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WM-Tür für El Mala zu?Matthäus:„Kwasniok wird jetzt vielleicht umdenken“

Muss Said El Mala nach der deutlichen Ansage von Julian Nagelsmann seinen WM-Traum begraben? Lothar Matthäus äußert sich auch zum Vergleich mit Bayern-Juwel Lennart Karl.

Mit seinen deutlichen Worten an die Adresse von Said El Mala (19) sorgt Julian Nagelsmann (38) für Aufruhr unter den Fans des 1. FC Köln. Der WM-Traum des Kölner Senkrechtstarters droht, zu platzen.

Der Bundestrainer hatte El Mala im November erstmals in den DFB-Kader berufen, ihn dann aber nicht eingesetzt und zurück zur U21 geschickt. Seitdem ist Nagelsmann mit der Entwicklung des Youngsters nicht ganz einverstanden.

Lothar Matthäus: Lennart Karl ist Said El Mala voraus

„Ich finde, dass er es bei uns im November ordentlich gemacht hat. Aber es ist noch mal ein Unterschied, ob du bei Bayern oder bei Köln bist. Er muss einfach mehr Spielzeit bekommen in Köln“, sagte Nagelsmann in einem Interview mit dem „Kicker“.

Er führte weiter aus: „Diese Ansage richtet sich nicht an Lukas Kwasniok, weil ich ihn als einen Trainer kennengelernt habe, der genau beobachtet, was er für sein Spiel benötigt, auch in der Defensive. Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet.“

Ist die WM-Tür für El Mala damit schon komplett zu? DFB-Rekordspieler Lothar Matthäus (64) macht dem Flügelspieler zumindest noch etwas Hoffnung.

El Mala sei weiterhin ein „erweiterter Kandidat für Nagelsmann“, mutmaßte der TV-Experte in seiner Sky-Kolumne. Für den Kölner besteht also noch eine kleine Chance, kurzfristig auf den WM-Zug aufzuspringen. Unter der Voraussetzung, dass er mehr Spielzeit bekommt. „Jetzt, wo der FC im Abstiegskampf steckt, wird Kwasniok vielleicht auch umdenken und ihm mehr Einsatzzeit geben“, so Matthäus.

Das hänge aber ganz von El Mala selbst ab, findet zumindest Nagelsmann. „Es liegt letztendlich am jungen Spieler, dem Trainer zu zeigen: Du kannst dich immer auf mich verlassen! Und dann wird ein Trainer dieses Top-Talent auch spielen lassen“, so der Bundestrainer, der zudem betonte: „Ich finde, da muss man Tom Bischof, Lennart Karl oder Aleks Pavlovic ein bisschen anders bewerten, weil die Kaderstruktur bei Bayern eine andere ist als in Köln.“

Heißt: In einem schwächeren Team in Köln muss El Mala sich einfach durchsetzen, um ein ernsthaftes Thema für die Nationalmannschaft zu sein. Bei Lennart Karl (18) ist die Situation wegen der deutlich größeren Konkurrenz beim FC Bayern dagegen etwas anders. „Ich habe nicht den Anspruch, dass er Stammspieler wird, um dann bei der WM dabei zu sein. Denn das wird er nicht. Aber er muss schon einen gewissen Rhythmus sammeln, bei jungen Spielern geht es viel ums Selbstvertrauen“, erklärte Nagelsmann, der die Tür für Karl damit deutlich weiter offen ließ als für El Mala.

Auch für Matthäus gibt es im direkten Duell der Bundesliga-Teenies einen klaren Sieger. Für ihn ist Karl wegen dessen „vielseitiger Fähigkeiten“ für die WM gesetzt, so der Weltmeister und ehemalige Weltfußballer, der beim Vergleich deutlich wird: „Karl hat sein Niveau auch schon auf international höchstem Niveau gezeigt und ist El Mala eine Nasenlänge voraus.“

Ex-Köln-Trainer Ewald Lienen war mit seinem Bühnenprogramm im Kölner Gloria.

Gloria rappelvoll

Ex-FC-Coach Lienen in Bestform über El Mala und Kwasniok