Der 1. FC Köln hat akuten Bedarf in der Innenverteidigung, ist an einer Rückholaktion von Sebastiaan Bornauw interessiert. Ein Transfer von Union Berlin könnte jetzt das fehlende Puzzleteil gewesen sein.
Letztes Puzzleteil für Bornauw-Rückkehr?FC kann sich über Unions Belgien-Transfer freuen
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Die Innenverteidigung ist das große Problemkind in der Mannschaft des 1. FC Köln. Aber nicht aufgrund fehlender Leistung, sondern aufgrund der Verfügbarkeit.
Sportdirektor Thomas Kessler (39) hat deshalb schon Jahmai Simpson-Pusey (20) von Manchester City ausgeliehen, das reicht aufgrund der ellenlangen Ausfallliste aber noch nicht. Schafft jetzt ein Winter-Neuzugang von Union Berlin Abhilfe?
1. FC Köln war mit Sebastiaan Bornauw schon einig
Dass der 1. FC Köln an einer Leih-Rückholaktion von Sebastiaan Bornauw (26) interessiert ist, ist seit dem Jahreswechsel bekannt, zwischen dem Bundesligisten und dem Belgier soll sogar schon alles klar gewesen sein.
Doch vor der Einigung mit dessen Klub Leeds United – bei dem er seit seinem Sommerwechsel in der Premier League nur auf zwei mickrige Minuten-Einsätze kam – wurde er dort innerhalb von vier Tagen aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Joe Rodon (28) plötzlich zweimal in der Startelf gebraucht.
Trainer Daniel Farke (49) lobte den Belgier danach in den höchsten Tönen: „Ich bin mehr als stolz.“ Aber: Eine Bornauw-Rückkehr zum FC ist trotzdem noch nicht vom Tisch!
Rodon ist mittlerweile wieder fit, Leeds bräuchte bei einem Bornauw-Abgang nur adäquaten Ersatz. Berichten zufolge haben sie den auch bereits in der Bundesliga gefunden. Demnach steht Danilho Doekhi (27) von Union Berlin ganz oben auf der Wunschliste des Premier-League-Klubs.
Der Vertrag des Niederländers läuft in einem halben Jahr aus, die Eisernen können nur noch bis zum 2. Februar eine Ablöse für den Abwehr-Leistungsträger generieren (eine Verlängerung ist für ihn kein Thema). 13 Millionen Euro (sein kolportierter Marktwert) soll Union für Doekhi aufrufen, Leeds noch kein offizielles Angebot hinterlegt haben.
Das könnte aber bald in der Geschäftsstelle An der Alten Försterei eintrudeln – und Union schon für Ersatz gesorgt haben. Denn wie Pay-TV-Sender Sky berichtet, stehen die Eisernen kurz vor einem Transfer von Zeno Van Den Bosch (22).
Der junge Innenverteidiger steht bei Royal Antwerpen unter Vertrag (läuft im Sommer aus), soll laut Bericht aber schon zeitnah seinen Medizincheck in der Hauptstadt absolvieren.
Sobald Union Vollzug im Van-Den-Bosch-Poker meldet, würden sich die Berliner wohl auch nicht mehr allzu schwer tun, Doekhi für einen angemessenen Preis nach Leeds zu verkaufen. Das könnte dann auch der endgültige Stein des Anstoßes für eine Bornauw-Leihe zurück zum FC sein.
In Köln herrscht aktuell akute Abwehr-Not in der Zentrale. Timo Hübers (29, schwere Knieverletzung) und Luca Kilian (26, Kreuzbandriss) fallen die gesamte Saison aus, Joel Schmied (27) und Dominique Heintz (32, beide Oberschenkelverletzung) fehlen auch noch die nächsten Spiele.
Zudem ist Cenk Özkacar (25) bei Trainer Lukas Kwasniok (44) unten durch, Rav van den Berg (21) und Eric Martel (23) sind am Mittwoch gegen den FC Bayern (14. Januar, 20.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) noch gesperrt. In Simpson-Pusey steht neben dem rasierten Özkacar (der aufgrund der Not doch noch zu einem unverhofften Einsatz kommen könnte) also nur ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung.
Nach dem Bayern-Spiel kehren van den Berg und Martel zwar wieder zurück, in absehbarer Zeit auch Schmied und Heintz, eine Bornauw-Rückkehr würde dem FC aber trotzdem gut zu Gesicht stehen. Der Belgier hat immerhin 140 Bundesliga-Spiele für die Kölner und den VfL Wolfsburg absolviert.


