.“

Schnellschüsse wird es aber wahrscheinlich nicht geben, auch wenn Bayer in Hlozek im Sommer erst einen Neuen geholt hat. „Wir haben aber auch nicht viel abgegeben“, gab Rolfes zu bedenken: „Der Kader ist ja mehr oder weniger beisammen. Wir müssen uns erinnern, was uns stark gemacht hat. Das ist nicht nur mit Neuzugängen zu lösen, sondern vor allem aus uns selbst heraus.“

Im nächsten Spiel (Samstag, 27. August) muss Bayer Leverkusen nun auswärts beim 1. FSV Mainz 05 ran. Dann muss ein Dreier her, sonst könnte es auch für den jetzigen Bayer-Coach Seoane eng werden. (jm/dpa)

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