Für Erling Haaland von Manchester City wird seine größte Stärke plötzlich zum Problem. Der Grund ist eine Anweisung seines neuen Coaches.
Kuriose Trainer-EntscheidungZu viele Tore: Darum wird Haaland nicht Kapitän
Keine Binde für Erling Haaland. Bei der Kapitäns-Frage bei Manchester City wird ausgerechnet seine phänomenale Torquote zur Hürde.
Für seinen Mannschaftskapitän hat der neue Trainer Enzo Maresca eine besondere Anforderung, die nicht mit den phänomenalen Leistungen des norwegischen Ausnahme-Torjägers vereinbar ist.
Maresca deutlich: „Verdammt noch mal, dann haben wir ein Problem“
„Bei Leicester und Chelsea hatte ich die Regel, dass der Kapitän, wenn wir ein Tor geschossen haben, zur Bank kommen muss – nicht zum Feiern, sondern um Anweisungen zu erhalten“, erläuterte der Trainer. Das berichtet „Spox“.
Die Schwierigkeit dabei: „Wenn der Kapitän ein Tor schießt, darf er feiern.“ Und Haaland, der in vier Saisons sagenhafte 162 Tore markierte, jubelt verständlicherweise oft.
Für den Angreifer ist die Folge drastisch. Maresca sagte dazu ohne Umschweife: „Wenn Erling der Kapitän ist … Verdammt noch mal, dann haben wir ein Problem.“ Es ist also offensichtlich, dass er einen anderen Akteur für das Amt favorisiert. Dem Mannschaftsrat gehören außer Haaland noch Rúben Dias und der wechselwillige Rodri an.
Realistisch verbleibt lediglich Abwehrspieler Rúben Dias als Konkurrent. Seine Tor-Bilanz entspricht exakt Marescas Vorgabe: Der Portugiese erzielte in sechs Jahren bei City nur sechs Treffer. Eine gewaltige Diskrepanz zu Haalands Torausbeute.
Bei den Cityzens ist die Suche nach einem neuen Kapitän äußerst wichtig geworden. Kevin De Bruyne kehrte dem Klub im Sommer 2025 den Rücken und legte das Amt nieder. Die Rolle übernahm Bernardo Silva, aber auch er hat sich nun verabschiedet – sein Wechsel zu Real Madrid und Coach José Mourinho erfolgte in diesem Sommer.
Die endgültige Entscheidung, auf wen die Wahl von Maresca fällt, wird am Sonntag verkündet. An diesem Tag spielt Manchester City im englischen Supercup gegen den Titelträger Arsenal. Es ist das offizielle Debüt für den neuen Trainer, der die Nachfolge von Pep Guardiola antrat. (red)

