Rund um das FC-Spiel gegen Borussia Dortmund wurde über zahlreiche Themen diskutiert. Besonders bei einer Szene gingen zumindest im „Doppelpass“ die Meinungen auseinander.
Moderator kann’s kaum glaubenSchwerer Vorwurf gegen FC-Profi im „Doppelpass“
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Für den 1. FC Köln kam beim verlorenen Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund alles zusammen: Der bittere Rückstand, Pech mit Schiedsrichter-Entscheidungen und eine komplette Halbzeit in Unterzahl waren am Ende zu viele Widerstände für einen Punktgewinn.
Obwohl dem FC in der Analyse von allen Experten die grundsätzlichen Mühen und auch ein ordentlicher Auftritt nicht abgesprochen wurden, rutschte die Mannschaft weiter in den Tabellenkeller. Im „Doppelpass“ am Sonntag (8. März 2026) wurde eine Szene aber noch hitziger diskutiert als die brisante sportliche Situation.
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Als sich die Runde durch die Partie gegen den BVB pflügte, blieb Moderator Florian König (58) bei der Roten Karte gegen Jahmai Simpson-Pusey (20) hängen, dem der DFB am Montag für das Foul an Maximilian Beier (23) eine Zwei-Spiele-Sperre aufbrummte.
Dass die zunächst verhängte Gelbe Karte durch einen VAR-Eingriff auf Rot geändert wurde, sei „alternativlos“, befand König. Zustimmung gab es von Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (57), der untermauerte: „Absolut. Das sind die schlimmsten Fouls für einen Spieler, von hinten voll auf die Achillessehne.“
Weniger einig war sich das Duo aber bei der folgenden Debatte. „Sicher keine Absicht“, warf König ein, woraufhin Effenberg mit einem „Boah, weiß ich nicht“ erste Zweifel anklingen ließ. Als König ungläubig nachfragte, ob Simpson-Pusey ernsthaft so in den Zweikampf gehen wollte, kommentierte Effenberg sarkastisch: „Nee, das würde er nie machen.“
Gerade als Effenberg sogar ein „Mehr Absicht geht nicht“ nachschieben wollte, unterbrach ihn der frühere Bundesliga-Trainer Thomas Doll (59) – und zwar mit klarer Meinung und schwerem Vorwurf: „Selbstverständlich. So ein Brett, das ist Absicht!“

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Jahmai Simpson-Pusey entschuldigte sich nach seinem Foul umgehend beim Dortmunder Maximilian Beier.
Ausgerechnet der Dortmunder in der Runde sprang dem Kölner dann immerhin zur Seite und befand das potenziell gesundheitsgefährdende Einsteigen nicht als bewusstes Foul.
„Für mich ist es Unerfahrenheit von Simpson-Pusey. Er rückt raus, guckt nur auf Beier. Er geht nur auf den Körper und trifft ihn so unglaublich. Ich finde aber nicht unbedingt, dass er es absichtlich gemacht hat“, erklärte der BVB-Klubrepräsentant.
König war die entlastende Einschätzung offenbar ein wichtiges Anliegen, fast schon erleichtert kommentierte er: „Danke, ich bin beruhigt.“ Mit der vergleichsweise moderaten Sperre schloss sich tags darauf auch das DFB-Sportgericht dieser Deutung an. Ein bewusstes Einsteigen in Verbindung mit dem Trefferbild hätte ansonsten wohl zu einer deutlich härteren Sanktion für Simpson-Pusey geführt.
Und auch der Gefoulte selbst hatte bereits unmittelbar nach dem Spiel im Sky-Interview betont, dass das Foul zwar schmerzhaft gewesen sei, aber sicherlich unabsichtlich. „Es tut noch ein bisschen weh, es ist ein bisschen rot und ein bisschen blau. Aber ich mache ihm da auch keinen Vorwurf. Er wollte den Ball gewinnen, also alles gut“, so Beier.


