ARD, ZDF und Sky Miese Bundesliga-Quoten: TV-Bosse hoffen nun auf Schalke und Bremen

Esther Sedlaczek steht im Sportschau-Studio.

Esther Sedlaczek moderiert seit 2021 die Bundesliga in der Sportschau im Ersten.

Die „Sportschau“ der ARD hat in der abgelaufenen Saison der Fußball-Bundesliga einen drastischen Einbruch der Zuschauerzahlen hinnehmen müssen.

Früher war die Sportschau in der ARD am Samstagabend eine Institution. Doch die Bedeutung der Spieltags-Zusammenfassung sinkt, die Quoten brechen ein. Im Durchschnitt schauten in der abgelaufenen Bundesliga-Saison samstags 3,909 Millionen Menschen die Zusammenfassungen. Das sind rund 17 Prozent weniger als in der Saison zuvor.

„Der Verlust von fast 900.000 Zuschauern im Schnitt macht uns natürlich Sorgen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Er verwies auf „ein sehr differenziertes Spektrum an Gründen für den Rückgang“. Dazu zählt er insgesamt weniger TV-Zuschauer „als in der Haupt-Coronazeit“, fehlende Spannung und die Ansetzungen.

„An über einem Viertel aller Spieltage gab es nur vier aktuelle Begegnungen am Samstag um 15.30 Uhr und am 26. Spieltag sogar nur drei“, erklärte Balkausky. Gift für die Sportschau. Der Sportchef des öffentlichen-rechtlichen Senders ist sich nach eigener Aussage „nicht sicher, ob der Samstag noch als Kernspieltag im Bewusstsein der Fans verankert ist und bleibt. Darüber werden wir mit der DFL sprechen, mit der wir uns immer in einem konstruktiven Dialog befinden.“

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Auch ZDF-Sportstudio verzeichnet Quoten-Rückgang

Einen deutlichen Rückgang gab es auch beim „Aktuellen Sportstudio“. Im Schnitt schauten den ZDF-Klassiker am Samstagabend 1,78 Millionen Menschen, nachdem es in der Vorsaison noch 2,01 Millionen gewesen waren. „Leere Zuschauerränge durch die Pandemie und fehlende Spannung im Meisterschaftskampf steigern nicht die Attraktivität der Bundesliga – und das spiegelt sich auch in den Zuschauerzahlen wider“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann.

„Die Rückkehr von Traditionsmannschaften wie Schalke 04 und Werder Bremen hilft da der Liga bestimmt“, hofft der Experte. In der Tat stieg beim Pay-TV-Sender Sky im Vorjahr die Durchschnittszahl bei den Live-Übertragungen um 54 Prozent auf 1,81 Millionen Menschen pro Spieltag. In der Bundesliga sank dieser Wert im Bezahlfernsehen hingegen um 16 Prozent auf 2,82 Millionen.

ARD, ZDF und Sky: Hoffnung auf Schalke 04 und Werder Bremen

Sky-Sportchef Charly Classen registrierte „ein bislang unerreichtes Interesse“ für die 2. Bundesliga: „Das liegt zum einen natürlich an der Strahlkraft der Traditionsvereine, aber auch am spannenden Kampf um den Aufstieg.“

„Spannung in der Liga hat Auswirkungen auf die Zuschauerakzeptanz, das hat man an der 2. Bundesliga gesehen“, sagte auch ARD-Mann Balkausky. „Natürlich sind wir auch froh, dass mit Schalke und Werder wieder fanstarke Vereine in die 1. Liga aufgestiegen sind, denn das kann ebenfalls wieder zu einer Steigerung der Akzeptanz in der kommenden Saison führen.“ (msw/dpa)

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