2. Bundesliga Werder feiert Bundesliga-Rückkehr – Chaoten legen bei Relegations-Endspiel Feuer

Feuer in einem Puffer-Block beim Spiel zwischen Hansa Rostock und dem Hamburger SV im Zweitliga-Duell

Feuer in einem Puffer-Block beim Spiel zwischen Hansa Rostock und dem Hamburger SV im Zweitliga-Duell am Sonntag (15. Mai 2022).

Werder Bremen ist zurück in der Fußball-Bundesliga! Im Weser-Stadion feierten die Grün-Weißen ihre Aufstiegs-Party. Die Relegation sicherte sich mit Nerven aus Stahl am Ende der Hamburger SV.

Aufstiegs-Achterbahn im hohen Norden! Werder Bremen hat am Sonntag (15. Mai 2022) gemeinsam mit seinem Anhang frenetisch die sofortige Bundesliga-Rückkehr gefeiert, der Hamburger SV musste parallel in Rostock im Rennen um die Relegation lange zittern.

Während im Weserstadion nach Abpfiff des 2:0 gegen Jahn Regensburg ein grün-weißer Jubelsturm über den Rasen walzte, umschiffte der HSV im vierten Zweitliga-Jahr erstmals den undankbaren vierten Platz in der Endabrechnung.

Feuriges Relegations-Fernduell zwischen HSV und Darmstadt

Durch den hart erkämpften Hamburger 3:2-Sieg bei Hansa Rostock blieb Darmstadt 98 trotz eines 3:0-Erfolgs gegen den SC Paderborn im Relegations-Rennen auf der Strecke.

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Bis zur letzten Minute war Feuer im Fernduell – ebenso wie kurz vor Schluss in einem leeren Puffer-Block im Ostsee-Stadion, in dem Hansa-Chaoten einen Brand gelegt hatten, der zwischen beiden Fan-Lagern vor sich hin loderte. Über die gesamte Spielzeit wurden immer wieder Feuerwerkskörper gezündet, nach Schlusspfiff knallten dann auch immer wieder Detonationen schwerer Böller durch das weite Rund.

In Bremen war die Stimmung dagegen deutlich freundlicher. „Mir war extrem wichtig, dass wir den Verein wieder dahin kriegen, wo er hingehört“, sagte Innenverteidiger Ömer Toprak emotional bei Sky: „Ich hab’ mich extrem geschämt, dass wir abgestiegen sind. Ich habe es unbedingt ausmerzen wollen und bin so froh, dass wir es geschafft haben.“

2. Bundesliga: Werder früh auf Kurs, HSV kassiert Nackenschlag

Gegen die schon lange geretteten Regensburger war für Werder der eine fehlende Punkt zum Aufstieg nur noch Formsache, letzte Zweifel schien Torjäger Niclas Füllkrug schon nach zehn Minuten mit einem satten Flachschuss von der Strafraumgrenze zu zerstreuen. Doch so ganz sicher waren sich die Bremer ihrer Sache nicht, bis zur Pause hatten die Gäste die besseren Chancen, schnupperten mehrmals am Ausgleich.

Marvin Ducksch jubelt am Aufstiegs-Sonntag über sein Tor für Werder Bremen gegen Jahn Regensburg.

Marvin Ducksch jubelt am Aufstiegs-Sonntag (15. Mai 2022) über sein Tor für Werder Bremen gegen Jahn Regensburg.

Zu diesem Zeitpunkt brannte beim Hamburger SV bereits mächtig der Baum: Nico Neidhart hatte Hansa Rostock nach einer knappen Viertelstunde mit 1:0 in Führung geschossen – und weil Darmstadt 98 parallel loslegte wie die Feuerwehr, rutschte der HSV in der Live-Tabelle auf den undankbaren vierten Rang. Den hatte er bereits in allen vorigen Zweitliga-Spielzeiten belegt.

Das Bild änderte sich zur Pause nicht: Werder voll auf Kurs, der HSV knapp in Rückstand und Darmstadt nach Toren von Tim Skarke (2.) und Luca Pfeiffer (25. und 38.) als entfesselter Dritter.

2. Bundesliga: HSV schlägt nach der Pause zurück und steht in der Relegation

Während Werder sich kurz nach Wiederbeginn mit dem 2:0 von Marvin Ducksch (51.) endgültig in die Bundesliga verabschiedete, begann zwischen Hamburg und Darmstadt durch den HSV-Ausgleich in Rostock (Glatzel, 50.) plötzlich das ganz große Zittern! Ein Tor fehlte Hamburg noch, um die angepeilte Relegation gegen Hertha BSC doch irgendwie zu retten. Und das fiel eine Viertelstunde vor Schluss!

Der Hamburger SV jubelt bei Hansa Rostock erleichtert über die Führung.

Der Hamburger SV jubelt bei Hansa Rostock erleichtert über die Führung.

Bei einer Ecke lauerte Kapitän Sebastian Schonlau im gegnerischen Strafraum und köpfte freistehend zum umjubelten 2:1 ein. Statt anzurennen, mussten die Gäste von Trainer Tim Walter (46) plötzlich verwalten, doch das gelang mit Bravour: Einen Konter vollendete Mikkel Kaufmann in der 85. Minute per Traum-Schlenzer zum 3:1. Spannend machte es Rostock noch einmal in der Nachspielzeit durch das Anschlusstor von Lukas Fröde, mehr gelang den Gastgebern aber nicht mehr.

Aufatmen in Hamburg, gekrönt von erleichterten „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“-Rufen aus dem Gästeblock. Die Relegation am Donnerstag (19. Mai) und Montag (23. Mai) gegen Hertha BSC ist für den HSV jetzt die große Chance, nach vier Zweitliga-Jahren endlich wieder oben anzuklopfen.

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