Ein anderer Klub bot das Vierfache! Fußball-Ikone Mohamed Salah geht trotzdem in die Türkei – aus erstaunlichen Motiven.
Mega-VerzichtDarum lehnte Mo Salah ein viermal höheres Angebot ab

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Mohamed Salah im Fußballtrikot.
Champions-League-Endspiele, Titelgewinne, Weltturniere – Mohamed Salah kennt im Fußballgeschäft wirklich alles. Aber die Szenen bei seiner Landung in Trabzon haben selbst den gestandenen Star total überrumpelt.
Ein Meer aus Fans machte dem 34-Jährigen eine wahnsinnige Begrüßung am Airport. Sichtlich ergriffen meinte Salah: „Es ist einfach unbeschreiblich. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Ich finde dafür keine Worte. Ich glaube nicht, dass ich so etwas an einem Flughafen schon einmal gesehen habe“.
Wechsel zu Besiktas platzte im letzten Moment
Anscheinend ist die Kohle für den Ägypter nicht der Hauptgrund, auch wenn sein Kontrakt über zwei Jahre ihm krasse 17 Millionen Euro netto pro Spielzeit garantiert. Ertugrul Dogan, der Präsident von Trabzon, packte sogar ein Hammer-Detail aus: „Eines der anderen Vertragsangebote, die er uns gezeigt hat, war viermal so hoch wie unseres.“ Dogan zufolge könne man „einen Spieler wie Salah nicht mit Geld überzeugen.“ Das berichtet „SPOX“.
Es schien lange Zeit fix, dass Salahs Weg zu Besiktas nach Istanbul führen würde. Der Transfer zerschlug sich aber im letzten Moment. Die Bosse von Besiktas erhoben harte Anschuldigungen gegen den Agenten des Superstars, weil dieser seine Ansprüche plötzlich massiv nach oben geschraubt haben soll. Einem Sky-Bericht nach war Salah selbst sauer, weil Interna aus den Gesprächen an die Medien gelangten. Im Gegensatz dazu hat ihn die verschwiegene Art von Trabzonspor schwer imponiert.
Doch was steckt wirklich hinter seinem Entschluss? Salah wünschte sich einen Verein mit emotionalen Fans, die ihn an seine Liverpooler Zeit an der Anfield Road denken lassen. Den entscheidenden Hinweis lieferte sein Kumpel aus der Nationalelf, Trezeguet, der ihm begeistert von der unfassbaren Leidenschaft der Trabzonspor-Anhänger erzählte. Obendrein zog es den praktizierenden Muslim in ein Land mit muslimischer Kultur, weshalb die Türkei eine logische Option darstellte.
Der Transfer stößt nicht überall auf Verständnis. Die Liverpooler Ikone Jamie Carragher zeigte sich skeptisch: „Die Türkei fühlt sich für mich ein Level zu niedrig an.“ Für ihn wäre Salah besser bei einem Spitzenverein wie der AC Mailand oder Juventus Turin aufgehoben gewesen. Der ägyptische Star wollte aber gezielt ein neues Abenteuer starten und eine Rückkehr in eine Spielklasse vermeiden, in der er schon für Florenz und die AS Rom aktiv war.
Aber wie finanziert der türkische Verein so einen gigantischen Transfer? Präsident Dogan konterte die Kritik und zeigte auf die geschickten Verkäufe der vergangenen Jahre. Alleine in der aktuellen Transferperiode brachten die Wechsel von Christ Inao Oulai (bis zu 30 Millionen Euro nach Florenz) und Felipe Augusto (15 Millionen Euro zu Zenit) richtig viel Geld ein. Schon vorher sorgte die Abgabe von Keeper Ugurcan Cakir im Jahr 2025 für 27,5 Millionen Euro für ein dickes Finanzpolster. (red)
Salah kommt in ein funktionierendes Team mit Leistungsträgern wie Keeper Andre Onana und Knipser Paul Onuachu. Eine tolle Geste zeigte Teamkollege Ernest Muci, der dem prominenten Neuling ohne Zögern seine Rückennummer 10 abtrat. Seinen ersten Einsatz könnte der Top-Star schon am Samstag haben, wenn Trabzonspor zum Start der neuen Saison in Istanbul gegen Kasimpasa spielt.
