Zuerst das Scheitern bei der WM, nun folgt das Aus für den Trainer. Die Zeit von Emerse Faé bei der ivorischen Nationalelf ist vorbei.
Nach Duell mit DeutschlandNächster WM-Coach muss gehen

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Emerse Faé und Julian Nagelsmann diskutieren im Zuge des WM-Duells auf dem Feld in Toronto.
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Das Stühlerücken der WM-Trainer geht in die nächste Runde! Jetzt trifft es Emerse Faé (42). Die Zusammenarbeit zwischen dem Coach und dem ivorischen Verband ist beendet, weil sein nach der Weltmeisterschaft endender Kontrakt nicht erneuert wurde.
In einem offiziellen Statement sprach das Exekutivkomitee des Fußballverbands der Elfenbeinküste Faé seinen Dank aus für sein „Engagement, seine Professionalität und die Dienste“, die er für das Nationalteam geleistet habe.
Trotz guter Statistik: Frühes WM-Aus war zu viel
Sein Anteil an der Weiterentwicklung der Mannschaft wurde gewürdigt. Den Cheftrainerposten hatte Faé formell erst seit Februar 2024 inne, agierte davor aber schon als Interimscoach und Assistent.
Die Erfolgsquote von Faé ist eigentlich beeindruckend: In den letzten zweieinhalb Jahren coachte er 32 Partien, wovon sein Team 21 siegreich beendete. Das berichtet „sportbild.bild.de“.
Bei dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA kam die Elfenbeinküste zwar durch die Vorrunde, doch im Sechzehntelfinale war nach einer 1:2-Pleite gegen Norwegen Schluss.
In der Gruppenphase setzte es ebenfalls eine Pleite gegen das deutsche Nationalteam. Die Begegnung ging mit 1:2 für die Ivorer verloren. Aber nicht das Resultat, sondern die Geschehnisse im Anschluss verursachten mächtig Aufregung.
Rassismus-Eklat um Schweinsteiger
Im Anschluss an die Partie gegen Deutschland bewertete Bastian Schweinsteiger die Spielweise der Ivorer. Er charakterisierte sie als „bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist“. Eine Äußerung, die bei Faé auf großen Unmut stieß.
Seine Antwort fiel unmissverständlich aus: „Wir könnten es rassistisch nennen“, entgegnete der Coach seinerzeit und löste damit eine heftige Debatte aus. Schweinsteiger wies diese Anschuldigung vehement von sich.
Was die Zukunft bei der Elfenbeinküste bringt, ist derzeit noch offen. Der Verband um Präsident Yacine Idriss Diallo ließ verlauten, dass Beschlüsse zum neuen Chefcoach und dessen Stab „zu gegebener Zeit“ mitgeteilt werden. (red)
