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Trainer, Kader und BudgetPasst zu Köln: Die großen Baustellen des FC

Beim 1. FC Köln ist nach dem geschafften Klassenerhalt noch nicht viel passiert im Transfersommer. In den nächsten Tagen und Wochen müssen noch einige Baustellen behoben werden.

Köln und seine Baustellen – ein unendliches Thema. Gebaut wird in der Stadt eigentlich immer und an jeder Ecke. Der Kölner Dom hat weltweit Kultstatus erlangt – das liegt auch an der unfassbar langen Bauzeit von insgesamt über 630 Jahren. Erst im Jahr 1880 erfolgte die Fertigstellung nach zwei großen Bauphasen.

Ein unrühmliches Beispiel aus der Gegenwart ist die Oper in Köln. Nach 14 Jahren Bauzeit soll im Herbst 2026 endlich die Eröffnung gefeiert werden. Die reinen Baukosten sind von ursprünglich geplanten 250 Millionen Euro auf 800 Millionen gestiegen. Mit Finanzierungszinsen und Interimsspielstätten belaufen sich die Kosten mittlerweile auf 1,5 Milliarden Euro.

1. FC Köln: Erste Neuzugänge sollen beim Trainingsstart dabei sein

Köln und seine Baustellen – auch der FC gehört dazu. Oder genauer: Der 1. FC Köln hat seine eigenen Baustellen. Aktuell eine ganze Menge! EXPRESS.de gibt einen Überblick, was Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) und seine Mitstreiter in diesen Tagen bearbeiten müssen.  

Abgänge: Köln möchte sich von einigen Spielern trennen, weil man keine gemeinsame Zukunft sieht. Imad Rondic (Vertrag bis 2029), Jusuf Gazibegovic (bis 2028), Rasmus Carstensen (bis 2027) oder Mansour Ouro-Tagba (bis 2028) gelten als Verkaufskandidaten. Doch vor allem Rondic und Gazibegovic besitzen beim FC gut dotierte Verträge und sind nicht bereit, freiwillig auf Geld zu verzichten. Hier wird nach Lösungen gesucht. Bei Denis Huseinbasic fand man eine, er wechselte zum FC Braga.

Leihen: Einige Leihspieler kehren zum FC zurück: Elias Bakatukanda, Julian Pauli, Emin Kujovic und die oben genannten Verkaufskandidaten. Nicht alle werden in der Vorbereitung bei den Profis ab 13. Juli eine Chance bekommen. Sie sollen erneut verliehen werden. So wie Jaka Cuber Potocnik, der seinen Vertrag beim FC verlängert hat, aber vorerst weiter leihweise bei Rot-Weiss Essen bleibt. Zudem gibt es weitere Leihkandidaten, für die aktuell aufnehmende Klubs gesucht werden. Ganz oben auf der Liste steht Fynn Schenten, der Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln soll. Klubs aus Belgien und Frankreich haben bereits ihr Interesse signalisiert.

Wackelkandidaten: Angeblich hat der neue Trainer René Wagner (37) eine Streichliste im Kopf. Kandidaten sind Luca Waldschmidt, Linton Maina oder Jan Thielmann. Ob sie sich in der Vorbereitung neu empfehlen können oder es auf eine Trennung hinausläuft, wird sich zeigen. Bei Waldschmidt gab es schon Gerüchte um Hannover 96.

Said El Mala und Jakub Kaminski: Die zwei besten Spieler des FC, die eigentlich auf derselben Position agieren, könnten dem FC rund 70 Millionen Euro in die Kassen spülen. Seit Wochen wird über Gerüchte und Angebote spekuliert, doch passiert ist bislang nichts. Bei Jakub Kaminski könnte es aber schnell gehen, seine Ausstiegsklausel läuft Mitte Juli aus. Dem Vernehmen nach kann er für 20 Millionen Euro gehen. Beim FC weiß man Bescheid, dass er sich den England-Traum erfüllen will, angeblich hat Brighton Interesse.

Bei El Mala dürfte es komplizierter werden. Der FC hat aktuell keine konkreten Angebote vorliegen. Said hat sich mit seiner Familie gegen einen Wechsel zum FC Brentford entschieden. Er kann sich ein weiteres Jahr beim FC durchaus vorstellen. Allerdings könnten auch lukrative Angebote bei den El Malas reinflattern. Beim FC hat man klare Bedingungen aufgestellt: Er kann nicht unter 50 Millionen Euro gehen und nicht zu spät im Transferfenster (endet am 1. September um 20 Uhr).

1. FC Köln: Kessler plant attraktive Leihgeschäfte

Budget: Unabhängig von potenziellen Verkäufen ist der FC handlungsfähig. In den kommenden 14 Tagen sollen erste Transfers eingetütet werden, damit die Spieler zum Trainingsstart da sind. Allerdings hat der FC schon über 14 Millionen Euro für Tom Krauß, Jakub Kaminski und Jahmai Simpson-Pusey ausgegeben. Bei allen wurde nach einer Leihe die Kaufoption aktiviert. Für einen weiteren Transfer bis fünf Millionen Euro dürfte noch Geld zur Verfügung stehen. Ansonsten müsste Sportchef Thomas Kessler wieder mit geschickten und cleveren Leihdeals den Kader verstärken.

Zugänge: Der FC hat nahezu in allen Mannschaftsteilen Bedarf. Zwei Linksverteidiger, ein Innenverteidiger mit starkem linken Fuß, ein Sechser und ein Achter sowie ein weiterer Stürmer stehen oben auf der Wunschliste. Kessler und sein Team haben schon zahlreiche Angeln ausgeworfen, aber noch nichts an Land gezogen.

Trainer: Zuletzt gab es überraschenden Trainerwirbel beim FC. Und auch hier geht die Suche nach Zugängen weiter. Evangelos Sbonias rückt als Co-Trainer zu den Profis auf. Dass der FC diese Rochade um 8 Uhr morgens vor dem Start in die Vorbereitung offiziell machte, ist ein seltsames Vorgehen. Die U21 (Regionalliga West) hat dann wenige Stunden später die Vorbereitung gestartet, allerdings ohne Cheftrainer. Ein neuer Coach wird jetzt gesucht. Auch das Trainerteam von René Wagner ist bisher nicht komplett. Ob Armin Reutershahn Co-Trainer bleibt, steht nicht fest, man schaut sich auf dem Markt nach Alternativen um.

Fazit: Kessler und Co. haben eine Menge zu tun und müssen etliche Baustellen bearbeiten. Ob alle pünktlich geschlossen werden können, darf bezweifelt werden. Aber das kennt man ja in Köln. Und die kölsche Historie hat ja gezeigt: Mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit wird am Ende alles gut. Ob es perfekt wird, ist ein anderes Thema …

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