Mit seinem Wechsel nach Wolfsburg hat Fabian Reese nicht nur Fußballromantiker enttäuscht, sondern auch Jonas Hector überrascht.
„Hat mich wirklich gewundert“Hector mit klarer Meinung zu umstrittenem Transfer

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Jonas Hector hat sich in seinem Podcast zum umstrittenen Wechsel von Fabian Reese geäußert.

Das hat Jonas Hector mit ganz vielen Fans gemeinsam: Der frühere Nationalspieler ist froh, dass der Vereinsfußball zurück ist. Am vergangenen Wochenende ist unter anderem die 2. Bundesliga in die Saison gestartet – mit Hector als Zuschauer.
„Da hatte ich mich drauf gefreut und die Konferenz, die ich gesehen habe, die hat mich auf jeden Fall bestätigt, dass ich nächste Woche wieder einschalte“, berichtete Hector im Podcast „Schlag und Fertig“, den er zusammen mit ZDF-Comedian Fabian Köster betreibt.
Hector von Reese-Wechsel nach Wolfsburg überrascht
Ein Spieler stand beim Zweitliga-Auftakt unter besonderer Beobachtung: Fabian Reese, dessen Wechsel von Hertha BSC zu Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg für wütende Reaktionen vonseiten der Hertha-Fans gesorgt hatte.
Hector, der seine gesamte Profi-Karriere beim 1. FC Köln verbracht hat, kann den Frust nachvollziehen und sieht die Gründe dafür unter anderem bei Reeses Kommunikation. „Wenn du das Gefühl hast, du fühlst dich in Berlin, bei Hertha wohl und du tust das kund und du kannst dir vorstellen, da zu bleiben, dann kannst du das ja auch sagen“, so Hector. „Aber wenn du dann nach Wolfsburg gehst und du weißt, was für einen Ruf Wolfsburg hat – von der Stadt und eben auch vom Verein, also so wie er wahrgenommen wird, – ist es schwierig, da diese Fußballromantik weiterzudenken.“
Der gebürtige Kieler hatte erst vor einem Jahr seinen Vertrag in Berlin langfristig bis 2023 verlängert, um ein Jahr später dann doch zu wechseln. Er könne nachvollziehen, dass sein Abschied kontrovers aufgenommen werde, wenn man „von außen auf diese Entwicklung blickt und keine Interna kennt“, hatte Reese vor dem Liga-Start in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. Es könne der Eindruck entstehen, „als würde mich mein Geschwätz von gestern nicht mehr interessieren. Aber so ist das nicht“, betonte Herthas Ex-Kapitän und bat gleichzeitig um Entschuldigung: „Wenn jemand wegen meines Wechsels das Vertrauen in Fußballromantik verloren hat, dann tut mir das aufrichtig leid.“
Dass Reese auch noch zu einem Liga-Konkurrenten wechselte, machte die Entscheidung für die Fans allerdings nicht gerade verständlicher. „Was schade ist und das ist für die Leute dann schwieriger, dass es nicht die fußballerische Situation ist, die man ändert, denn du bleibst in der zweiten Liga. Sondern es kann eben nur das Finanzielle sein. Und das stößt dem einen oder anderen dann mit Sicherheit übel auf“, ist sich Hector sicher.
Sein Podcast-Kollege Köster betonte: „Es gibt ja Arten, zu sagen, dass man sich wohlfühlt, ohne dass man, sag ich mal, das Wappen küsst. Und da würde ich ihn schon eher in Richtung totale Identifikation einordnen. Und so haben ihn ja auch die Fans da wahrgenommen.“
„Voll, voll“, gab Hector ihm recht. Er sei gespannt, wie die Hertha-Fans reagieren, wenn Reese mit Wolfsburg im Olympiastadion spielt. „Er wurde ja schon auch von der Fanszene da so hingestellt, als ob das wirklich der ist, der für den Verein da ist und für die Stadt“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi.
Er selbst sei von der Entscheidung überrascht gewesen, „weil ich Anfang des Jahres in einem Interview mit ihm saß. Also ich habe ihn interviewt, habe ihn zum ersten Mal kennengelernt, auch persönlich. Und ich fand ihn sehr reflektiert und aufgeräumt. Und deswegen hat mich die Entscheidung jetzt im Sommer wirklich gewundert.“
