Neuer Stürmer für Baumgart 1. FC Köln hat einen Favoriten – und „ein mittelgroßes Fragezeichen“

Christian Keller und Steffen Baumgart unterhalten sich während einer Trainingseinheit des 1. FC Köln am Geißbockheim.

Sport-Geschäftsführer Christian Keller (l.) und Trainer Steffen Baumgart (hier am 19. Oktober 2022) während einer Trainingseinheit des 1. FC Köln am Geißbockheim

Am 1. Januar 2023 öffnet das Winter-Transferfenster. Der 1. FC Köln sucht Sturm-Verstärkung, hat bereits „einen Spieler im Blick“, allerdings auch viele Fragezeichen.

Der 1. FC Köln will in der WM-Pause einen weiteren Stürmer holen – darüber sind sich die Verantwortlichen inzwischen einig. Geschäftsführer Christian Keller (43) erklärt, warum er dennoch „ein mittelgroßes Fragezeichen“ hinter eine Winter-Verpflichtung setzt und was ein neuer Angreifer mitbringen müsste.

Während der USA-Reise blieb Sportboss Keller, Lizenz-Fußball-Leiter Thomas Kessler (36) und Trainer Steffen Baumgart (50) ausreichend Zeit für die angekündigten Kader-Beratungen.

Christian Keller: „Wir sind uns über die Stoßrichtung einig“

Zwischen der Testspiel-Pleite gegen Stuttgart, Marketing-Terminen sowie den NFL- und NBA-Ausflügen stand eine Frage ganz oben auf der Agenda: Sucht der FC, nach nur zwei Treffern in den letzten fünf Bundesliga-Partien des Jahres, einen neuen Stürmer?

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Die Antwort lautet: Ja! Ist allerdings mit mehr als nur einem Aber verbunden…

„Natürlich haben wir uns in Austin zusammen hingesetzt und gesprochen. Wir haben den Kader analysiert und ein Profil definiert. Wir haben auch den ein oder anderen Spieler diskutiert und sind uns über die Stoßrichtung einig“, sagt Keller.

Der FC-Geschäftsführer gibt Einblicke ins gewünschte Profil: „Wir werden etwas machen, wenn uns der Spieler sportlich sofort weiterhelfen kann, menschlich ins Teamgefüge passt und wir den finanziellen Rahmen darstellen können.“

Christian Keller: „Wir haben aktuell einen Spieler im Blick“

Bislang haben Keller & Co. nicht viele Kandidaten in der Auswahl, auf die all diese Kriterien zutreffen. Genauer gesagt: „Wir haben aktuell einen Spieler im Blick. Vielleicht kommen aber noch weitere dazu.“

Wer der Sturm-Favorit ist, verrät Keller freilich nicht. Die Gerüchteküche im Klub-Umfeld brodelte zuletzt gewaltig, spuckte unter anderem Namen wie Serdar Dursun (31, Fenerbahçe Istanbul), Fabian Reese (24, Holstein Kiel), Phillip Tietz (25, SV Darmstadt) und Davie Selke (27, Hertha BSC) aus.

Wie EXPRESS.de bereits berichtete, will der FC am liebsten einen Vorgriff auf die nächste Saison tätigen. Sprich: Einen Angreifer fest verpflichten, den man im Sommer 2023 ohnehin gerne holen würde.

Keller und Baumgart sind keine Fans von Leihen, schon gar nicht für ein halbes Jahr – doch der Sportboss will nichts ausschließen: „Wir schauen sowohl nach fixen Verpflichtungen als auch nach Leihen – im Idealfall mit Kaufoption.“

Stürmer-Suche: 1. FC Köln will „nichts machen, nur um etwas zu machen“

Da man sich eine Sofort-Hilfe erhofft, fahndet der FC zudem vornehmlich auf dem deutschsprachigen Markt, um die Chancen auf eine schnelle Eingewöhnung zu erhöhen. Das schränkt die Suche natürlich ein. Kellers „mittelgroßes Fragezeichen“ hinter einem Transfer kommt bei all diesen Kriterien nicht von ungefähr.

„Wir werden nichts machen, nur um etwas zu machen. Im Winter ist der Markt immer kleiner als im Sommer“, betont er und führt aus: „Die Frage ist: Macht uns der Spieler wirklich besser? Da gibt es nicht viele auf dem Markt. Denn die Spieler, für die das gilt, wollen in der Regel nicht wechseln bzw. die Vereine wollen sie nicht abgeben. Es werden also eher Spieler sein, die bei ihren Klubs nicht so zum Zuge kommen, wie sie sich das wünschen.“

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Nach Anthony Modestes (34) BVB-Transfer im August hatte der FC bereits einen Leih-Nachfolger an der Angel. Dieser sprang allerdings kurzfristig ab und ist jetzt keine Option mehr, da er sich bei seinem Verein mehr Einsatzzeit als gedacht erkämpft hat.

Trotz der mageren Tor-Ausbeute im Jahres-Endspurt und nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang gehen die Geißböcke die Stürmer-Suche gelassen an.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Mannschaft, wenn sie wieder komplett ist, auch ohne Neuzugang stark genug ist, um unser Saisonziel zu erreichen“, sagt Keller und meint damit ohne Wenn und Aber den Klassenerhalt.

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