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„Hat keiner mit gerechnet“FC kann Podolskis Nummer 10 wieder vergeben

Lukas Podolski ist seit 2012 der bisher letzte FC-Profi, der die Rückennummer 10 in einem Pflichtspiel getragen hat. Das kann sich in diesem Sommer wieder ändern.

Wolfgang Overath (82), Heinz Flohe (†65), Hannes Löhr (†73), Lukas Podolski (41) – unter anderem diese Legenden des 1. FC Köln haben alle die Rückennummer 10 getragen.

Aber nach dem Abschied von Podolski im Sommer 2012 keine mehr. Grund war ein FC-Versprechen an „Prinz Poldi“, das erst gebrochen und dann doch wieder gehalten wurde. Darüber ärgert sich der Weltmeister von 2014 noch heute.

Poldi-Ärger über gebrochenes FC-Versprechen

Der heute 41-Jährige trug die legendäre Rückennummer von 2004 bis 2006 und von 2009 bis 2012 beim FC, dann verabschiedete er sich Richtung FC Arsenal. Der damalige FC-Präsident Werner Spinner (77) fror die 10 ein und versprach, sie nicht mehr zu vergeben, bis Podolski seine aktive Karriere beendet hat.

„Ich habe es ja damals vom alten Vorstand so präsentiert bekommen und habe mich darüber gefreut. Ich bin da nicht hingegangen und habe gesagt, ich haue vom FC ab und jetzt bitte die 10 einfrieren. Die Initiative kam vom Verein, vom alten Vorstand“, sagte Podolski jetzt gegenüber der „Bild“.

Nur zwei Jahre nach dem Spinner-Versprechen dann aber die große Überraschung: Der FC war gerade wieder in die Bundesliga aufgestiegen, dafür sorgte unter anderem Stürmer Patrick Helmes (42) mit zwölf Toren in 16 Spielen.

Nach dem Aufstieg gab der FC Helmes anschließend die Nummer 10 (hatte zuvor die 16) – zur großen Verwunderung von Podolski. Der gebürtige Pole erfuhr davon ausgerechnet während der WM in Brasilien: „Wenn man am Ende hingeht und diese Versprechung dann bricht, als Verein und Vorstand, dann macht das auch schon etwas mit einem. Das war nicht so schön vom 1. FC Köln.“

Weil Helmes sich in der Vorbereitung aber einen schwerwiegenden Knorpelschaden zuzog und seine Karriere anschließend beenden musste, ist Podolski bis heute weiter der letzte FC-Profi, der in einem Pflichtspiel mit der Rückennummer 10 auflief.

Jetzt, im Sommer 2026, ist die Karriere des FC-Publikumslieblings vorbei: „Dass es so lange geht, damit hat bestimmt keiner gerechnet. Da haben sie sich bestimmt irgendwie auch geärgert am Ende.“

Zuletzt kickte er noch fünf Jahre in seiner polnischen Heimat bei Górnik Zabrze, gewann mit dem Klub aus der Arbeiterstadt zum krönenden Abschluss noch den Pokal.

Heißt auch: Durch das Poldi-Karriereende kann der FC die 10 jetzt wieder ganz ohne Bedenken vergeben. Podolski: „Die Zehn ist dafür da, um getragen zu werden beim FC. Die hatten andere Legenden, andere große Fußballer vor mir – und die hatte ich. Und jetzt hoffe ich, dass sie einem anderen hilft, wenn sie einer haben möchte.“

Tobias Trautner war seit März 2022 bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln aktiv.
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