Double-Sieger kandidiert Müller-Römer schmeißt beim FC hin

Mitgliederversammlung des 1. FC Köln in der LanxessArena von links: Eckhard Sauren, Werner Wolf, Stefan Müller-Römer

Rückzug beim 1. FC Köln: Stefan Müller-Römer (Mitte) bei der Wahl von Präsident Werner Wolf am 8. September 2019 in der Lanxess-Arena.

Die nächste Mitgliederversammlung des 1. FC Köln steigt im Herbst in der Lanxess-Arena. Dort wird ein neuer Mitgliederrat gewählt. Mit Harald Konopka (68) kandidiert erstmals ein Double-Sieger.

Köln. Die letzte Mitgliederversammlung ist erst wenige Wochen her, da wirft das nächste Treffen der Mitglieder des 1. FC Köln wieder seine Schatten voraus. Noch ist man auf Terminsuche, denn man peilt nach EXPRESS-Informationen die Versammlung an einem Sonntag an, doch die Lanxess-Arena, die nach der Corona-Pause nun auf eine Rückkehr zum Normalgeschäft hofft, ist natürlich weitgehend ausgebucht.

1. FC Köln: Mitglieder wählen im Herbst neuen Mitgliederrat

Im Mittelpunkt dürfte neben den auf der letzten Versammlung vertagten Satzungsänderungen die Wahl des Mitgliederrates stehen. Und da stehen große Veränderungen an. Erstmals strebt nach EXPRESS-Informationen mit Harald Konopka (68) ein Double-Gewinner einen Sitz im Gremium an.

„Mich haben immer wieder Menschen darauf angesprochen, warum ich mich nicht beim 1. FC Köln engagiere, denn so viele gibt es nicht, die solche Erfolge mit dem FC feiern konnten. Ich habe den Sachverstand und auch die entsprechende wirtschaftliche Ausbildung. Ich würde mich gerne im Mitgliederrat einbringen“, sagte Konopka, der lange für einen großen Lebensmittel-Konzern tätig war, dem EXPRESS, nachdem er am Donnerstag seine Unterlagen eingereicht hatte. „Alles ist anstandslos angenommen worden, die Kandidatur ist gesichert. Jetzt bin ich gespannt auf die Mitgliederversammlung im Herbst.“

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Double-Sieger Harald Konopka (1. FC Köln) im Gespräch mit Ex-Präsident Wolfgang Overath.

Double-Sieger Harald Konopka (links), hier beim Mitgliederstammtisch am 13. Februar 2019 im Gespräch mit Weltmeister Wolfgang Overath, kandidiert für den Mitgliederrat des 1. FC Köln.

1. FC Köln: Der Rückzug von Stefan Müller-Römer

Doch der größte Paukenschlag dürfte der Rückzug des wohl bekanntesten Gremien-Mitglieds sein: Stefan Müller-Römer (53) wird keine Bewerbung mehr für die Neuwahl der Mitgliedervertretung einreichen!

Der Medienanwalt aus dem Kölner Norden war als Anführer der „FC reloaded“-Bewegung einer der Väter der neuen Satzung nach dem Rücktritt des von ihm kritisierten Vorstands Wolfgang Overath (77) beteiligt.

Der Jurist hatte seinen Anteil daran, dass der FC unter der Führung von Ex-Boss Werner Spinner (72) wieder in die Spur kam, war aber auch immer ein streitbarer Weggefährte, der vor interner und öffentlicher Kritik nicht zurückschreckte.

Sechseinhalb Jahre führte „SMR“ den Mitgliederrat, unterbrochen nur von dem halben Jahr, als er nach dem Rücktritt von Werner Spinner in den Vorstand entsandt wurde.

Stefan Müller-Römer musste Mitgliederrats-Vorsitz beim 1. FC Köln abgeben

Nach seiner Rückkehr in den Mitgliederrat stolperte er schließlich über eine vertrauliche Email, in der er Teilen der Mitgliederschaft „AfD-Methoden“ vorgeworfen hatte – Müller-Römer musste auf Druck aus Öffentlichkeit, Vorstand und auch intern im Rat den Vorsitz abgeben.

Das Verhältnis zu Boss Werner Wolf (64), dem er letztlich ins Amt verholfen hatte, litt massiv. Nun zog er die Konsequenzen und verzichtete darauf, noch einmal die nötigen Unterschriften für eine Kandidatur zu sammeln.

„Ich habe zehn Jahre versucht, dem Verein eine moderne, zukunftsfähige Ausrichtung zu geben. Man muss sagen: Das ist mir nicht gelungen“, sagt Müller-Römer zum EXPRESS.

FC-Frauen-Managerin Nicole Bender zieht sich aus Rat zurück

Ebenfalls nicht mehr antreten wird Nicole Bender (38), die als Managerin der Frauen-Mannschaft als Angestellte des 1. FC Köln ist.

„Ich bin froh, dass ich die Erfahrung im Mitgliederrat sammeln und den Verein von dieser Seite kennenlernen durfte“, sagt sie. „Aber meine Rolle im Klub hat sich geändert und da gibt es den ein oder anderen Interessenkonflikt, den ich vermeiden möchte.“ Das Gremium verlassen wird auch Engelbert Faßbender.

Aus dem „Wilden Süden“ bewirbt sich der Fan-Club-Vorsitzende Robin Löw-Albrecht, auch einige Mitglieder des Fan-Projekts haben die Unterschriften eingereicht,  der größte Fan-Club, die „Mai-Fründe 1998“ unterstützt eine ganze Reihe von Anwärtern.

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